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Ein Kurs in Wundern; Lektion 35:

„Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.“

»Hast Du diese Stufe der Erkenntnis erklommen, wird Dein Leben grenzenlos leicht.«

Gelegentlich führe ich mit meinen Klienten eine interessante Übung durch. Ich frage sie einfach, wer sie sind. Aus ihren Antworten wird schnell klar, warum es zu den unterschiedlichsten Schwierigkeiten und Problemen in ihrem Leben kommt.

Jegliche Not, der Du im Leben begegnest, resultiert am Ende aus Deinem eigenen Selbstbild heraus. Das mag zunächst sehr abenteuerlich erscheinen. Aber wenn es Dir einmal klar geworden ist, wird Dir auch der Weg zur Lösung sämtlicher Herausforderungen in Deinem Leben aufgezeigt. Wie wäre es, wenn all Deine vielen Herausforderungen, die Dir im Leben begegnen, auf einmal auf ein einziges Thema zusammenschrumpfen würden? Anstatt jeden Tag mit endlosen neuen Schwierigkeiten konfrontiert zu werden, gibt es nur noch ein einziges Sujet, welches Du lösen musst. Hast Du diese Stufe erklommen, wird das Leben grenzenlos leicht.

An anderer Stelle sagt uns „Ein Kurs in Wundern“: »Es gibt nur ein einziges Problem«. Ist das nicht eine fantastische Aussicht? Es gibt nicht tausende Schwierigkeiten, die wir zu bewältigen haben. Eigentlich gibt es nur ein einziges Thema, welches es zu lösen gilt.

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Ein praktisches Beispiel: Ein fünfjähriges Mädchen versucht, eine bestimmte Form mit einer Schere auszuschneiden. Du beobachtest es, und kannst sehen, wie schwer es sich dabei tut. Da ist die viel zu große Schere für die kleinen Finger, die Konzentration fällt schwer, und es scheint fast unmöglich, einen geraden Schnitt durchzuführen. Schließlich übernimmst Du. Du nimmst die Schere in die Hand und während Du erklärst, wie es richtig funktioniert, hast Du schon die perfekte Form ausgeschnitten. Das alles ist für Dich kein Problem. Der Grund ist einfach. Im Gegensatz zum Kleinkind, bist Du schon groß. Du hast eine Menge Übung, Du kennst die notwendigen Kniffe und vor allem verfügst Du über das notwendige Selbstvertrauen, welches dem kleinen Kind noch fehlt.

So wie mit diesem Problem, geht es der Fünfjährigen mit sehr vielen Dingen im Leben. Ihr fällt es vielleicht noch schwer, links und rechts auseinanderzuhalten. Beim Überqueren einer Straße fehlt die nötige Übersicht. Sie fühlt sich unsicher und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Oft versteht sie nicht, mit Ironie umzugehen. Auch das Abputzen des Popos stellt noch eine richtige Herausforderung für sie da. Frustriert übt sie sich darin, Buchstaben zu schreiben. Immer wieder fragt sie nach, da sie schon wieder vergessen hat, wie ein »Q« oder ein »R« richtig geschrieben werden. Für das kleine Kind ist die Welt voll endloser Probleme.

Je kleiner wir sind, desto überwältigender erscheinen uns die Herausforderungen des Lebens

All dies bewerkstelligst Du mit gelassener Leichtigkeit. Du hast es schon tausendmal geübt. Du sitzt fest im Sattel. Du weißt einfach – im Gegensatz zum Kind, wer Du bist, und über welche Fähigkeiten Du verfügst. Doch wie weit geht Dein Wissen, Deine wahre Größe, wirklich?

Wahres Lernen endet nie

Viele Menschen stellen ihr Lernen schon früh im Leben ein. Wenn sie ihren beruflichen Abschluss beendet haben, konzentrieren sie sich darauf, eine Familie zu gründen und irgendwie mit dem Alltag klarzukommen. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gehörst Du zu jenen Menschen, die immer wieder bereit sind dazu zu lernen, zu wachsen? Bist Du bereit, immer neue Erkenntnisebenen zu erklimmen? Bist Du bereit, täglich Deine Hausaufgaben zu machen?

Tatsache ist: Persönliche Entwicklung und Lernen sind fortwährende Prozesse, die kein Ende kennen. Auf der rein materiellen Ebene gibt es 80-jährige, die immer noch am Puls der Zeit sind, und sich interessiert mit neuen Technologien auseinandersetzen. Eine über 80-jährige Klientin von mir lernt gerade eine Fremdsprache und nimmt Klavierunterricht. Aber es gibt auch 50-jährige, die ihr inneres Wachstum schon lange eingestellt haben. Sie konzentrieren sich auf ihre Meinungen und persönlichen Überzeugungen. Was sie glauben, gilt. Allmählich verlieren sie den Anschluss und ziehen sich immer weiter in ihr mentales Gefängnis zurück. Der geistige Alterungsprozess setzt ein.

»Lernen ist wie schwimmen gegen den Strom, wer aufhört, treibt zurück.«

Stell Dir die Fünfjährige vor, die mühsam ihren Namen schreiben kann und dann beschließt, dass sie jetzt genug weiß. Findest Du den Gedanken amüsant? Tatsächlich verhalten sich sehr viele Menschen auf genau diese Art und Weise.

Wenn Du Dich wirklich und ehrlich mit ein »Kurs in Wundern« auseinandersetzt, hast Du Dich jedoch für einen anderen Weg entschieden. „Ein Kurs in Wundern“ ist vielleicht das größte und intensivste Lehrbuch Deines Lebens. Menschen, die sich mit dem Kurs ernsthaft auseinandersetzen, sind bereit, ein Leben lang zu lernen. Und die Lektionen sind wahrhaftig nicht leicht.

Mit zunehmendem Alter lernt unsere Fünfjährige, immer mehr Herausforderungen zu bewältigen. Sie wächst nicht nur körperlich, sondern auch geistig und mental. Sie lernt Lesen, Rechnen, Schreiben, die ein oder andere Fremdsprache, Kochen und wie man mit kleinen Kindern umgeht. Doch unsere Ausbildung ist mit unserer Schule oder unserem Studium noch lange nicht beendet. Erst danach beginnt die Ebene dessen, was wir als das wahre Menschsein bezeichnen. Das Leben ist unser eigentlicher Lehrmeister.

Erzähl mir Deine Sorgen und ich sage Dir, wer Du bist

Kommen wir zurück auf die Eingangsfrage, die ich häufiger meinen Klienten stelle. »Wer bist Du?« Die Antwort sagt so ziemlich alles über die Art und Herkunft ihrer Schwierigkeiten aus.

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Marianne hat immer wieder Pech in ihren Beziehungen. Mit schöner Regelmäßigkeit wird sie von ihren Partnern betrogen und auch verlassen. Zwischendurch hat sie es sogar einmal mit einer Frau probiert. Doch selbst in dieser Beziehung erging es ihr ähnlich, wie in den heterogenen Pendants. Sie fühlte sich von ihrer Frau betrogen und es dauerte nicht lange, bis auch diese Verbindung ihrem Ende entgegenging. Ich fragte sie also: »Wer bist Du?« Ihre Antwort lautete: »Marianne.« Eine scheinbar harmlose Aussage. Doch sehen wir einmal genauer hin, was sie damit eigentlich sagt. Wer ist Marianne?

Marianne wurde in ein zerrüttetes Elternhaus hineingeboren. Sie bekam viele Streits ihrer Eltern mit. Dabei ging es häufig darum, dass ihr Papa während der Ehe mit ihrer Mama auch andere Beziehungen pflegte. Wenn sie damals auch noch nicht so richtig verstehen konnte, worum es eigentlich ging, speicherte ihr Unterbewusstsein sehr wohl ab, dass es anscheinend normal ist, andere Menschen zu hintergehen. Schließlich trennten sich ihre Eltern. Da die kleine Marianne nicht wirklich verstand, was geschah, wurde sie das Gefühl nicht los, dass ihr Papa sie nicht mehr lieb hatte. Sie fühlte sich von ihm verlassen und entwickelte den unbewussten Glaubenssatz, nicht liebenswert zu sein.

Mit 17 hatte sie ihren ersten Freund. Und was geschah? Kaum waren die beiden ein paar Monate zusammen, musste sie miterleben, wie dieser anderen Frauen hinterher sah. Die Beziehung hielt nicht lange und Marianne bekam ein weiteres Mal bestätigt, dass sie es einfach nicht wert ist, geliebt zu werden. Wir können die Geschichte jetzt noch endlos ausdehnen. Doch Du hast den Konsens verstanden. Wenn Marianne sagt: »Ich bin Marianne«, dann drückt sie auf diese Art und Weise ihr ganzes Leben mit aus. Diese drei Worte beinhalten all ihre Erfahrungen und all ihre Glaubenssätze, die sie im Leben prägen.

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„Ein Kurs in Wundern“ will uns aufzeigen, dass wir mehr sind, als unsere Überzeugungen. Je älter wir werden, desto mehr Überzeugungen haben sich in unserem Denken verfestigt. Mit jedem Lebensjahr verfestigt sich unser mentaler Käfig immer noch mehr. Wenn es eine Hölle gibt, dann besteht diese einzig aus unseren Gedanken und unseren Glaubenssätzen. „Ein Kurs in Wundern“ hat das Ziel, uns aus diesem Gefängnis herauszuführen.

Die universelle Problemlösungs-Formel

Kann es tatsächlich möglich sein, eine universelle Formel zu finden, mit der sich alle Probleme in unserem Leben lösen lassen? Was genau meint „Ein Kurs in Wundern“ in seiner 35. Lektion? Und wie können wir es in unserem Leben erfolgreich einsetzen?

Das kleine, fünfjährige Mädchen trägt eine klare Definition von sich selbst in ihrem Kopf. Sie könnte etwa lauten: »Ich bin klein, ich kann dies und jenes nicht, alle anderen können das viel besser.« Sie führt also in ihrer persönlichen Entwicklung zwei Kämpfe. Zum einen muss sie lernen, mit ihren kleinen Fingern die Schere zu beherrschen. Gleichzeitig gilt es, sich geistig weiterzuentwickeln und sich nicht der Schwerkraft der einschränkenden Überzeugungen hinzugeben. Als Kleinkind funktioniert das meistens noch ganz gut. Doch schon sehr bald setzt eine negative Entwicklung ein. Spätestens ab dem 8.-10. Lebensjahr verfestigen sich zunehmend begrenzende Glaubenssätze. Das kleine Kind vergleicht sich immer mehr mit anderen, und sammelt dabei manchen Misserfolg an. Gehört es nicht zu den Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, und über unbändigen Kampfeswillen verfügen, wird ihr Geistiger Horizont immer kleiner und kleiner.

Frau springt über einen Graben

Wenn Du bereit bist, für ständige Erweiterung Deines Bewusstseins zu sorgen, kommt es schließlich so weit, dass keine Herausforderung in diesem Leben Dich noch irgendwie schrecken kann.

Der erste Schritt, dieses mentale Gefängnis zu verlassen, besteht darin, sich bewusst zu werden, was Du eigentlich sagst, wenn Du die Worte sprichst: »Ich bin (Dein Name)«. Du kannst das sehr leicht selbst testen, indem Du diese Worte einmal laut aussprichst und dabei in Dich hinein spürst. Wie fühlt es sich an? Fühlst Du Dich, weit und erfolgreich? Oder ist da eher ein Gefühl von Enge, Kleinheit und Frustration? Die empfundene Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.
Sieh Dein Leben an und Du weißt genau, was Du über Dich selbst denkst.

Was aber wäre, wenn Deine geistige Entwicklung immer weiter voranschreitet? Wenn Du an jeder bewältigten Aufgabe wächst, und Dich von Misserfolgen nicht unterkriegen lässt? Was wäre, wenn Dein Bewusstsein über Dich selbst, sich immer noch mehr ausweiten würde? Warum nicht bis zur Grenzenlosigkeit?

Was wäre, wenn Dein Bewusstsein grenzenlos wäre?

In diesem Falle erginge es Dir wie der Mutter der Fünfjährigen. Was für die Kleine noch fast unlösbare Probleme sind, stellt für Dich nichts anderes, als Peanuts dar. Die Erwachsene, die permanent für ihr geistiges Wachstum sorgt, wird feststellen, dass zunächst unlösbar geglaubte Herausforderungen sich in unwesentliche Störungen ihres inneren Friedens verwandeln, bis es schließlich sogar dazu kommt, dass keine Herausforderung in diesem Leben sie noch irgendwie schrecken kann.

Wer entscheidet, wer Du bist?

Solange Du noch klein bist, entscheiden andere das für Dich. Sie trichtern Dir tagtäglich ein, was sie von Dir denken.

Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ lautet:

„Mein Geist ist Teil von Gottes Geist.
Ich bin sehr heilig.“

So weit, so nett. Da steht also, dass Du weder das kleine Kind, noch die erwachsenene Marianne mit dem schwierigen Lebenslauf bist. Da steht, dass Dein Geist, Teil von Gottes Geist ist, und Du sogar sehr heilig bist.

Wenn Du endlich in der Lage sein möchtest, alle Herausforderungen Deines Lebens erfolgreich zu meistern, solltest Du bald damit beginnen, Dich zurückzuerinnern. Wer bist Du wirklich? Bist Du der kleine Körper, der kaum in der Lage ist die Schere richtig zu halten, sich den Popo abzuputzen, oder die Übersicht im Straßenverkehr zu bewahren? Oder bist Du die Marianne, die immer wieder die Erfahrung macht, in Beziehungen verlassen zu werden?

Ganz praktisch gesehen ist es genau das, was während jeder QuantumTAO Sitzung stattfindet und was wir auch im TAO-Life Balance Seminar oder in den Quantenheilungsseminaren erlernen. Wir begeben uns ganz real auf die Ebene des Geistes. Während einer telefonischen Sitzung bin ich dabei Dein Führer, während der Seminare erlernst Du, Dich selbstständig auf diese heilige Ebene zu begeben.

Tao-Life Balance Seminar Banner
Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, welches das Licht deines Geistes entflammt

Das Erstaunliche dabei ist, dass die Entscheidung ganz bei Dir liegt. Gott hat Dich zu nichts verdonnert. Du allein entscheidest, wer Du wirklich bist. Da es aber allein recht schwer ist, aus dem mentalen Gefängnis auszusteigen, gibt Dir „Ein Kurs in Wundern“ (hier Lektion 35) eine hervorragende Entscheidungshilfe an die Hand. »Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.« Ist das nicht eine wunderbare Nachricht? Das ist so ziemlich das Höchste, was man sich vorstellen kann. Es geht über alle Deine menschlichen Vorstellungen weit hinaus. Wir sprechen hier von der Grenzenlosigkeit. Wie kann es für ein grenzenloses Wesen überhaupt noch ein Problem geben?

Auch wenn das bis hierhin noch recht theoretisch klingt, sind die Ergebnisse doch recht real.

Im Bewusstsein der Grenzenlosigkeit finden sich kreative Lösungen für alle möglichen Fragen, das Leben verändert sich, oft wie von Zauberhand geführt und immer wieder kommt es auch zu körperlichen Heilungen.

Wenn Du genau gelesen hast, dann hast Du die kleine Nuance erkannt. Da steht nicht: »Ich bin Teil von Gottes Geist.« Die korrekte Aussage lautet: „Mein Geist ist Teil von Gottes Geist.« Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, ihren Körper als Illusion zu begreifen. Dieser Herausforderung müssen wir uns noch gar nicht hingeben. Es reicht völlig aus, zu erkennen, dass diese Masse aus Fleisch, Blut und Knochen von einer anderen Ebene aus gelenkt wird. Es gibt die körperliche und die geistige Ebene. Dein Körper unterliegt Beschränkungen. Es beginnt damit, dass er bei der Geburt noch sehr klein ist. Im weltlichen Leben durchläuft er unterschiedlichste Erfahrungen, die wiederum zu allen möglichen einschränkenden Überzeugungen führen und somit auch der Ebene des Körpers zugeordnet werden.

Doch Dein Geist, dieser Teil in Dir, der einfach nur ist und beobachtet, wird von alldem nicht berührt. Es gibt da diesen Teil in Dir, der immer in Frieden ist. Wenn Du regelmäßig meditierst, dann bist Du sehr wohl vertraut mit diesem Teil. Doch wie häufig geschieht es, dass wir aus der Meditation aufstehen und binnen weniger Minuten wieder vom Wahnsinn dieser Welt erfasst werden? „Ein Kurs in Wundern“ gibt uns mit seinen täglichen Lektionen ein prächtiges Werkzeug an die Hand, uns in jeder Sekunde unseres Lebens daran zu erinnern, wer wir wirklich sind. „Ein Kurs in Wundern“ kann eine gute Meditation nicht ersetzen. Aber er stellt eine hervorragende Ergänzung dazu dar, sich regelmäßig in die Stille zu begeben und sich mit seinem höherem Selbst zu verbinden.

Lektion 35: die Quelle Deines Erfolgs

Lass uns nun ein wenig zusammen üben. Die Übungssequenz beginnt mit der Frage, wie Du Dich selbst siehst. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, und überlege Dir, wie Du Dich selbst siehst. Vielleicht kommen da Aussagen wie zum Beispiel:

  • Ich sehe mich als Versager,
  • ich sehe mich als schuldig,
  • ich sehe mich als erfolglos,
  • ich sehe mich als nicht richtig,
  • ich sehe mich als Opfer,
  • ich sehe mich als hilflos,
  • ich sehe mich als depressiv

    Natürlich werden nicht alle Aussagen nur negativ sein. Es könnte auch kommen:
  • Ich sehe mich als eine äußerst erfolgreiche Person an,
  • ich sehe mich als gute Mutter,
  • ich sehe mich als vertrauenswürdig,
  • ich sehe mich als guter Mensch.

    Was für ein Glück, dass wir nicht nur negativ über uns denken. Doch kennst Du die eine der sieben Todsünden, die hier zur Anwendung kommen? Es handelt sich um den Stolz. Die moderne Psychologie erklärt uns, wie wichtig es ist, sich öfter einmal auf die Schulter zu klopfen. Doch hierbei handelt es sich um ein zweischneidiges Schwert. Wenn Du seit zehn Jahren versuchst, Dein Gewicht zu reduzieren und es immer noch nicht geschafft hast, dann könnte es einer Lüge gleichkommen, wenn Du in den Spiegel siehst und behauptest, dass Du Dich vollkommen in Ordnung findest. Es mag möglich sein, doch ergeht es wahrscheinlich den wenigsten Menschen so. Wenn Dir heute etwas gut gelingt und Du Dir erzählst, wie toll bist, kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass das nächste Versagen nicht weit hin ist. Solange Du Dich in der Welt der Dualität aufhältst, wirst Du niemals Frieden erlangen.

Solange Du Dich in der Welt der Dualität aufhältst, wirst Du niemals Frieden erlangen.

„Ein Kurs in Wundern“ führt uns in die Welt der Non-Dualität. Hier gibt es kein Gut und kein Böse mehr. Alles, was „Ein Kurs in Wundern“ uns bietet, ist der totale und vollkommene Frieden. Das setzt allerdings voraus, dass wir aus jeglicher Bewertung herausgehen. Nur, aus dem tiefsten Frieden heraus entstehen Lösungen für alle Deine Fragen.

Egal, wie Du mit Deinen Kindern umgehst. Egal, wie scheinbar erfolgreich oder eben nicht, Du in Deinem Job bist. Egal, ob Du ein überwiegend positiver oder eher depressiver Mensch bist. Frieden liegt allein darin, anzuerkennen, dass es ist, wie es ist.

All die obigen Definitionen bewegen sich auf der dualen Ebene. Sie alle – egal ob positiv oder negativ – stellen eine Bewertung dar. Bewertung jeglicher Form ist die Grundvoraussetzung für Unfrieden. Es ist völlig egal, ob Du gerade etwas besonders gut gemacht oder vollkommen versagt hast. Es gibt da diesen Teil in Dir, der von alldem unberührt bleibt. Dein Geist, der von vielen auch als der innere Beobachter beschrieben wird.

Du löst eine schwierige Situation mit Deinem Kind auf pädagogisch äußerst wertvolle Art und Weise. Es gibt eine Ebene in Dir, die das Geschehen voller Gelassenheit betrachtet. Sie nimmt einfach nur wahr. Es ist die Ebene des »Ich bin«. Ein andermal verlierst Du vollkommen die Geduld. Du tust etwas, von dem Du Dir geschworen hast, es nie zu tun. Dein Ego redet Dir ein, was für ein schlechter Mensch Du bist. Doch auch jetzt gibt es da diesen Teil in Dir, der einfach nur wahrnimmt. Er beobachtet, ohne zu werten. Das ist es, was die Aussage: »Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig« edeutet. Gott bewertet nicht.

Gott bewertet nicht

Praktische Übung

Schreibe Dir zur Übung eine Liste auf, wie Du Dich siehst. Notiere zehn Punkte, immer beginnend mit der Aussage: »Ich sehe mich als…an«

Lies diese Sätze langsam, aufmerksam und laut vor. Spüre die Wirkung, die diese Aussagen in Deinem bewertenden Geist hinterlassen. Nachdem Du alle Sätze durchgelesen hast, wende Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ an. Sage Dir: »Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.«

Es ist wichtig, diese Übung langsam und mit Bedacht durchzuführen. Spüre die Wirkung dieser fantastischen Aussage. Ich könnte noch seitenweise allein über diese Lektion schreiben. Doch alle Worte können nicht die Erfahrung ersetzen, die Du machen kannst, wenn Du den Satz langsam und mit Bedacht wiederholst.

Eine weitere Variante, Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ zu üben wäre, diesen Satz mantraartig den ganzen Tag über zu wiederholen. Ich weiß, dass ein »Kurs Wundern« eher zu einem langsamen Start rät. So reichen für diese Lektion zweimal 5 Minuten täglich aus. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Andererseits gibt es vielleicht Situation im Leben, in denen Du merkst, dass Du Deinen wilden Geist einfach nicht zur Ruhe bringst. In einem solchen Fall kann die permanente Wiederholung einer Lektion Dir wahrhaftigen Seelenfrieden bringen.

Zu den wichtigsten Anwendungen gehört Dein Leben. Wann immer Dir etwas unangenehmes im Leben widerfährt und Du bemerkst, dass Du aus Deinem inneren Gleichgewicht kommst, indem Du zum Beispiel ärgerlich wirst, nimm es wahr und dann sage Dir: »Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.« Das ist eine wunderbare Beruhigungstablette, die Du in jeder Situation parat haben kannst. Sie kostet kein Geld und hat garantiert keine weiteren Nebenwirkungen.

Bildnachweis: Annca Pixabay, Sasin Tipchai Pixabay

So findest Du inneren Frieden

Tipp: Am Ende des Textes findest Du den Zugang zu einer wunderschönen Kurzhypnose, mit der Du Dich mit Leichtigkeit in tiefen Frieden versetzen kannst.

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Basierend auf: Ein Kurs in Wundern, Lektion 34

„Ich könnte stattdessen Frieden sehen“

Innerer Frieden ist die wichtigste Voraussetzung für unser Wohlbefinden und langfristig auch für unsere Gesundheit, für unsere Vitalität und selbstverständlich auch für unsere Beziehungen.

Dabei ist es relativ leicht, inneren Frieden zu finden, solange die äußeren Bedingungen stimmen. Doch wann tun sie das schon einmal?

Wie verläuft Dein Leben? Läuft alles rund? Ist in Deinem Job alles in Ordnung, in Deiner Beziehung, mit Deiner Gesundheit, mit Deinen Eltern, Deiner Familie? Es gibt wohl kaum jemand, der all diese Fragen mit einem eindeutigen »Ja« beantworten würde. Wie oft hast Du Dir angesichts der vielfältigen Probleme, mit denen wir uns täglich so herumschlagen, schon einfach nur Frieden gewünscht? Doch die anderen, bzw. die Umstände tun Dir diesen Gefallen eher selten.

Der Frieden beginnt immer in Dir

Lächelnde Frau

Die wichtigste Voraussetzung für Deinen inneren Frieden ist die Erkenntnis, dass dieser immer in Dir, in Deinem Mind, in Deinem Geist, ja in Deinem Verstand beginnt. Solange Du Deinen inneren Frieden von äußeren Umständen abhängig machst, wirst Du auf ewig der Unbill Deiner Mitmenschen und den Höhe- und Tiefpunkten des Lebens ausgesetzt sein. Tatsächlich hängt Dein innerer Frieden lediglich von einer Entscheidung ab, die Du treffen kannst. Wie Du zu dieser Entscheidung gelangst, dazu mehr in den folgenden Zeilen.

Vielleicht hast Du schon die Erfahrung gemacht, dass auch der Zustand tiefer Meditation selten hilft, Deinen inneren Frieden für längere Zeit zu bewahren. Solange Du mit geschlossenen Augen in tiefer Versenkung sitzt, Du Dich sozusagen von den Geschehnissen der Welt erfolgreich abgewendet hast, erfährst Du wahrscheinlich tiefe Glückseligkeit. Frieden bereitet sich in Dir aus und nicht selten wirst Du die ganze Welt umarmen können. Doch wie oft hast Du es schon erlebt, dass der Horror, kaum dass Du die Augen geöffnet hast, wieder von vorne losgeht?

Es bedarf oft jahrzehntelanger Erfahrung in wahrhaftiger und tiefer Meditation, um den dort erreichten, friedlichen Zustand auch im Alltag für längere Zeit aufrechtzuerhalten.

Wie Gefühle entstehen

Eigentlich haben wir im Leben immer nur ein einziges Ziel. Wir möchten uns gerne wohlfühlen. Wir sehnen uns danach, glücklich zu sein, Frieden zu fühlen und einfach nur entspannt auf das Leben reagieren zu können.

Aber hast Du Dir schon einmal Gedanken gemacht, woher Deine Gefühle eigentlich kommen? In Beziehungen hört man häufig die Aussage: „Ich fühle mich so, weil Du …“ Es ist uns zur Selbstverständlichkeit geworden, anderen Menschen oder Umständen die Verantwortung für unsere Gefühle zuzuschieben.

Wenn Dein Partner sich plötzlich von Dir trennt, oder Du erfährst, dass er fremd gekuschelt hat, bricht für Dich eine Welt zusammen. Du hast das Gefühl, nie wieder aus Deinem Schmerz herauskommen zu können. Doch was genau ist es eigentlich, was diese negativen Gefühle erzeugt? Nur wenn Du genau weißt, wodurch diese unangenehmen Gefühle entstehen und gesteuert werden können, wird es Dir möglich sein inneren Frieden quasi per Knopfdruck zu erreichen.

Wenn Du weißt, wie Gefühle entstehen, wird es Dir möglich, inneren Frieden quasi per Knopfdruck herzustellen

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Betty und Klaus sind in einer hitzigen Diskussion verstrickt. Argument folgt auf Argument. Die Diskussion wird immer hitziger. Während die Stimmung sich immer mehr anspannt, ist auch eine zunehmende Aggression in der Atmosphäre spürbar. Jeder versucht, seine Argumente an den Mann, bzw. an die Frau zu bringen. Keiner hört noch richtig auf den anderen. Je weniger sie das Gefühl haben, dass der andere überhaupt noch zuhört, desto gereizter wird die Stimmung. Von Frieden weit und breit keine Spur mehr.

Schließlich haben sie den Ausgangspunkt ihres heftigen Disputs schon lange vergessen. Das Ego hat erfolgreich die Oberhand gewonnen und es geht nur noch ums Recht haben. Während einer Redepause besinnt sich Klaus und fragt sich: „Was will ich eigentlich wirklich?« Seine Antwort ist klar. Er wünscht sich inneren Frieden. Er wünscht sich, wieder in Frieden mit seiner Partnerin zu sein. Ihm ist bewusst, dass sie eine Lösung ihrer Debatte nur im Zustand des Friedens erreichen können. Aber ist in dieser verfahrenen Situation noch ein Ausweg denkbar?

*

Der Disput um ein ursprünglich sachliches Thema hat sich längst auf eine emotionale Ebene verschoben. Die Objektivität ist lange verloren gegangen. Das Ego flüstert beiden ein: »Wenn Du Recht behältst, wird wieder Frieden sein.« Doch aus unserer Erfahrungen wissen wir, dass das nicht funktioniert.

Klaus, der regelmäßig in »Ein Kurs in Wundern« liest, ist sich darüber bewusst, wie seine Gefühle entstehen. Er hat gelernt, dass es möglich ist, in wenigen Augenblicken aus einer emotionalen Dysblance in eine völlig friedvolle Befindlichkeit zu wechseln.

In diesem Artikel erfährst Du eine Methode, basierend auf Lektion 34 aus »Ein Kurs in Wundern« die Dir helfen kann, Deinen inneren Frieden in jeder noch so schwierigen Situation wieder herzustellen.

Innerer Frieden ist die Voraussetzung für ein glückliches und auch erfolgreiches Leben. Nur wer Frieden ausstrahlt, ist in der Lage gute Beziehungen zu knüpfen und ein gelungenes Leben zu führen. Ein Mensch, der seinen Frieden nicht gefunden hat, wird nicht nur seine Beziehungen zerstören, sondern dies früher oder später auch mit seiner Gesundheit bezahlen. Erstaunlicherweise kann sogar Dein Bankkonto Dein inneres Friedensniveau widerspiegeln.

Kommen wir zurück zu Klaus und Betty.

Während einer Gesprächspause konzentriert Klaus sich auf seine Gedanken. Ihm wird schnell bewusst, dass er sich in einer negativen Gedankenspirale verloren hat. Er ist frustriert, fühlt sich seiner Frau gegenüber klein und machtlos und es macht ihn zunehmend wütend, dass er sich gegen Betty einfach nicht durchsetzen kann. Typische Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen sind zum Beispiel: »Warum hört sie nicht einfach mal zu? Sie widerspricht sich in jedem zweiten Satz. Das kann sie nicht wirklich ernst meinen. Sieht sie mich eigentlich? Ich habe ihr das schon hundertmal erklärt! Sie ist so überheblich! Es stimmt einfach nicht was sie sagt! Ständig greift sie mich an! Was hat sie eigentlich für einen Ton am Leib?«

Frieden entsteht aus »Nicht-Bewertung«

Jeder dieser negativen Gedanken zieht weitere negative Gedanken nach sich und führt schließlich dazu, dass sein Groll immer noch größer wird. Es ist nicht wirklich Bettys Verhalten, das Klaus` negative Gefühle erzeugt. Es sind seine persönlichen Bewertungen und Gedanken, mit denen er reagiert.

Wenn Dir einer auf die Wange schlägt…

Nehmen wir ein berühmtes Beispiel aus einem uralten Buch für Psychologie. Da heißt es: „Wenn Dir jemand auf die Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“

Wütende Frau

Stell Dir vor, Dein Partner/ Deine Partnerin verpasst Dir eine schallende Ohrfeige. Wie ist Deine spontane Reaktion? Schlägst Du zurück? Wirst Du wütend und schreist laut herum? Verlässt Du voller Empörung den Raum? Egal, welches Verhalten Du an den Tag legst, vorangegangen ist immer ein Gedanke. Vielleicht denkst Du Dir: „Wie kann er nur so respektlos sein?“ Oder Du denkst: »Das hätte er nicht tun dürfen!« Wie wäre es mit: »Jetzt ist sie entschieden zu weit gegangen!« In der Folge jedes dieser Gedanken wird Deine Reaktion sehr heftig ausfallen. Eine weitere Eskalation scheint in diesen Fällen unvermeidbar.

Ein Gedanke, der dabei immer mitspielen wird, ist: » Er/sie hat mich zutiefst verletzt!« Es ist dabei nicht wichtig, ob Du Dir dieser Gedanken bewusst bist. Oft kommen sie nur für den Bruchteil einer Sekunde an die Oberfläche und verschwinden dann wieder im Nirwana des Unterbewusstseins.
Doch es ist genau dieser Gedanke, der das entsprechende Gefühle nach sich zieht, welches wiederum Deine Reaktion bestimmt.

Nun stell Dir vor, Du wärst in tiefem Frieden verankert. Deine Freundin verpasst Dir eine schallende Ohrfeige. Da Du regelmäßig diese Lehrbriefe liest, »Ein Kurs in Wundern« studierst, Seminare besuchst und täglich übst, schafft selbst diese Ohrfeige es nicht, Dich aus Deinem Frieden zu katapultieren. Anstatt Dich darauf zu konzentrieren, wie sehr Du verletzt worden bist, gehen Deine Gedanken in eine völlig andere Richtung:

Meditierender Mönch

»Sie ist sehr wütend und weiß nicht mehr wohin mit ihrer Energie. In ihrer Verzweiflung hat sie mir eine Ohrfeige verpasst. Es tut mir leid, dass sie so aufgebracht ist.« Und was tust Du? Du wendest den Kopf, hältst ihr die andere Wange hin und sagst: »Schatz, schlag ruhig noch einmal zu.« Was wird passieren?

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast Du ihr den Wind völlig aus den Segeln genommen. Sie wird so verdutzt sein, dass sie nicht ein weiteres Mal ausholt. Und wenn es Dir tatsächlich gelungen ist, diese Aussage liebevoll zu formulieren, könnt ihr an dieser Stelle vielleicht sogar beide darüber lachen. Es ist also allein eine Frage, für welchen Gedanken Du Dich entscheidest. Entscheidest Du Dich für Gedanken des Friedens oder des Angriffs?

Ein Kurs in Wundern; Lektion 34

Ein »Kurs in Wundern« schlägt uns in Lektion 34 folgenden Gedanken vor, der uns wieder eine Orientierung gibt. Lektion 34 lautet:

»Ich könnte stattdessen Frieden sehen.«

Diese Lektion gibt uns eine Richtung vor. Ich kann jederzeit entscheiden, wohin ich schaue. Schaue ich in das Licht oder auf die Dunkelheit?

Ein Kurs in Wundern

Vielleicht denkst Du Dir an dieser Stelle: »Wie soll ich Frieden sehen, wenn ich eindeutig angegriffen werde?« Die Antwort ist relativ einfach. Vielleicht wirst Du tatsächlich verbal von außen angegriffen. Anstatt Deinen Fokus nach außen und auf die äußere Aggression zu richten, könntest Du Dich auf Deinen eigenen, Dir innewohnenden Frieden konzentrieren. Das ist tatsächlich jederzeit möglich. Es gibt eine Instanz in Dir, die immer in Frieden ist.

Es gibt eine Instanz in Dir, die immer in Frieden weilt

*

Paar umarmt sich vor einem Auto

Kommen wir noch einmal zurück zu Klaus und Betty. Klaus hat sich entschieden, sich nicht auf den Streit, sondern auf den Frieden zu konzentrieren, der tatsächlich immer in uns ist. In Gedanken konzentriert er sich auf Lektion 34 aus »Ein Kurs in Wundern«. Immer wieder sagt er sich: »Ich könnte stattdessen Frieden sehen.« Schon nach wenigen Wiederholungen bemerkt er, wie ein Gefühl von Ruhe und Frieden von ihm Besitz ergreift. Seine Aufmerksamkeit wendet sich immer mehr nach innen und weg von seiner Kontrahentin. Ein tiefes Gefühl von Ruhe breitet sich in ihm aus. Der Drang, auf ihre Argumente zu reagieren kommt schnell zu einem Ende. Klaus ist klar, dass er eigentlich nur noch Frieden möchte. Auch Betty bemerkt eine Veränderung. Der Streit findet ein jähes Ende. Klaus reicht ihr vorsichtig die Hand. »Schatz, bitte vergiss nicht, ich liebe Dich. Ich kann Deinen Standpunkt sehr gut verstehen. Und ich verspreche Dir, wir werden eine Lösung finden.« Sofort beginnt Betty sich zu entspannen. Ein einzelner Gedanke hat den Frieden zurückgebracht.

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Wenn Du häufiger unter einem aufgewühlten Gemüt leidest, solltest Du Dir diesen Satz vielleicht aufschreiben und ein paar Tage damit üben. »Ich könnte stattdessen Frieden sehen.«

Damit Du Dir diese wirksame Formel noch intensiver einprägst, habe ich eine wunderschöne Kurzhypnose erstellt. Sie dauert keine 20 Minuten und kann Dich nicht nur aus angespannten Zuständen herausholen. Sie hilft Dir auch, Dich in immer tieferem Frieden zu verankern.

Am Ende des Textes findest Du eine wunderbare Kurzhypnose, die Dich schnell in den inneren Frieden führt.

Das Geheimnis liegt in der Wiederholung. Wende diese magische Formel bei jeder noch so kleinen Gelegenheit an. Vielleicht regst Du Dich darüber auf, dass die alte Dame sich mal wieder an der Supermarktkasse vorgedrängelt hat. »Ich könnte stattdessen Frieden sehen.« Da ist dieser Drängler auf der Autobahn, der mit beängstigender Geschwindigkeit und Lichthupe von hinten auf Dich zurast. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, und kräftig auf die Bremse zu treten, um ihn daran zu erinnern, dass er nicht der einzige Asphaltcowboy ist, erinnerst Du Dich daran, was Du wirklich willst: »Ich könnte stattdessen Frieden sehen.« Du fährst auf die rechte Spur, lässt den Adrenalinjunkie vorbei und genießt ein wohlig warmes Gefühl in Deinem Herzen. Du spürst, wie tiefer Frieden sich in Dir ausdehnt. Kurz darauf entwickelt sich sogar ein Gefühl von Glückseligkeit. Es kann so einfach sein. Und vielleicht fängst Du sogar an, eine kleine Melodie zu summen. »Frieden, Frieden, ich bin im Frieden. Ich entscheide mich, den Frieden zu sehen.« Denke Dir einfach etwas Nettes aus.

Dein Frieden ist tatsächlich nur ein Gedanke entfernt.

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Frau lacht in die Sonne

Spiritualität im Alltag

Für Menschen, die sich wünschen, mehr Spiritualität in ihren Alltag zu bringen, liegt die größte Herausforderung darin, scheinbar völlig unvereinbare Lebensphilosophien in Einklang zu bringen. Die wenigsten Europäer können sich dafür entscheiden, den Rest ihres Lebens in einer Höhle zu verbringen, oder den ganzen Tag mit gekreuzten Beinen auf einem harten Boden zu sitzen, und auf die Erleuchtung zu warten.

Meditierender Mönch


Schnell stellt sich die Frage ein: Wird es mir auf diesem Wege überhaupt jemals möglich sein, Erleuchtung zu erlangen? Wie viele Leben werde ich wohl noch vor mir haben? Kann ich auf diesem Weg jemals meine Kundalini erwecken? Bringt mir dieser ganze Aufwand mehr Frieden in mein Leben? Ist es überhaupt möglich, Fortschritte zu machen? Nach einem anfangs hoffnungsvoll besuchten Seminar stellt sich häufig schnell Ernüchterung ein. Dabei klangen die tiefen Weisheiten des indischen Gurus so faszinierend, dass wir am liebsten gar nicht mehr anders leben würden.

Mit Leichtigkeit konnte er jede Frage beantworten. Für jede anscheinend noch so große Herausforderung hatte er die passende Antwort zur Verfügung. Eheprobleme? Das war gestern. Schwierigkeiten im Job? Null Problemo anymore. Jetzt gilt es nur noch, ein paar seiner Anweisungen im Alltag erfolgreich umzusetzen. Täglich ein paar Minuten in die Stille gehen, die Kundalini Atmung praktizieren, die eine oder andere Yogastellung einüben, ein bisschen beten, die Ernährung auf vegan umstellen, dankbar sein für alles, was ist, alles akzeptieren, im täglichen geistigen Kontakt mit dem Guru sein, vergeben, was das Zeug hält und immer nur lächeln. So schwer kann das doch nicht sein.

Doch wer von uns, die wir uns so gerne weiterentwickeln möchten, hat das nicht schon erlebt: Spiritualität im Alltag hat so seine Tücken.

Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen, jeden Morgen früh aufzustehen und erst einmal 1 Stunde Qigong zu üben. In Verbindung mit der anschließenden Meditation, wären wir so für den Tag gestärkt, dass uns wirklich gar nichts mehr aus unserem violetten Socken hauen könnte. Auf dem Seminar hat es doch schließlich auch funktioniert. Anfangs war die Motivation auch noch hoch. Wir nehmen das Kopfschütteln der Nachbarn in Kauf, die uns frühmorgens auf der Terrasse keuchen hören. Und dass der Border Collie beim heiligen Ohm mit einem kläglichen Jaulen versucht, unsere heilige Stimmung zu übertönen, werden wir auch noch überwinden. Es ist auch kein Problem, dass die Kinder bald aufstehen. Schließlich haben wir früh genug die Federn verlassen und nutzen den heiligen Morgen ganz für uns. Die Erleuchtung ist in greifbare Nähe gerückt.

„Wenn ich erst erleuchtet bin, meine Chakren geöffnet, und die Kundalini richtig fließt, wird alles gut!“

Doch schon wenige Tage, spätestens Wochen nach dem heiligen Retreat, wird uns klar, dass Spiritualität im Alltag so nur selten funktioniert.

Mann mit aufgerissenem Mund und Augen
Photo by Gem & Lauris RK on Unsplash

Der Partner schüttelt verzweifelt den Kopf und murmelt in den Bart, dass wir nun wohl völlig abgedreht sind. Klarer Fall von: Er hat die Zeichen der Zeit nicht begriffen. Es ist Zeit, über eine Trennung nachzudenken.
Es ist schon ein wenig verhext, dass das Telefon ausgerechnet immer dann klingelt, wenn wir gerade in der tiefsten himmlischen Stille versunken sind. Und es ist auch ziemlich schwierig, den Kindern klarzumachen, dass man jetzt einfach einmal eine halbe Stunde für sich selbst braucht.

Spiritueller Supermarkt

Fast täglich führe ich diese Diskussion mit meinen Klienten. Auf meine Empfehlung, doch einfach eine Stunde früher aufzustehen, erhalte ich in 99 % aller Fälle die Antwort: »unmöglich.« Abends sei die einzige Zeit, in denen man ein paar Minuten für sich hat. Frühes ins Bett gehen kommt also nicht infrage.

Dazu kommt noch die Ungewissheit, welcher Pfad nun eigentlich der richtige ist. Soll ich der Materie tatsächlich völlig entsagen? Was ist dann mit meinen Kindern? Verliere ich nicht den heiligen Pfad, wenn ich mich zu sehr auf die Freuden des Alltags konzentriere? Darf ich noch Sex haben? Muss ich mich nicht für eine Seite entscheiden?

Yoga, Qi Gong, Pramahansa, Paramahonsa oder der heilige Pramama mit der ultimativen geistigen Abstammungslinie des einzigen erleuchteten superheiligen Obergurus im zentralen Himalayansana?

Der spirituelle Supermarkt ist groß. Jeder behauptet von sich der Einzige, der Schnellste und der Beste zu sein – aber ihr Ego scheinen sie alle nicht so richtig im Griff zu haben.
Vielleicht doch einfach nur ein wenig im Kurs in Wundern lesen. Aber der Frenzel kommt ja auch nicht so richtig mit seinen Lektionen voran.

Hindernisse, die den geistig Suchenden davon abhalten, Spiritualität im Alltag zu leben, gibt es mehr als genug.

Es gibt viele Tipps und Tricks, die Dir helfen sollen Deine Spiritualität in Deinen Alltag erfolgreich zu integrieren. Und es ist sicher gut, sich diese einmal zu Gemüte zu führen. Gehe von Anfang an davon aus, dass Du vieles nicht eins zu eins umsetzen können wirst. Jedes Leben ist anders. Jeder Mensch erlebt die Dinge anders. Am Ende ist es wichtig, zu probieren und Deinen eigenen, individuellen Weg zu finden.

In diesem Artikel wirst Du einige erprobte Tipps und Tricks finden, Spiritualität im Alltag erfolgreich umzusetzen.

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Aber ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Spiritualität wird häufig vollkommen missverstanden. Jemand, der täglich mehrere Stunden meditiert, ist noch nicht unbedingt fortgeschrittener, als jemand der sich dieser Disziplin nur selten bis gar nicht unterwirft.

 

Claudia, eine meiner Klientinnen ist ganz verzweifelt. Immer wieder setzt sie sich auf ihr Meditationskissen, um in die Stille zu gehen. Häufig erfährt sie dabei körperliche Schmerzen, die sie davon abhalten, ihre Sitzungen bis zum Ende Durchzuhalten. Ist dies tatsächlich einmal nicht der Fall, kann sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass eines ihrer Kinder Probleme hat und sie nicht in Ruhe lässt. Es gibt immer wieder eine Störung. Verzweifelt versucht sie täglich, irgendwie in die Meditation zu kommen. Das soll schließlich der optimale Weg sein. Doch es will ihr einfach nicht gelingen. Sie ist überzeugt, auf diesem Weg einfach nicht weiterkommen zu können. Verzweiflung macht sich in ihr breit.

Ich erzähle ihr die Geschichte von dem Mönch, der in der Lage ist, in die Zukunft zu sehen. Ein junger Ordensbruder und ein Bauer haben sich zu ihm gesellt. Der junge Mönch ist sehr diszipliniert. Schon von Kindesbeinen an hat er sich für das spirituelle Leben interessiert.

Er begann schon früh mit seiner Meditationspraxis. Und er wusste schon sehr bald, was er wirklich in diesem Leben will. Sein einziges Ziel besteht darin, das Leben zu überwinden. Sein größter Wunsch ist es, endgültig ins Nirwana einzugehen. Er fragt den alten Zenmeister: »Meister, ich meditiere nun seit über 40 Jahren. Ich habe alle buddhistischen Schulen studiert. Eine sehr lange Zeit habe ich sogar einsam in einer Höhle verbracht. Ich kann mit Sicherheit sagen: Mein einziges Ziel ist es, dieses Leben zu überwinden. Ich habe keinerlei Interesse an materiellen Dingen. Meine einzige Liebe gilt Buddha. Bitte sagt mir: Wie viele Leben habe ich noch vor mir?“

Der hellsichtige Meister schließt die Augen. Nach einer Weile brummelt er leise vor sich hin. Ich sehe einen Baum. Es ist ein Eukalyptus. Ich kann nur drei Blätter in der Krone erkennen. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Du nur noch drei Leben vor Dir hast. Ich beglückwünsche Dich. Deine Suche und Deine Disziplin sind von Erfolg gekrönt. Nur noch drei Leben, dann hast Du es geschafft.“
Der fleißige Mönch jedoch ist vollkommen frustriert. „Wie bitte? Ich habe mich so bemüht. Jeden Tag habe ich hart an meiner Weiterentwicklung gearbeitet. Ich habe alles getan, um die Materie zu überwinden. Ich kenne nur dieses einzige Ziel. Und jetzt habe ich immer noch drei Leben vor mir!?«
Der weise Meister zuckt die Schultern: „Es ist, wie es ist.“

Der Bauer hat derweil das Gespräch schweigend mit verfolgt. Der Hellsichtige wendet sich an ihn. „Und Du? Wie sieht es mit Dir aus? Möchtest Du auch wissen, wieviele Leben Du noch vor Dir hast?« »Gerne,« erwidert der Bauer. Der hellsichtige Mönch schließt erneut die Augen. Nach einer Weile murmelt er: »Ich sehe wieder einen Baum. Er hat einige 1000 Blätter in seiner Krone. Das bedeutet, Du hast noch einige 1000 Leben vor Dir.“ Im Gegensatz zum fleißigen Mönch ist der Bauer hocherfreut. Er wirft die Arme in die Luft, lacht und ruft laut: »Ich finde es prima! Da gibt es noch so viel zu erleben und so viel zu entdecken! Ich freue mich! Danke Dir weiser Mann!“
In diesem Moment flammt ein Licht auf. Der Geist des Bauern hat den Körper verlassen und ist augenblicklich ins Nirwana eingegangen.
Der junge Mönch, der dies aufmerksam beobachtet hat, ist nun völlig verstört. „Wie kann das sein?« ruft er aus. „Dieser einfache Mann hat nichts für seine Erleuchtung getan. Wahrscheinlich hat er noch nie in seinem Leben meditiert. Ja, er hat nicht einmal das Ziel gehabt, ins Nirwana einzugehen. Er hat nichts dafür getan. Wie kann es sein, dass er nun das Leben überwunden hat, während ich noch ganze drei Leben vor mir habe?“

Kennst Du die Antwort?

Spiritualität im Alltag: Das Geheimnis

Der hellsichtige Mönch schaut seinem jungen Kollegen tief in die Augen. „Dieser einfache Mann ist sich wahrscheinlich gar nicht bewusst darüber, was er richtig gemacht hat. Im Gegensatz zu Dir, hat er das Leben voll und ganz angenommen. Das große Geheimnis liegt in der vollkommenen Akzeptanz. Du hast Dich schon früh entschieden, dem Leben mit Ablehnung gegenüber zu treten. Je mehr Du Dich bemüht hast, die Materie zu überwinden, desto stärker wurde sie. Dass Du überhaupt nur noch drei Leben vor Dir hast, kannst Du den Momenten verdanken, in denen Du Dich tatsächlich in völliger Widerstandslosigkeit befunden hast. Das war in den Zeiten tiefer Meditation der Fall. Leider hast Du ein Großteil dieser positiven Wirkungen wieder aufgehoben, weil Du mit falscher Motivation meditiertest. Du wandtest Dich gegen das Leben. Du hast das Leben verurteilt. Dieser einfache Mann jedoch hat es von ganzem Herzen angenommen. Es gibt für ihn nichts mehr zu lernen.“

Wie kann Dir diese Lehrgeschichte helfen, Deine Spiritualität in Deinen Alltag zu integrieren? Das gibt es zum Beispiel die immer wiederholte Aufforderung, in die Stille zu gehen. Eine zentrale Praktik, die Du auf verschiedenen Wegen erreichen kannst.

Die Stille im Geist ist die größte Kraftquelle im Leben, die Dir zur Verfügung steht.

Weitere Informationen, um die Stille in Dir zu entdecken und zu halten findest Du in den kostenlosen Lehrbriefen. Jetzt anmelden, kurz im Postfach bestätigen und weiterlesen (garantiert kein Spam!)

Aus der geistigen Stille resultiert Deine gesamte Kreativität. Nur in tiefer Stille wirst Du am Ende tiefgreifende Transformationen erfahren können.
Die tiefe geistige Stille ist das wichtigste Element eines jeden spirituellen Weges. Deshalb möchte ich mich im Weiteren darauf beschränken.

Weitere Techniken, trotz äußerer Störeinflüsse, in innere Stille einzutauchen, erlernst Du übrigens während des mehrtägigen TAO-Life Balance Seminars, welches Dir nicht nur eine intensive Auszeit von Deinem Alltag schenkt, sondern Transformation auf ein völlig neues Niveau erhebt.

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Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, welches das Licht deines Geistes entflammt

Du hast es schon auf verschiedenste Art und Weise versucht, in tiefe Gedankenleere einzutauchen. Dabei wird Dir nicht entgangen sein, dass die Gedanken in Deinem Kopf umso wilder gewütet haben, je mehr Du Dich bemühtest. Je mehr Du Dich angestrengt hast, desto zweifelhafter war das Ergebnis.
Wahrscheinlich kennst Du auch die Erfahrung, dass der Alltag umso schlimmer erscheint, je tiefer Deine vorherige Meditation war. Oder Du kommst von einem tollen Lichtseminar zurück, voller Elan, Deine Spiritualität jetzt im Alltag zu integrieren und die Welt scheint über Dir zusammen zu brechen.
Es scheint wie verhext zu sein: Je mehr Du Dich bemühst, desto mehr Frust erlebst Du am Ende.
Die meisten Tipps und Tricks bringen Dich als Normalo nicht wirklich weiter. Weder hast Du einen eigenen Meditationsraum, noch täglich 2 – 3 Stunden Zeit und Aldi Nord liefert schon seit Wochen keine frischen Räucherstäbchen mehr aus.

Wie kommen wir da weiter? Es muss doch irgendwie möglich sein, Spiritualität in den Alltag zu integrieren und davon zu profitieren. Für mehr Frieden, mehr Liebe und intensive Transformation.

Dafür ist es übrigens überhaupt nicht notwendig, täglich zu meditieren. Es ist nützlich, ja, aber nicht zwangsläufig notwendig.

Nur ein Gedanke bis zur Erleuchtung

Um es wirklich zu verstehen, muss ich an dieser Stelle den Bogen ein wenig weiter spannen. Je umfassender Dein Weltbild ist, desto leichter wird es Dir anschließend fallen, transformative Stille in Deinem spirituellen Alltag wirklich umzusetzen.

Glücklich lächelnde Frau in Gebetshaltung

Die meisten geistig Suchenden sind davon überzeugt, dass sie sich sehr bemühen müssen, um einen Zustand zu erreichen, von dem sie sich anscheinend weit entfernt haben. Ohne es genau definieren zu können, schwebt Ihnen ein Idealbild vom ewig lächelnden und in sich ruhenden Meister/ Meisterin vor. Sie lassen sich von nichts mehr aus der Ruhe bringen, kennen keine Angst mehr und sollten Sie tatsächlich einmal traurig sein, werden Sie es einfach mit Gelassenheit Durchleben.

Doch die Annahme, ganz viel dafür tun zu müssen um einem diesen Idealzustand zu erreichen ist ein großer Irrtum.

Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben lang noch nicht ein einziges Räucherstäbchen angezündet, geschweige denn meditiert haben und die trotzdem eine vorbildliche und oft höchst spirituelle Lebensweise verfolgen. Es gibt da nämlich ein Werkzeug, das Du immer dabei hast. Du kannst es jederzeit, an jedem Ort und in allen nur erdenklichen Situationen anwenden. Es kostet Dich – nichts. Du nutzt es bereits jetzt. Leider hat Dir nur nie jemand erklärt, wie Du dieses Werkzeug wirklich effektiv einsetzt.

Wenn Du wissen möchtest, wie Du noch in dieser Minute von purem Stress auf ein wirklich spirituelles Leben umschalten kannst, solltest Du wirklich bis zu Ende lesen. Tatsächlich trennt Dich nur ein einziger Gedanke von Deinem Ziel. Um diesen zu verstehen, solltest Du Dir vorher eine Frage beantworten:

Wer bist Du?

Sicher wird Dir die Antwort auf diese Frage nicht schwerfallen. Du weißt, dass Du ein göttliches Wesen bist. Wenn das in Deine religiösen Begriffe nicht hinein passt, passe Dir die notwendigen Begrifflichkeiten einfach nach eigenem Geschmack an. Ein göttliches Wesen zu sein bedeutet, dass es keinerlei Trennung zwischen Dir und der göttlichen Ebene gibt. Es hat sie niemals gegeben. Das Leben ist eine Illusion. Das bedeutet nichts anderes als: Du bist reiner Geist. Es gibt nichts zu erleuchten. Du bist erleuchtet – warst es schon immer. Erleuchtung, Frieden, Liebe sind Dein natürlicher Zustand. Dein einziges Problem ist, dass Du das vergessen hast.

Je nach spiritueller Praxis, der Du folgst, unternimmst Du beträchtliche Anstrengungen, um wieder das zu werden, was Du eigentlich schon bist. Was für ein Wahnsinn. Mit jeder Anstrengung, die Du unternimmst, sagst Du Deinem Unterbewusstsein, dass Du nicht heilig bist. Hast Du das Bedürfnis, Dich noch mehr anzustrengen, bedeutet das nicht mehr und nicht weniger, als dass Du Dich sehr weit von Deiner Heiligkeit entfernt fühlst.

Du glaubst, Dich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten zu müssen, eine bestimmte Praxis verfolgen zu müssen, um heilig zu sein. Und es gelingt Dir immer dann, wenn Du es tatsächlich einmal schaffst, Dich in tiefe Meditation zu versenken, was allerdings in Deinem Alltag, wie wir ja genug beleuchtet haben, oft unmöglich erscheint.

Stille – einmal anders

Die Aussage „in die Stille gehen“, kann auch ganz anders interpretiert werden. Dass Du die Dinge akzeptieren sollst, wie sie sind, hast Du schon oft genug gehört. Du bemühst Dich und stellst doch immer wieder fest, dass es Dir einfach nicht gelingen will. Die meisten Suchenden vergessen sich selbst bei dieser Praxis völlig. Zu akzeptieren, was ist, bedeutet auch, Dich selbst voll und ganz anzunehmen.
Lass uns ein wenig Klartext reden. Du hattest Dir fest vorgenommen, den heutigen Tag um 5:00 Uhr morgens zu beginnen und eine schöne intensive Meditation oder Yogastunde durchzuführen. Mal wieder hast Du allerdings vergessen, den Wecker zu stellen. Mal wieder verschlafen! Du bist frustriert. Und Du verfällst in Selbstanklage.
Ein einfacher Weg, um diesen falschen Pfad zu verlassen, ist folgender: Stell Dir vor, Jesus (Buddha, Mutter Theresa oder an wen auch immer Du glaubst), stehen neben Dir. Würde einer von ihnen den Finger erheben, Dir einen bösen Blick zuwerfen um Dir deutlich zu machen, dass Dein Verhalten nicht in Ordnung war? Sicher nicht. Schau, was vor Deinem inneren Auge passiert. Wahrscheinlich wirst Du Bilder sehen, im Sinne von: Da ist dieses gütige Lächeln. Er/ Sie nimmt mich an, genau so, wie ich bin. Da ist nicht das geringste Urteil. Ja, ich habe verschlafen. Es ist in Ordnung. »Ich liebe Dich, mit und ohne Ringe unter den Augen.“

Und jetzt für Dich zu Übung:

Soeben kommst Du aus einer tiefen Meditation heraus. Über eine Stunde lang hast Du in seligem Lächeln gesessen. Die Räucherstäbchen sind lange verglimmt, dein Mann frustriert alleine eingeschlafen und die Kinder haben in ihrer Verzweiflung sogar die Küche alleine aufgeräumt. Die ganze Zeit konntest Du das heilige Licht deutlich vor Deinem inneren Auge sehen. Jede Zelle Deines Körpers war von tiefem Frieden erfüllt. So muss sich Erleuchtung anfühlen. Da waren überhaupt keine Gedanken mehr. Stille pur. Kaum hast Du die Augen geöffnet, kommen Deine schreienden Kinder in die Wohnstube. »Der hat mir was weggenommen!« »Nein, das stimmt nicht. Sie war es!« Die beiden hacken ordentlich aufeinander herum. In dem Moment merkst Du, wie Dir einfach nur noch der Kragen platzt. „Nun gebt endlich Ruhe! Ich habe die Nase gestrichen voll! Das nimmt einfach kein Ende mit euch! Ich kann nicht mehr! Und ich will nicht mehr! Lasst mich doch einfach in Ruhe!«

Du sehnst Dich zurück nach Deiner tiefen Erfahrung und weißt einmal mehr: Spiritualität im Alltag funktioniert eben doch nicht.

Aber ich sage Dir: Deine spirituelle Übung ist noch nicht vorbei. Eigentlich hat sie gerade erst angefangen. Nein, nicht, was Du meinst. Ich wollte damit nicht sagen, dass Du gleich wieder die Augen schließen und eine weitere Stunde meditieren sollst. Alles worum es jetzt geht, ist, die Situation und vor allem Dich selbst liebevoll anzunehmen. Akzeptiere, dass Du wütend bist. Akzeptiere, dass Du nicht die perfekte Mutter bist, von der Du immer geträumt hast. Nimm es an, dass Deine beiden Gören sich auch morgen, übermorgen und wohl auch noch für den Rest ihres Lebens immer wieder streiten werden. Gehe jetzt in die Stille. Ich meine immer noch nicht, dass Du meditieren sollst.

In die Stille zu gehen bedeutet in diesem Fall nichts anderes, als aufzuhören, Dir selbst die Hölle heiß zu machen. »Sei still« bedeutet in diesem Fall nichts anderes, als Deine ständigen Bewertungen und Deine Selbstvorwürfe sein zu lassen.

Diese faszinierende Stille-Praxis benötigt keine extra Zeit.

Sie benötigt keine Räucherstäbchen, keine Seminare, keine heiligen Bücher und es ist auch nicht notwendig, Dich von einem Partner, der einfach nicht mitziehen will, zu trennen. Hast Du mal überlegt, ob er in seiner Gelassenheit nicht schon viel weiter ist, als Du!?

»Sei still und wisse ich bin Gott«, Worte, die Du in schwierigen Situationen zu Dir selbst sprechen kannst. »Sei still – keine weiteren Verurteilungen«. »Wisse, ich bin Gott«. Ich bin das göttliche Wesen, das sich gerade entschieden hat, die Erfahrung von Wut, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Mutlosigkeit, Verzweiflung, Depression oder was auch immer zu machen. Und es darf sein. Es ist in Ordnung.

Erleuchtung bedeutet nichts anderes, als anzunehmen, was ist – vor allem Dich selbst!

Du bist schon da! Das ist alles, woran es zu denken gilt.

Spiritualität im Alltag zu leben bedeutet nichts anderes, als Deinen Alltag voll und ganz als spirituell zu akzeptieren.

Der Gedanke, der Dich weiter bringen kann, als jede noch so intensive Meditation lautet: Ich bin einverstanden.

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Frieden finden – Lösungen schaffen

Lektion 33 * Ein Kurs in Wundern

 

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Im Wesentlichen haben wir Menschen zwei große Ziele im Leben. Wir wünschen uns, dass es uns gut geht. Wir sehnen uns nach Frieden. Wir erhoffen dies, indem wir Lösungen finden für die Dinge, die uns quälen. Und es gibt wahrhaftig mehr als genug Quälpotenzial.

Vielleicht stehst Du am frühen Morgen auf und denkst als erstes an den Elternteil, dessen Gesundheit Dir schon so lange Sorgen macht. Irgendwie hast Du das Gefühl, Du musst Dich kümmern. Doch Du weißt überhaupt nicht, wie Du das neben der eigenen Familie, dem Haushalt, dem Job und Deinen Eheproblemen überhaupt noch bewältigen sollst. Wie kannst Du in Frieden kommen, wenn Dein Herz voller Sorgen ist?

Kaum hast Du das Badezimmer betreten, denkst Du daran, wie dringend Du doch eine Putzhilfe brauchen könntest. Überall liegen Sachen herum. Du wünschst Dir sehnlichst Unterstützung. Aber das Haushaltsbudget gibt es einfach nicht her. Bist Du beim Thema Geld angelangt, schlagen Deine Gedanken Purzelbäume. Nicht nur, dass Du Dir keine Putzfrau leisten kannst. 
Der Wagen muss auch dringend in die Werkstatt. Du weißt genau, dass es nicht besser wird, wenn Du noch länger wartest. Die Kinder gehen demnächst auf Klassenfahrt, die Spülmaschine ist kaputt und der Wäschetrockner macht auch schon seltsame Geräusche. Auf dem Weg zur Arbeit ärgerst Du Dich über die verrückten Radfahrer, die einem ständig die Vorfahrt nehmen und die sich im Winter so dunkel kleiden, dass Du sie kaum erkennen kannst. Du denkst Dir, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Du einen von ihnen auf die Schippe nimmst. 

Auf der Arbeit angekommen betest Du, dass Deine Kollegin endlich wieder gesund ist. Nicht, dass Du sie so gerne magst. Eigentlich kannst Du gar nichts mit ihr anfangen. Sie hat einen furchtbaren Mundgeruch, redet zuviel und häufig auch nichts Gutes über andere. Da kannst Du Dir ausmalen, wie sie hinter Deinem Rücken herzieht. Aber wenn sie nicht endlich wieder mit an Bord ist, wirst Du ihre Arbeit mit übernehmen müssen. 

Du fühlst Dich schon seit längerem ausgebrannt und machst Dir ernsthafte Gedanken über Deinen gesundheitlichen Zustand. Als Du am Spiegel vorbei gehst, erinnert der Dich auch noch an Dein Übergewicht, das Du einfach nicht in den Griff bekommst. Aus lauter Frust, nimmst Du Dir erst einmal ein Stück Schokolade, welches Dir netterweise angeboten wird – von der Kollegin mit dem unangenehmen Mundgeruch…

Ich denke, ich brauche nicht weiter zu machen. Jeder hat da so seine eigenen Themen, mit denen er täglich zu kämpfen hat.

Zwar gibt es immer wieder Phasen kurzen Friedens, aber die Probleme scheinen einfach nicht weniger zu werden. Tatsächlich nehmen sie eigentlich immer nur noch zu. Ständig bist Du damit beschäftigt, Lösungen zu finden. Doch außer mehr oder weniger faulen Kompromissen kommt nicht wirklich viel dabei heraus. 

Immer wieder denkst Du Dir: »Wenn ich das Thema gelöst hätte, dann würde es mir besser gehen«. Doch Du weißt genau, dass dieses Thema lediglich von einem anderen abgelöst werden wird – sollte sich es überhaupt einmal lösen.

Nach einigen Jahrzehnten auf diesem Planeten solltest Du eigentlich wissen, dass das so nicht funktioniert.

Ein »Kurs in Wundern« ist nicht nur irgendein abgehobenes, christlich-spirituelles Werk. Er bringt uns tatsächliche Lebenshilfe. Und es ist kein Zufall, dass der Kurs in Wundern eben »Ein Kurs in Wundern« heißt. Wenn Du die dort dargebotenen Lektionen tatsächlich anwendest, kannst du es zu manch einem Wunder in Deinem Leben bringen.

Kleiner Einschub: Wenn Du schon einmal im Kurs herumgeblättert hast und zu dem Schluss gekommen bist, dass das dort Niedergelegte nicht wirklich hilft, Du es nicht verstehst, oder die ganzen Aussagen nichts mit Deinem Alltag zu tun haben, dann lies bitte bis ans Ende dieses Artikels. Ich werde Dir noch einige sehr wertvolle Tipps dazu geben.

Wenn Du die Lektionen aus »Ein Kurs in Wundern« richtig anwendest, wirst Du folgendes erleben: Probleme werden wie von Zauberhand gelöst oder Du weißt auf einmal genau, was zu tun ist, um eine Lösung herbeizuführen. Dabei ist das faszinierende, dass diese Lösung immer sehr leicht sein wird.


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Ein Fallbeispiel:

Anne und Frank streiten sich. Sie sind sich schon gar nicht mehr so richtig sicher, was der Auslöser ihrer Konfrontation ist. Doch mit jedem Satz, der ausgesprochen wird, verhärten sich die Fronten immer noch mehr. 

Während Frank schon längere Zeit mit »Ein Kurs in Wundern« arbeitet, hat Anne schon häufiger gute Erfahrungen damit gemacht, in schwierigen Situationen zu beten, ohne, dass sie mit dem Kurs arbeitet. 

Als sie sich gegenüber sitzen, scheint jeder Weg in Richtung Lösung des

Konflikts völlig aussichtslos. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt. Jeder ist davon überzeugt, im Recht zu sein. 

Als Frank klar wird, dass sie so nicht zu einer Lösung kommen werden, erinnert er sich an

Lektion 33 aus dem »Kurs in Wundern«.

Sie lautet:

»Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten.«

Er hat mittlerweile genügend Erfahrungen mit dem Kurs gesammelt, um zu wissen, dass sein Ego ihn nicht aus der verfahrenen Situation heraus holen wird. Am heutigen Morgen hat der sich Lektion 33 vorgenommen: »Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten.« Er hat keine Ahnung, wie er zur Lösung seines Konflikts mit Anne beitragen kann. Er ist vollkommen überzeugt, im Recht zu sein – genau, wie Anne auch.

Im Geist wiederholt er immer wieder den Gedanken: »Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten«. Schon nach kurzer Zeit bemerkt er, dass Ruhe in seinen Geist einkehrt. 

Zwar weiß er noch nicht so richtig, wie es weitergeht, aber er hat bereits einen Fuß in der Tür zum Frieden. Wenn es eine andere Art gibt, die Dinge zu sehen, dann ist es jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bis ihm Hilfe zuteil werden wird. Diese Erfahrung durfte er schon häufiger machen, seitdem er den »Kurs in Wundern« zu seiner täglichen Pflichtlektüre erkoren hat.

Es gibt immer eine Lösung

Übrigens musst Du weder den Kurs lesen, noch in irgendeiner Form gläubig sein, um von diesen Wahrheiten zu profitieren.

Wenn Du an irgendeiner Stelle in Deinem Leben nicht weiterkommst, dann bedeutet das eigentlich nichts anderes, als dass Deine Sichtweise sich festgefahren hat. Anders ausgedrückt: Es gibt immer und für jedes Problem eine Lösung. Weil Du mitten drin steckst, siehst Du nur gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Du kannst aber Dein Unterbewusstsein sanft darauf vorbereiten, eine Lösung zu finden. Eine Radikalkur wäre nicht sinnvoll. Wenn Du Dir sagst: »Ich habe wahrscheinlich Unrecht und der andere liegt richtig«, wird sich wahrscheinlich alles in Dir sträuben. Doch wenn Du Dir einfach nur bewusst machst, dass es mit Sicherheit eine andere Art gibt, die Welt/ das Problem/ das Thema zu betrachten, Du sie lediglich noch nicht gefunden hast, braucht Dein Ego nicht im Widerstand zu gehen.

Übrigens ist mit der anderen Betrachtungsweise nicht einfach nur gemeint, dass Du von allem und jedem nur irgendwie eine positive Seite siehst. Das wäre ein wenig zu einfach und oberflächlich.

Vielleicht kann uns Einstein bei der Lösung ein wenig helfen. Er sagte einmal: »Probleme werden nie auf der Ebene gelöst, auf der sie entstanden sind.« Das bedeutet, dass, egal, um welche Herausforderung es sich handelt, mit der Du gerade zu tun hast, sich die Lösung niemals auf der gleichen Bewusstseinsebene finden wird. Denn durch Deine Art, die Dinge zu sehen, also Deine Bewusstseinsebene, ist das Problem ja überhaupt erst entstanden. 

Wenn Du also beginnst, die Welt auf eine andere Art zu sehen, hast Du bereits den Schlüssel im Loch zur Tür der Lösung.

Lektion 33 aus »Ein Kurs in Wundern« bereitet Dich also auf ideale Weise auf einen Richtungswechsel vor. Lass uns nun sehen, wie es mit den beiden Streithähnen von oben weiter ging.

Kurz nachdem Frank ein paarmal innerlich den Satz für sich wiederholt hat, bemerkt er den Impuls, sich zu Anne auf die Couch zu setzen und sie zu streicheln. Noch sträubt sich sein Ego dagegen. »Wer weiß, wie sie reagieren wird? Vielleicht will sie das gar nicht!? Können wir so den Konflikt überhaupt lösen?« Er beobachtet sich noch eine Weile, doch der Impuls bleibt. Da er diese Erfahrung schon häufig gemacht hat, weiß er, dass er seiner Intuition vertrauen kann. Er setzt sich, noch ein wenig unsicher, zu Anne auf die Couch und beginnt sie sanft zu streicheln. Es gibt nichts zu sagen. Die Diskussion ist vorbei. Die Liebe ist still. Sie ist einfach da. Schon bald bemerkt Frank, wie seine Frau beginnt, sich zu entspannen. Ein paar Tränen laufen ihr über die Wange. Er küsst sie auf die Stirn.

Die Konfliktenergie ist völlig aufgelöst. 

Am folgenden Tag erzählt Anne ihrem Mann: »Weißt Du, was ich ganz erstaunlich finde? Als Du gestern zu mir auf die Couch gekommen bist, da habe ich kurz vorher gebetet und um Hilfe gebeten. Mir kam dann der Gedanke, dass es schön wäre, wenn Du jetzt zu mir kommen würdest. Und prompt hast Du Dich auch zu mir gesetzt«.

Ein wunderschönes Beispiel dafür, wie sich Gebete nicht nur gegenseitig ergänzen können, sondern auch zu Lösungen führen, die das Ego niemals zulassen würde.

Dir ist aufgefallen, dass ich hier die Lektionen aus dem Kurs auch mit Gebeten gleichgesetzt habe. Das ist auch vollkommen richtig so. Jeder Gedanke, den Du denkst, kommt einem Gebet gleich.

Übung

Wenn Du eine kleine Übung ausprobieren möchtest, um Lektion 33 zu verfestigen, dann lass Deine Augen einmal durch den Raum schweifen. Sieh Dir kurz die unterschiedlichsten Gegenstände an. Dabei wirst Du bemerken, dass Du jedes einzelne Ding bewertest. »Auf der Kommode liegt Staub«, »das Zimmer ist vollkommen unordentlich«, »die Blumen sind wunderschön«, »das alte Geschirr gefällt mir schon lange nicht mehr«, und so fort.

Genau diese Bewertungen sind es, die uns blockieren. »Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten«. Diese andere Art hebt Blockierungen auf. Sind die Blockierungen verschwunden, fließt die Energie wieder völlig frei. Es ist wirklich erstaunlich, was dann passiert.

Für diese Lektion soll es genügen, das Unterbewusstsein erst einmal ein wenig zu öffnen. Nimm Dir ein paar Tage Zeit, dich in dieser Lektion 33 wirklich zu üben. Wann immer Dir etwas nicht gefällt, sage Dir: »Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten«. 

Als ich selbst mit dieser Kurslektion beschäftigt war, fragte ich mich ständig: »Ja, aber was für eine Art denn? Wie bitte soll ich sie anders betrachten?« Auch wenn die Lektion 34 darauf eine etwas erweiterte Antwort gibt, ist es doch noch nicht ganz vollständig. Trotzdem reicht es tatsächlich aus, Dir immer wieder zu sagen: »Es gib eine andere Art, dieses Chaos zu betrachten«, »es gibt eine andere Art, meine Kollegin zu sehen«, es gibt eine andere Art, auf das Weltklima zu schauen«, gib Deinem Unterbewusstsein Zeit. Es muss sich erst an die neue Betrachtungsweise gewöhnen. 

Wenn Du diesen einfachen Satz kontinuierlich anwendest, wirst Du bemerken, dass Du nicht nur mehr Frieden erfährst, sondern sich die Dinge innerlich wie äußerlich verändern.


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Lebst Du schon, oder bist Du nur zufrieden?

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Lachener schwarzer Mann

Raus aus dem Ärger – 12 Techniken für inneren Frieden

12 Techniken, um sofort aus deinem Ärger auszusteigen

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Vielleicht gehörst du zu den Menschen, für die das Thema Ärger/Wut nicht besonders relevant ist. Dann zählst du zu den wahrhaft glücklichen Menschen, denen mit großer Wahrscheinlichkeit Glück, Erfolg, Gesundheit und ein langes Leben beschert sein wird. Wenn du dir mehr Glück, Erfolg oder Gesundheit wünschst, findest du hier 12 verschiedene Techniken, die dir helfen, deinen Ärger – über was auch immer – augenblicklich zu beenden.

Häufiger Ärger kann und wird dein Leben extrem negativ beeinflussen und kann sogar deine Gesundheit zerstören.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die sich angeblich niemals ärgern oder gar wütend sind, kann es sein, dass du entweder heilig, oder dir deiner wahren Gefühle nicht wirklich bewusst bist. Bist du schon einmal einem Menschen begegnet, der ständig lächelt und fast immer gut gelaunt zu sein scheint und bei dem du dennoch das Gefühl hast, dass es sich irgendwie nicht richtig anfühlt?

Vielleicht kennst du auch Paare, die sich noch nie gestritten haben und sich dennoch, für den Rest der Welt völlig überraschend, plötzlich trennten.

Ich habe schon mit Klienten gearbeitet, die ständig schwierige Situationen in ihrem Leben erfuhren, und dabei einfach nicht in der Lage waren, so etwas wie eine gesunde Wut zu empfinden.

Gerade spirituell orientierte Menschen, und Menschen die ernsthaft an sich arbeiten, neigen dazu, negative Gefühle, wie zum Beispiel Ärger oder Wut zu vermeiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Tatsächlich gehören Ärger/Wut zu den destruktivsten Gefühlen, derer ein Mensch überhaupt fähig ist. Allerdings kann eine gesunde Wut – und vor allem der richtige Umgang damit, aus bestehender Lethargie heraus führen und auch mal als reinigendes Gewitter neue Klarheit schaffen. Umso wichtiger ist es, einen vorteilhaften Umgang damit zu finden.

Wenn du jedoch gelernt hast, Wut, Ärger, Zorn, Groll und ähnliche Emotionen schlichtweg zu unterdrücken, wird diese Energie sich nach innen richten. Früher oder später kommt es dann zu Depression, oder zu Krankheiten, die du dir nicht erklären kannst.


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In folgendem Text erfährst du:

  • woher dein Ärger stammt,
  • wie du konstruktiv mit deinem Ärger/ Wut umgehen kannst,
  • welche negative Auswirkungen Wut/Äger in deinem Leben haben und
  • wie du in Zukunft vermeiden kannst, in Situationen zu kommen, die deine Wut erneut anfachen.

 

Google bringt es ans Licht

Bei der Beschäftigung mit diesem Thema fällt auf, dass viele Menschen sich ihrer eigenen Wut, oder ihres eigenen Ärgers überhaupt nicht bewusst sind. Nimmt man sich einmal die Google Statistik zu Hilfe, so erfährt man, dass der Begriff „Depression“ um ein Vielfaches häufiger gesucht wird (100.000 – 1 Mio mal), als der Begriff Ärger/Wut, geschweige denn „Umgang mit Ärger/Wut“.

Frau hinter einem Mann

Ärger ist IMMER selbst gemacht

Viele Menschen leiden also an den Symptomen ihres Ärgers, ohne sich über ihren Ursprung im Klaren zu sein.

Googelt man „Umgang mit Ärger“, so stellt man fest, dass monatlich etwa 10 -100 Menschen im Internet nach einer Lösung für dieses Problem suchen. Angemessen der Tatsache, dass häufiger Ärger die meisten Menschen regelmäßig befällt, ein nicht sehr erquickliches Ergebnis. Zum gleichen Zeitpunkt suchen etwa 100-1000 Interessenten nach einer Lösung für den Umgang mit schwierigen Menschen. Das bedeutet: Zehnmal soviel! Wenn wir uns ärgern, sind wir eigentlich immer davon überzeugt, dass die Ursache für unseren Ärger irgendwo da draußen liegt. Sicher gibt es kaum jemanden, der das nicht mit einem deutlichen Kopfnicken bestätigen wird.

Die Persönlichkeitsentwicklungsbelesenen werden an dieser Stelle vielleicht sagen, dass dem nicht so ist. „Die Quelle des Ärgers ist immer in mir“. Dann drehen sie sich um und regen sich darüber auf, dass ihnen gerade jemand das letzte Stück Kuchen vom Teller genommen hat.

Wer ist eigentlich Schuld an unserem Ärger?

Wenn wir uns ärgern, bedeutet das automatisch, dass wir uns im Recht fühlen. Und genau dieser Umstand sorgt dafür, dass wir jegliche Eigenverantwortung aufgeben. Der andere ist daran schuld, dass wir uns ärgern.

An dieser Stelle tritt ein weiteres, interessantes Phänomen zu Tage. In Zeiten, in denen die Bücherregale der Bibliotheken vor Selbsthilfeliteratur nur so überquellen, ist es verpönt, den Begriff „Schuld“ in den Mund zu nehmen.

Man sagt heute nicht mehr: „Du bist schuld“. Heute heißt es: „Du machst, dass ich mich schlecht fühle«. Das ist in etwa vergleichbar damit, dass eine Putzfrau heute nicht mehr Putzfrau, sondern Raumpflegerin genannt wird. Ein vornehmerer Begriff, für exakt die gleiche Tätigkeit.

Doch wenn wir bereit sind, einmal genau hinzusehen, dann werden wir feststellen, dass die Begriffe „Schuld“ und „du machst, dass ich mich ärgerlich fühle“ in diesem Zusammenhang vollkommen gleichbedeutend sind.

Um etwas anderes handelt es sich, wenn wir uns selbst schuldig fühlen. Das macht keinen wirklichen Sinn, weil es am Ende niemanden hilft. Hier ist es tatsächlich besser, den Begriff Verantwortung zu benutzen. Doch das ist ein anderes Thema, um das es an dieser Stelle nicht geht.

 

Worüber hast du dich zuletzt geärgert?

  • vielleicht haben deine Kinder mal wieder ihr Zimmer nicht aufgeräumt
  • dein Mann ist zu spät zum Essen gekommen (mal wieder)
  • deine Freundin hat sich schon ewig nicht mehr gemeldet
  • jemand hat eine Beule in deinem Auto verursacht
  • dein Partner ist der Meinung, dass du eine bestimmte Angelegenheit anders regeln solltest
  • dein Chef behandelt dich, wie so oft, von oben herab
  • es regnet schon wieder
  • dein Nachbar hält die Nachtruhe nicht ein
  • der Vater deiner Kinder zahlt zu wenig Unterhalt
  • du kannst mit deiner Mutter einfach nicht vernünftig reden

Sicher fallen dir noch andere Möglichkeiten ein. Natürlich nur, wenn du wirklich ehrlich zu dir bist. Solltest du zu den Menschen gehören, die sich nach eigener Aussage selten bis gar nicht ärgern, dann…

  • hattest du vermutlich eine sensationell tolle Kindheit
  • meditierst du bereits seit mindestens zehn Jahren 3 Stunden täglich
  • bist du potentiell heilig, oder
  • gestehst dir deinen Ärger womöglich einfach nicht ein
  • ist es nicht ausgeschlossen, dass du tatsächlich zu jenen begnadeten Menschen gehörst, die wenig mit diesem Thema zu tun haben. Dann allerdings frage ich mich, warum du diesen Artikel bis hierher gelesen hast.

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Vielleicht hast du bis hierher gelesen, weil du dich selbst zwar selten ärgerst, aber häufig erlebst, dass Menschen sich in deinem Umfeld ärgern. Auch in diesem Fall ist die Energie von Ärger in deinem Leben und ich empfehle dir, unbedingt, dranzubleiben.

Frau mit Dampf aus den Ohren

Zorn hat die Zerstörungskraft eines Hurricanes

Folgen von Ärger, die du nicht wirklich haben möchtest

 

Im Wesentlichen gibt es zwei Faktoren, die das Thema Ärger so brisant machen. Je häufiger du dich ärgerst, desto größer ist die Gefahr, dass dich dieser emotionale Zustand einmal in ernsthafte gesundheitliche Bedrängnis bringt.

Wir alle kennen die Geschichte vom wütenden Manager, der sich derart über eine geschäftliche Fehlentscheidung ärgert, dass er schließlich, vom Herzinfarkt getroffen, in sich zusammensackt. Das ist natürlich eine dramatische und drastische Auswirkung.

Wir alle kennen auch Geschichten, oder sogar persönlich Menschen, die mit zunehmendem Alter immer verbitterter, zorniger, oder zynischer werden. Krankheit ist deren ständiger Begleiter. Es ist mittlerweile wissenschaftlich eindeutig erwiesen, dass zu häufiger Ärger das Leben um Jahre verkürzen kann.

Es gibt noch einen zweiten ganz wesentlichen Aspekt, bei dem du sicherlich bestätigend nicken wirst, der dir aber im täglichen Leben nicht unbedingt im Bewusstsein ist. Sicherlich hast du dich schon einmal mit dem Gesetz der Anziehung auseinandergesetzt. Dieses Gesetz wird gerne zitiert, wenn es um das Thema Manifestation geht. Wenn es darum geht, dass du dir ein schönes, neues, großes und modernes Auto kreierst, dann gibt es hunderte von Anleitungen, die genau beschreiben, wie du dir vorstellen sollst, dass du bereits in diesem neuen Auto sitzt. Durch die Erzeugung der entsprechenden Gefühle sollst du genau die Energie kreieren, die am Ende das neue Auto in dein Leben zieht.

Doch das ist leider nur ein Teil der Wahrheit. Dieses Thema wird ausführlich im TAO-Life Balance Seminar erläutert.

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In meinen Telefoncoachings erhalte ich immer wieder die Frage: „Warum passiert mir das?“ Gerne wird dann irgendwo in der Kindheit herumgekramt. „Weil meine Eltern mich nie richtig geliebt haben …“, ist dabei eine allseits beliebte Antwort.

Das mag zwar durchaus stimmen, doch hilft es dir in deiner aktuellen Situation nicht wirklich weiter. Vielleicht haben deine Eltern dich tatsächlich nicht sonderlich geliebt. In diesem Fall ist es eine Tatsache, die du nicht mehr wirklich ändern kannst. Es ist also müßig, sich weiter damit zu beschäftigen. Was du brauchst, ist eine Lösung. Hier und Jetzt. Eine Lösung, die

  • dich aus deiner finanziellen Klemme heraus holt,
  • dir hilft, deine Gesundheit wieder herzustellen,
    Herz aus Gänseblumen

    Die Liebe lauert gleich hinter dem Groll

  • wieder Harmonie in deine kaputte Beziehung bringt

Wenn du in deinem Leben in Zukunft mehr positive Dinge erleben möchtest, so ist es wichtig, ab sofort eine neue Energie zu kreieren. Die Aussage: »Ich kann nicht richtig lieben, weil ich das nie wirklich gelernt habe“, können wir dabei leider nicht gelten lassen. Es gibt unzählige Menschen, die in ihrer Kindheit zu wenig Liebe erfahren haben und trotzdem auf einmal feststellten, dass sie ihre Kinder, ihre Haustiere oder einen anderen Menschen tatsächlich abgöttische Liebe entgegenbringen.

Jedes Mal, wenn du dich über irgendetwas in deinem Leben ärgerst, kreierst negative Energie. Diese Energie wird weitere Situationen in dein Leben ziehen, die erneut Ärger erzeugen.

Wenn du dich also wunderst, warum dir bestimmte Dinge im Leben immer wieder widerfahren, frage dich, wann du eine entsprechende Energie produziert hast, und wie du diese möglichst schnell eliminieren kannst. Die Antwort auf diese Fragen findest du im folgenden Text.


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Ärger produziert neuen Ärger

Das fatale an der ganzen Situation ist, dass es sich dabei wahrlich um einen Teufelskreis handelt. Du ärgerst dich und erzeugst dadurch eine Situation, die erneuten Ärger hervorbringt. Also erzürnst du dich erneut und quälst dich damit, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass du dich schon einmal auf die Palme hast bringen lassen. Die emotionale Energie beginnt sich zu potenzieren. Auf diese Art und Weise wirst du zunehmend Situationen in dein Leben ziehen, die dein Ärgerpotenzial immer noch weiter steigern.

Wer genau ärgert dich eigentlich?

Kommen wir zu den Gründen, warum Menschen sich überhaupt ärgern.

Schon seit langem planst du mit deinem Liebsten, oder deiner Familie einen Ausflug an den Strand. Du hast in der letzten Zeit viel gearbeitet und benötigst dringend eine Ruhepause. Dir ist bewusst, dass du viel zuviel Zeit in deinem Job verbracht hast und du hast ein schlechtes Gewissen. Dir ist klar, dass das auf Dauer nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Du sehnst dich danach, endlich einmal wieder entspannte Zeit mit deiner Familie zu verbringen.

An einem verlängerten Wochenende ist es dann soweit. Das Auto ist gepackt, sämtliches Equipment für einen erfolgreichen Strandaufenthalt ist erfolgreich verstaut. Du hast dir ein einen Extratag frei genommen und fröhlich startet ihr in Richtung Ostsee. Schon auf dem Weg dorthin stellst du fest, dass die Bewölkung immer weiter zunimmt. Ein Blick auf deine Wetter App zeigt dir, dass es auch in den nächsten drei Tagen (die gesamte Zeit eures Urlaubs) Regen geben wird.

Vorbei der Traum von entspannten Stunden des Badengehens und Sonnenanbetens. Das ist ärgerlich, nicht wahr? Es gibt wohl nur wenige Menschen, die dann sofort umschalten und aus dem geplanten Sonnenbad eine ausgiebige Strandwanderung machen können, ohne dabei ein Gefühl des Ärgers zu empfinden.

Oder, du fährst mit einem neuen Auto, ganz besonders behutsam, aus der Garage heraus. Leider bist du dir noch nicht so richtig über die Größe deines neuen Wagens bewusst, was dazu führt, dass du bei der Ausfahrt das Tor streifst und sich ein hässlicher, langer Kratzer auf dem neuen Lack zeigt. Wer würde sich da nicht ärgern?

*

Du freust dich enorm auf ein paar entspannte Stunden mit deinen Freunden. Leider hat dein Partner/Partnerin seine/ihre Eifersucht nicht im Griff, und mach dir subtile Vorhaltungen. Du erlebst das nicht zum ersten Mal, und merkst, wie deine gute Laune zusehends schwindet.

Gründe für Ärger gibt es jeden Tag wahrlich genug. Selbst Liedtexte („Selbst der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn es seinem bösen Nachbarn nicht gefällt“) sprechen über dieses leidige Thema.

Wenn auch die persönliche Ärgerschwelle bei jedem sehr unterschiedlich ist, kann sich doch sicher niemand ganz von dieser Emotion freisprechen.

Werden einige Menschen sehr schnell ärgerlich, so muss bei anderen
Zeitgenossen schon einiges zusammenkommen, um dieses unangenehme Gefühl erzeugen.

Form ist Leere    (MBatty Pixabay)

Wenn du die obigen Beispiele aufmerksam gelesen hast, so ist dir dabei gegebenenfalls aufgefallen, dass immer äußerer Grund für den Ärger vorliegt. Weil dies und jenes geschehen ist, entscheiden wir uns irgendwann, uns zu ärgern.

Dabei gibt uns die Sprache bereits einen wertvollen Hinweis auf die Ursache des Ärgers. Aus »der, die oder das ärgert mich« wird nämlich ganz schnell: »Ich ärgere mich«.

Natürlich gibt es auch andere Situationen. Du hast die teure chinesische Vase vom Sockel gestoßen und wirst daraufhin fürchterlich ärgerlich über dich selbst. Auch in diesen Fällen geschieht es nicht selten, dass wir automatisch versuchen, die Schuld (Verzeihung: Zuständigkeit) woanders zu suchen. „Hätte mein Chef mich heute fair behandelt, wäre ich sicherlich nicht so fahrig gewesen und hätte besser aufgepasst.“ Wer würde dem nicht zustimmen, eine solche Situation als ärgerlich zu bezeichnen!?

Vielleicht ist es tatsächlich so, dass du heute eine schlechte Erfahrung hattest. Der Chef war ungerecht, die Kinder zu laut, du hast schlecht geschlafen und das Wetter schlägt dir auch auf das Gemüt. Reichlich Gründe, um tatsächlich fahrig zu werden.

Erster Grund für deinen Ärger: Eine andere Vorstellung

Eine Situation, mit der du konfrontiert wirst, entspricht nicht deinen Vorstellungen. Das ist etwas, das uns im Leben immer wieder begegnen wird.

  • Das Wetter ist entweder zu heiß, zu nass, oder zu kalt. Die meisten Menschen verfügen nur über eine sehr geringe Temperaturspanne, bei der sie sich tatsächlich wohlfühlen.
  • Es ist allgemein bekannt, dass die meisten Kinder mit der genetischen Prägung auf die Welt kommen, laut zu sein und ihr Zimmer nicht aufzuräumen.
  • Viele Männer tragen ein Gen in sich, dass es ihnen förmlich verbietet, sich an Hochzeits- und Geburtstage zu erinnern.
  • Der Umstand, dass Frauen meist emotionaler als Männer sind, bedeutet noch lange nicht, dass sie auch gelernt haben, konstruktiv mit ihren Gefühlen umzugehen. Was so manchen Mann in ärgerliche Verzweiflung treibt.
  • Die Benzinpreise steigen mal wieder.
  • Die Bundeskanzlerin trifft ständig Entscheidungen, die wir einfach nicht gutheißen können.

Diese Liste könnten wir sicherlich endlos fortführen.

Die meisten Menschen haben enorme Schwierigkeiten, das Leben einfach so zu nehmen, wie es ist. Wir alle tragen bestimmte Vorstellungen mit uns herum, wie die Dinge sein sollten. Sobald sie sich anders entwickeln, empfinden wir ein inneres Unbehagen. Unsere Komfortzone wird traktiert. Es wird einfach ungemütlich. Und wer ärgert sich nicht, wenn er sich gerade auf der Couch gemütlich gemacht hat, und in diesem Moment die Nachbarin zum fünftenmal klingelt, weil sie noch eine Zutat für ihren Kuchen benötigt?

Vielleicht findest du dich bei einigen dieser Beispiele nicht wieder. Es ist nur eine Frage des Themas und der persönlichen Reizschwelle, wann es auch dich erwischt.

Zweiter Grund für Ärger: Im Recht sein wollen

Der zweite Grund für Ärger geht schon ziemlich ans Eingemachte. Er fordert, dass du wirklich bereit bist, in den Spiegel zu sehen und zu überprüfen, ob deine Betrachtungsweise wirklich sinnvoll ist.

Insbesondere im Umgang mit anderen Menschen sind wir im Allgemeinen davon überzeugt, uns richtig und korrekt zu verhalten. Leider sehen die anderen das oftmals ganz anders.

Du erzählst deinem Liebsten, dass die Kassiererin dich völlig zu Unrecht sehr herablassend behandelt hat. Anstatt Mitgefühl zu ernten, erlebst du, wie dein Partner Partei für die Dame ergreift. „Sie musste doch so handeln, du warst auch nicht besonders nett zu ihr …«. Du hattest gehofft, dass dein Herzblatt dir zustimmt. Tut er aber nicht. Schon zielt es wieder auf dieses oft schwer zu bändigende Gefühl von Ärger. Du bist überzeugt, dass du dich mit der Kassierin korrekt verhalten hast. Du hast dir eine Bestätigung von deinem Partner gewünscht, die er dir aber nicht gibt.

*

Mal wieder kommt dein Herzblatt zu spät zum Abendbrot. Du bist gekränkt, weil deine kostbaren Speisen schon wieder kalt geworden sind und er anscheinend überhaupt nicht wertschätzt, wie viel Arbeit du dir jeden Abend mit dem Essen machst. Als du ihn darauf ansprichst, erwidert er entnervt, dass er ja schließlich das Geld verdient und überhaupt erst dafür sorgt, dass du die tollen Zutaten aus dem Biomarkt kaufen kannst.

Eine klassische Pattsituation. Von ihrem jeweiligen Standpunkt aus gesehen, fühlen sich beide Parteien im Recht. Beide fühlen sich nicht wertgeschätzt. Wer ist in einer solchen Situation wirklich bereit, nachzugeben?

Zähne bleckende Frau

Wut kann dich in deine Kraft bringen – oder alles zerstören

Schwieriger wird es schon, nachdem sich ein handfester Streit entwickelt hat. Oft können die beiden Kontrahenten sich gar nicht mehr daran erinnern, was eigentlich der Auslöser des Streits war. Zunächst begann der Konflikt mit einem kleinen Ärgernis, das sich dann immer weiter entwickelte. Ein Punkt kam zum nächsten und keinem der beiden ist bewusst, dass es die ganze Zeit nur darum ging, Recht zu bekommen.

Da hilft auch die weise Aussage: „Willst du Recht oder Partnerschaft?“ Nicht wirklich weiter. Unser Ego befürchtet dann nämlich gleich, dass wir in einer Beziehung ständig auf unser Recht verzichten müssen. Eine kaum erträgliche Vorstellung.

Grund drei für Ärger: Das Gesetz der Anziehung

Wenn du das Gesetz der Anziehung kennst, dann weißt du auch, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit die aktuelle Situation, die dir Ärger bereitet, unbewusst angezogen hast.

Interessant wird es, wenn wir diese Aussage einmal wirklich zu Ende denken. Wenn das Gesetz der Anziehung wirklich gilt, so muss es immer und ohne jede Ausnahme gelten. Das ist nun mal eine typische Eigenschaft universaler Gesetze.

Und das bedeutet im Klartext, dass du jede (!) Situation die dich in Ärger versetzt, selbst angezogen hast.

Tina hat einen fürchterlichen Beziehungskrach hinter sich. Sie ist wütend über ihren Partner und ärgert sich heftig während ihrer gesamten Fahrt mit dem Auto zu ihrer Mutter. Mitten in der Fahrt gerät sie in ein kräftiges Unwetter. Der Regen und der Sturm sind so stark, dass sie nur noch im Schritttempo vorankommt.

Hat sie dieses Unwetter erzeugt? Sicher nicht. Aber gemäß dem Gesetz der Anziehung können wir davon ausgehen, dass ihr Unterbewusstsein dafür sorgte, dass sie zum entsprechenden Zeitpunkt am entsprechenden Ort war. Zu ihrem ursprünglichen Ärger ist jetzt noch ein zweites Ärgernis, das fürchterliche Unwetter, hinzu gekommen.

Ein faszinierendes Beispiel erlebte ich vor einigen Jahren, als ich mit einer Bekannten im Auto unterwegs war. Auch wenn es sich hier nicht um das Thema Ärger handelt, zeigt es doch deutlich das Gesetz der Anziehung auf.

Sie saß am Steuer und wir waren etwa 2 Stunden von einem größeren Tunnel entfernt. Da machte sie mich darauf aufmerksam, dass wir unbedingt vor diesem Tunnel die Plätze tauschen müssten. Auf meine Frage warum, antwortete sie mir, dass sie Angst hatte, mit dem Auto durch einen Tunnel zu fahren. Ich versuchte sie zu beruhigen und sagte ihr, dass wir das gemeinsam schon bewältigen werden.

So hatte sie ja auch die Chance, ihre Angst erfolgreich zu bewältigen. (Männer wieder…). Ich fragte sie, was denn schlimmstenfalls passieren könne. Ihre Antwort: „Ich weiß nicht wirklich, aber es könnte ja ein Lkw im Tunnel umstürzen.“

Ich lachte und sagte ihr, dass ich schon unzählige Male durch diesen Tunnel gefahren war und dabei noch nie einen umgestürzten Lkw erlebt hatte. So entschieden wir uns, dass sie am Steuer bleiben würde.

Ihre Nervosität war ihr deutlich anzusehen. Immer wieder redete ich beruhigend auf sie ein. Als wir den Tunnel erreichten, stellten wir fest, dass mehrere Fahrspuren gesperrt waren. Was war passiert? Kaum zu glauben aber wahr: Auf einer der gesperrten Spuren lag tatsächlich ein umgestürzter Lkw.

*

Ein Thor, der hier noch an Zufall glaubt. Auch hier geht es nicht darum, dass sie – durch ihre emotionale Kraft – den Lkw zum Umstürzen gebracht hatte. Ihre intensiven Emotionen sorgten durch das Gesetz der Anziehung lediglich dafür, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt die Röhre erreichte, als dieser Unfall gerade geschehen war.

Hätten wir die Plätze getauscht, wäre die Wahrscheinlichkeit sehr groß gewesen, dass wir ohne weitere Behinderung durch den Tunnel gekommen wären. Weil dann kein Lkw umgestürzt wäre? Nein, natürlich nicht. Vielleicht wäre ich einfach schneller gefahren, und wir hätten die Gefahrenstelle noch vor dem Unfall passiert. Vielleicht hätten wir bei dem Fahrerwechsel aber auch eine Pause eingelegt und wären entsprechend später, die Spur wäre schon wieder freigeräumt gewesen, angekommen.

Zwar geht es in diesem Fall nicht um das Gefühl des Ärgers, aber es ist ein gutes Beispiel für das Gesetz der Anziehung. Viele Menschen beschäftigen sich mit diesem Gesetz nur, wenn Sie etwas bestimmtes manifestieren wollen. Dabei wundern sie sich, wenn auf ihrem Weg zum Ziel immer wieder Dinge schief laufen. Nicht selten heißt es dann: „Es soll sicher nicht so sein«. In den meisten Fällen handelt es sich bei Schwierigkeiten nicht um Gotteswille, der nicht möchte, dass wir in eine bestimmte Richtung gehen, sondern vielmehr um unbewusste Emotionen, die scheinbar ihr „Spiel“ mit uns treiben.

Was bedeutet das für unser Ärger Thema?

Wann immer du dich in der Vergangenheit über irgendetwas geärgert hast – und dabei ist es egal, wie groß oder klein der Ärger war – hast du vorher einen Samen gesät.

Im Laufe der Zeit geht dieser Samen auf und produziert unweigerlich eine weitere Situation, die zu Ärger führt.

Oft wundern wir uns, dass uns immer wieder Missgeschicke geschehen, obwohl wir doch schon seit vielen Jahren an uns arbeiten. Das liegt schlicht und einfach daran, dass wir in der Vergangenheit unendlich viele Samen gesät haben, die oft eine lange Zeit brauchten um sich zu ihrem vollen Potenzial auszuwachsen. Dann trifft uns plötzlich von irgendeiner Seite her der Schlag und wir fragen uns verzweifelt, woher das schon wieder kommt.

Dabei ist es nicht wichtig, ob du damals deinem Ärger lauthals Geltung verschafft, oder ob du das Ganze gedanklich für dich selbst abgemacht hast. Ärger ist ein Gefühl, ist eine Energie. Und diese hat ihre Wirkung.

Gerade Menschen, die sich ihres Ärgers nicht bewusst sind, geraten schnell in die Falle dieser Anziehungskraft.

Nie wieder Ärger – ist das möglich?

Mann liegt auf dem Rücken

Wer gutes sät, wird gutes ernten

Um dich in Zukunft weniger zu ärgern und vor allem weitere Situationen zu vermeiden, die dich ärgern könnten, findest du im folgenden 12 erprobte Techniken, die deinen Kreislauf aus Ärger und unangenehmen Situationen, Misserfolg und schlechten Beziehungen endgültig durchbrechen werden. Es lohnt sich wirklich, dir diese Regeln auszudrucken und sie eine Zeit lang mitzuführen, damit du sie in der akuten Situation wieder parat hast. Am Ende findest du eine Zusammenfassung dafür.


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Raus aus dem Ärger – so funktionierts

Technik Nr. 1: Die Schocktherpie

Bei dieser Technik handelt es sich um eine Empfehlung, die ich selbst noch nicht wirklich ausprobiert habe. Aber sie macht durchaus Sinn. Schau, ob es für dich durchführbar erscheint.

brennende Chilischote

Chili: Der Schock, der aus den Ärger führt

Es geht darum, möglichst schnell aus dem kritischen Kreislauf von entstehendem Ärger auszusteigen, bevor dieser sich in größeren Explosionen entlädt. Der „Experten“-Tipp lautet: Beißen sie auf eine Chilischote, oder nehmen Sie sofort eine kalte Dusche.

Nicht, dass ein solches Vorgehen keine Wirkung zeigt, stellt sich jedoch die Frage, wie wir im Notfall schnell an eine kalte Dusche (inclusive Handtuch) kommen. Eine Chillischote im Handgepäck scheint mir da schon durchführbarer.

Es geht darum, dass du dich durch einen kräftigen Schock vom aufkeimenden Gefühl des Ärgers ablenkst. Und wenn du Chilischoten magst – warum nicht? Sie fördern auf jeden Fall die Durchblutung und sollen auch das Krebswachstum hemmen. Wenn du den Schock überlebst, wirst du also immer mit einem positiven Effekt rechnen können.

Unsere emotionalen Reaktionen unterliegen einem lange angelernten Automatismus. Jeder hat das schon einmal erlebt. An einem bestimmten Punkt ist jedem von uns schon einmal die Hutschnur geplatzt. Dann hilft auch keinerlei Vernunft mehr weiter. Aus Ärger wird Wut, die wiederum häufig in zerstörerischen Worten oder Verhalten enden.

Deshalb ist es enorm wichtig, dass du lernst, auf die ersten Anzeichen aufkeimenden Ärgers zu achten und sofort darauf zu reagieren. Die dir verbleibende Zeit beträgt nicht mehr als zwei oder 3 Sekunden. Je schneller du reagierst, desto höher darf die Wassertemperatur, bzw. desto weniger scharf braucht die Chilischote zu sein.

Eine wesentlich angenehmere Variante, als eine kalte Dusche, oder eine scharfe Chilischote, ist die Variante, dir ein deutliches, innerliches, oder auch lautes »Stop« zu zurufen. Dabei ist es vollkommen egal, ob du in diesem Moment davon überzeugt bist, einen wirklichen Grund für deinen Ärger zu haben, oder nicht.

Menschen, die auf andere wütend sind, sind immer der Überzeugung, dass ihr Ärger begründet ist. Wie wir weiter unten noch sehen werden, ist dieser Standpunkt so gut wie nie haltbar. Doch in einer akuten Notsituation wirst du sicherlich nicht über genügend Nerven verfügen, dir weitergehende,  Gedanken zu machen.

Denke im akuten Fall einfach daran, dass er gar – egal ob berechtigt oder nicht – einfach nur eine sehr ungesunde Emotion ist, die für Falten in deinem Gesicht sorgt, dein Leben verkürzt und garantiert weiteres Öl ins Feuer gießen wird.

Alles was jetzt zählt, ist, aus dieser negativen Energiewelle so schnell wie möglich auszusteigen. Sage dir selbst (laut oder leise) ein deutliches und energisches „Stopp!“.

Dies wird zunächst den emotionalen Automatismus unterbrechen. Erinnere dich daran, dass, wenn du jetzt weiterhin in deiner ärgerlichen Energie verbleibst, du durch das Gesetz der Anziehung bedingt, eine weitere unangenehme Situation heraufbeschwören wirst.

Ist allein dieser Gedanke es nicht wert, immer, überall und zu jeder Gelegenheit auf deinen egal wie auch immer berechtigt scheinenden Ärger zu verzichten?

Nun, da du dir die entscheidende emotionale Pause verschafft hast, nimmst du dir die restlichen, noch folgenden Techniken vor und beamst dich wie Captain Kirk vom Raumschiff des Grolls auf den Planeten Eden.

Technik Nr. 2: Form ist Leere

Hierbei handelt es sich weniger um eine anzuwendende Technik, als vielmehr um eine neue innere Einstellung, die dein Leben in eine positive Richtung lenken wird.

Buddha

Buddha lächelte, und die Welt veränderte sich

In der buddhistischen Tradition gibt es eine elementare Aussage, die lautet: „Form ist Leere“. Was bedeutet das schon wieder?

Vereinfacht gesagt bedeutet diese Aussage, dass nichts, was in dieser Welt geschieht, eine besondere Bedeutung hat. Alle Formen sind leer, haben keine spezielle Bedeutung. Alles hat nur die Bedeutung, die wir ihm geben. Der Begriff „Form“ steht für Dinge, Situationen und andere Menschen.

Alle Probleme, derer wir gewahr werden, resultieren einzig aus unserem intensiven Bedürfnis heraus, den Dingen eine Bedeutung zu geben. „Warum passiert mir das? Das muss mir doch etwas Bestimmtes sagen«. »Das ist gut, schlecht, suboptimal«.

„Die Tatsache, dass ausgerechnet jetzt eine Sonnenfinsternis herrscht, ist bestimmt ein göttliches Zeichen.« Wobei dieses je nach Veranlagung/ Wunschvorstellung positiv oder negativ ausgelegt werden kann.

Der menschliche Verstand kann gar nicht anders, als den Dingen eine Deutung oder eine Bewertung zu verpassen. Selbst Menschen, die von sich behaupten, neutral zu sein, bewerten ständig, sind sich dessen aber nicht bewusst.

Was immer du wahrnimmst, ist nichts anderes ist als eine Projektion deines Geistes. Ein Kurs in Wundern formuliert es in Lektion 325 so:

»Alle Dinge, von denen ich denke, dass ich sie sehe, spiegeln Ideen wider.«

Das bedeutet im Klartext: Wenn du davon überzeugt bist, dass du eine gute Entscheidung getroffen hast, dann wirst du eine zu diesem Zeitpunkt auftretende Sonnenfinsternis als positives göttliches Zeichen bewerten. Wenn du allerdings starke Angst vor einer falschen Entscheidung hast, dann wirst du die gleiche Sonnenfinsternis dergestalt interpretieren, dass du diesen Weg lieber nicht gehen solltest. Es ist alles eine Frage der Interpretation.

Was hat eine Sonnenfinsternis mit unserem Ärger-Thema zu tun? Ganz einfach. Was immer du da draußen wahrnimmst, wird auf eine bestimmte Art und Weise von dir interpretiert. Je nach deiner Interpretation kommt es zu positiven oder negativen Reaktionen deinerseits.

So etwas wie eine objektive Realität gibt es nicht.

Du siehst, wie eine Mutter ihr junges Kind anschreit: „Verdammt noch mal, bleib endlich stehen!“ Du hörst ihre Worte und denkst vielleicht bei dir, dass diese Mutter einen äußerst unhöflichen Umgangston mit ihren Kindern pflegt. Du bist überzeugt, dass auch diese Kinder, wenn sie einmal groß sind, entsprechend unhöflich sein werden.

Zwischen dir und dem Kind befand sich jedoch eine kleine Hecke, die verhinderte, dass du erkennen konntest, dass das Kind gerade im Begriff war, auf die Straße zu laufen, auf der sich mit hoher Geschwindigkeit ein Fahrzeug näherte. Erst, als du die gesamte Situation überschautest, wurde dir klar, dass die Mutter einfach nur in heller Aufregung war und deshalb nicht mehr besonders auf Ihre Wortwahl geachtet hat.

Die gleiche Situation (Form) und völlig unterschiedliche Interpretationen.

Buddhistisches Qi Gong

Solange wir also Situationen auf die ein oder andere Art bewerten, laufen wir immer Gefahr, einer Fehlinterpretation zu unterliegen. Die Aussage: „Form ist Leere“, erinnert uns immer wieder daran, dass Situationen an sich keinerlei Bedeutung haben.

Dein Chef hat dich heute wieder einmal mit neuen Aufträgen zugeschüttet. Es ist ihm anscheinend völlig egal, dass du bereits ungezählte Überstunden angehäuft hast. Du empfindest ihn als unmenschlich und ärgerst dich darüber, dass er anscheinend keine Augen für dein Problem hat.

Was du nicht weißt, ist, dass sein Kind schwer krank ist, und diese Aufträge unbedingt so schnell wie möglich abgearbeitet werden müssen, damit sie genügend Geld in die Firmenkasse spülen, das er dringend für die teure Spezialbehandlung seines Nachwuchses benötigt.

Ist dein Chef nun unmenschlich, oder wird er einfach durch seine berechtigte Sorge gesteuert?

Übe dich immer wieder darin, die Leere in allen zu sehen, was du beobachtest.

Das erfordert natürlich Übung und Training. Eine hervorragende Platform dafür ist das TAO-Life Balance  Schweigeseminar.

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Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, wodurch die Reinheit und der immerwährende Frieden deines Geistes hervortreten

Technik Nr. 3: Vergebung

Zu den elementarsten Techniken in der Bewältigung ungesunder Ärgerenergie gehört der Bereich der Vergebung. »Ein Kurs in Wundern« geht sogar soweit zu behaupten, dass Vergebung der einzige Grund ist, aus denen wir hier auf der Erde weilen. Das ist natürlich eine gewaltige Aussage, die zu erklären hier nicht der Platz ist.


Frau studiert Texte

Lernen ist, wie schwimmen gegen den Strom: wer aufhört, treibt zurück!

Falls dich dieser Bereich interessiert, fordere die kostenlosen Lehrbriefe an. Hier bekommst du unter anderem immer wieder Lektionen aus „Ein Kurs in Wundern“, auf leicht verständliche Art und Weise aufbereitet.


 

Vergebung – einmal anders!

 Vergebung bedeutet nicht im geringsten, etwas zu entschuldigen, was ein anderer getan hat.

Vergebung auf dieser Basis ist nichts anderes, als eine Form von Schuldzuweisung. „Du hast zwar dies und jenes getan, was nicht rechtens war, aber ich verzeihe dir.“ Wenn du behauptest, dass jemand dich mit seinen Worten verletzte, dann ändert das nichts an der Tatsache, dass du derjenige bist, der das Gefühl Ärger mit sich herum trägt.

Vergebung in dieser Form, wird lediglich zu einer Vergrößerung deines Egos führen. Du bist der Großzügige, der sich über die andere Person erhebt. Damit bist du im Recht und der Andere im Unrecht. Das mag auf die Verletzung von Verkehrsregeln zutreffend sein. Doch erinnere dich an dieser Stelle bitte an den dritten Grund für Ärger. Die Tatsache, dass du von jemand verletzt wirst, muss gemäß dem Gesetz der Anziehung zwingend bedeuten, dass auch du schon einmal jemand verletzt hast. Das kann verbal oder auch nur gedanklich erfolgt sein.

Es wäre friedlicher, menschlicher und lösungsorientierter, wenn du davon ausgehst, dass du zu irgendeinem Zeitpunkt (den du meist schon vergessen haben wirst) den Samen für diese Situation gesät hast. Eigentlich gibt es somit gar nichts zu vergeben.

Viele Menschen haben enorme Schwierigkeiten , diese Aussage zu verstehen. Wenn du Vergebung nie gelernt hat, wird es nicht möglich sein, auf Dauer Frieden zu finden.

Eine gute Einstiegshilfe hierzu vermag das hawaiianische Konzept des ho`oponopono zu vermitteln. Allerdings ist es auch hier sehr wichtig, den Begriff Vergebung in diesem vorgestellten Sinne zu definieren.

Während einer telefonischen Sitzung geleite ich dich durch ein intensives Vergebungsritual, welches dir helfen wird, auch mit deinem schlimmsten Feind Frieden zu schließen.

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Schluss mit Leid – Hilfe ist nur eine Telefonnummer entfernt!

Technik Nr. 4: Das Wunder des Mitgefühls

Konzentriere dich auf Liebe, Güte und Mitgefühl. Dieser Weg scheint in Anbetracht einer ärgerlichen Situation sehr weit hergeholt zu sein.

Während meiner Telefoncoachings frage ich meine Klienten häufig, wie es wohl der Person geht, von der sie sich angegriffen fühlen. Dabei erhalte ich eindeutig immer die gleiche Antwort: „Wahrscheinlich geht es ihr nicht sehr gut.“

Das ist genau richtig. Ein Mensch, dem es gut geht, der sich geliebt fühlt und in seiner Mitte weilt, würde niemals auf die Idee kommen, einem anderen Menschen Ärgernis zu bereiten.

Was braucht der scheinbare Angreifer also am meisten? Richtig: Liebe, Güte und Mitgefühl. Versuche, über verletzende Worte hinweg zu hören und schau hinter die Kulisse. Das ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht glaubst. Du könntest zunächst damit anfangen, andere Menschen zu beobachten, die sich gerade nicht sehr angenehm verhalten, mit denen du aber gerade nicht direkt etwas zu tun hast. Vielleicht zwei Nachbarn, die sich streiten, das Gespräch zweier Kollegen, oder die Unterhaltung zwischen deiner Schwester und Eurer Mutter.

Wie wäre es mit der gestressten Kellnerin, die ihre Bestellungen nur sehr unwirsch entgegennimmt und für die verschiedenen Gäste weder ein Lächeln, noch ein freundliches Wort übrig hat? Solange sie noch nicht an deinen Tisch gekommen ist, wird es dir leicht fallen, sie neutral zu beobachten, da du nicht befürchten musst, persönlich durch unfreundliches Verhalten betroffen zu sein.

Versuche herauszufinden, wie es ihr tatsächlich geht. Auf den ersten Blick siehst du heruntergezogene Mundwinkel, fehlende Freundlichkeit. Wenn du genauer hinsiehst, stellst du vielleicht fest, dass das Lokal vollkommen überfüllt, und die Dame völlig überfordert ist. Vielleicht ist dir auch aufgefallen, dass sie in einem kurzen Moment an dem sie sich unbeobachtet glaubte, zum Taschentuch griff und sich die Augen trocknete. Bei genauerem Hinsehen fällt dir auf, dass sie traurig ist.

Plötzlich wird dir klar, dass die Dame Mitgefühl braucht und nicht noch einen quängelnden Gast, der sich darüber beschwert, dass sie zu langsam ist. Du wirst ihr, und auch dein eigenes Herz, erreichen, wenn du ihr ein paar aufmunternde Worte zukommen lässt, auch wenn dein Steak nicht, wie gewünscht durch ist, sondern noch vor Blut trieft.

*

Neulich stand ich in einer langen Schlange einer Crepes-Bude. Aufmerksam beobachtete ich die Köchin, die, während sie ihre Kunden bediente, diese nicht ein einziges mal ansah. Ihre Mundwinkel waren weit nach unten gezogen und man hatte nicht das Gefühl, dass sie besonders positiv gestimmt war. Auch ihre Begleitung, womöglich ihr Enkel, tat es ihr gleich und verzog nicht ein einziges Mal sein Gesicht zu einer zumindest versucht freundlichen Grimasse. 
Als ich mir so überlegte, dass eine solch negative Ausstrahlung sich ja auch auf die zubereitete Speise auswirkt, wollte ich mich schon wieder aus der Schlange entfernen. Die beiden waren wahrlich kein angenehmer Anblick. 
Doch dann entschied ich mich, es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Als ich mit meiner Bestellung an die Reihe kam, bemerkte ich: „Sie arbeiten aber auch richtig im Akkord.“ Schon fast verwundert sah die Köchin auf und ein Lächeln huschte durch ihr Gesicht. „Ja, da haben sie Recht. Das ist schon ziemlich anstrengend hier.“
Irgendwie hatte ich das Gefühl, als wäre ein Licht in der kleinen Crepes-Bude angegangen.

Mitgefühl kann ganz einfach sein und Großes bewirken.

*

Technik Nr. 5: Akzeptiere, was ist.

Diese Regel gehört zu den grundlegendsten Regeln für das Leben überhaupt. Egal, welche Technik du in Zukunft anwendest, egal, was du in Zukunft versuchst, um ein besseres Leben zu führen.
Menschen, die sich persönlich weiterentwickeln wollen, übersehen dabei häufig, dass sie bei ihren ständigen Versuchen, alles Mögliche zu „transformieren“, oder zu „heilen“, oft einen enormen Widerstand aufbauen, der jeglichen Fortschritt verhindert.

Eines solltest du stets bedenken: Die Dinge sind, wie sie sind. Da wirst du auch mit den tollsten schwarz-, weiß- und regenbogenfarbenen, magischen Spezialmanifestationstechniken nichts dran ändern.

*

„Neulich ist mir in der Küche eine Porzellanschale auf dem Boden zerschellt. Ich habe mehrere Dinge probiert, um damit umzugehen.

Zunächst habe ich liebevoll auf die Schale eingeredet, mich bei ihr dafür entschuldigt, dass ich sie nicht richtig gehalten habe und sie freundlich gebeten, doch wieder heil zu werden. Es hat nicht funktioniert.

Die Scherben sind IN DIR

Anschließend machte ich ihr klar, dass sie doch eigentlich selbst daran schuld ist, nun so zertrümmert am Boden zu liegen. Warum hat sie auch soviel gewogen und warum ist ihre Oberfläche so glatt, dass es nur eine Frage der Zeit war, dass so etwas passiert? Als auch das nichts fruchtete, wendete ich Frenzel`s spezielle Vergebungstechnik an. Ich segnete die zerstörte Schale, bat Gott um Führung und meditierte drei Tage und Nächte lang. Am Ende lagen die Scherben immer noch auf dem Küchenboden zerstreut herum.

Als ich ein wenig Innenschau betrieb, bemerkte ich auf einmal, wie sich eine gehörige Menge Ärger in mir darüber angestaut hatte, dass nichts von meinen famosen, spirituellen Wegen geholfen hatte.

Also begann ich, tief zu atmen. Ich spürte dem Ärger in mir nach, nahm ihn einfach nur wahr und bemerkte, wie ich mit jedem Atemzug ruhiger wurde. Dann nahm ich den Besen und die Kehrschaufel und beseitigte das Problem“.

*

Es geht nicht um die zerbrochene Vase, sondern, wie du damit umgehst.Das Problem ist weniger, dass uns jemand beschimpft, beleidigt und vielleicht sogar betrügt. Das Problem ist einzig und allein unser Ärger darüber.

Angenommen, jemand beschimpft dich auf üble Art und Weise. Was sagt das aus? Möglicherweise, dass du etwas falsch gemacht hast. Dann entschuldige dich, korrigier die Situation, so weit möglich, und denk nicht weiter darüber nach.

Vielleicht hat dich jemand um eine Summe Geld betrogen. Das ist ein Fakt. Du kannst dich ärgern, was dieser unangenehmen Situation weitere, negative Energie hinzufügt. Oder du überlegst dir, wie du das fehlende Geld, wieder (irgendwo) auftreiben kannst. Dafür brauchst du einen klaren und von Ärger ungetrübten Geist.

Wenn du eine Situation schnellstmöglich wieder korrigieren möchtest, ist der erste Schritt die Akzeptanz. Es ist geschehen und nicht mehr zu ändern. Was ist der nächste Schritt?


Wenn du dein Leben ernsthaft verbessern möchtest, ist es wichtig, immer wieder an die Kostenlose Lehrbriefe!Lektionen erinnert zu werden. Deine kostenlosen Lehrbriefe schenken dir Inspiration und ständige Vertiefung. Trag dich jetzt ein und bestätige in deinem Email Postfach. Hol dir deine Geschenke! Nicht bestätigte Anforderungen werden unwiderruflich gelöscht.
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Technik Nr. 6: Finde das Bonbon

Wir alle wissen, dass jede Münze zwei Seiten hat. Und das bedeutet zwingend, dass die Situation, über die du dich gerade ärgerst, auch etwas gutes haben MUSS.

Jetzt wird es richtig spannend.

  • Wie kann es gut sein, wenn dir jemand etwas gestohlen hat?
  • Wie kann es etwas Gutes daran geben, wenn dir jemand eine Beule ins Auto gemacht hat?
  • Wie kann es gut sein, wenn jemand dich als großen Horn…(ichhabdasWortvergessen) tituliert hat?
  • Wie kann es gut sein, wenn es fast den ganzen Sommer über geregnet hat und nun an einem deiner ganz wenigen freien Tage schon wieder dunkle Wolken über den Horizont ziehen?

Ein paar mögliche Antworten:

  • Wenn dir jemand etwas gestohlen hat, bedeutet es, dass du eine alte Schuld ausgleichst. Irgendwann in deinem Leben warst du selbst nicht ehrlich. Das Gesetz der Anziehung bringt dir immer alles zurück. Es ist nur eine Frage der Zeit.
    Du kannst es also so sehen, dass ein Teil deiner negativen Saat nun aufgegangen und damit erledigt ist. Außerdem erinnert dich dieser Umstand daran, dass es vielleicht wieder einmal Zeit ist, zu prüfen, ob du positive Samen säst.
  • Jemand hat dir eine Beule ins Auto gefahren. Anstatt dich zu ärgern, könntest du darüber nachdenken, warum du so unaufmerksam warst. An einer Beule sind nämlich immer zwei beteiligt. Was hat dich so abgelenkt, dass du nicht ganz bei der Sache warst? Was gibt es in deinem Leben noch zu klären? Vielleicht lernst du durch die Beule aber auch jemand kennen, der ganz besonders großzügig ist, deinen Schaden ersetzt und noch 500 Euro »Schmerzensgeld« freiwillig drauf legt.

  • Wenn jemand dich als Horn(wiewardasWortnochmal?) tituliert, dann weißt du, dass es da einen Menschen in deiner Nähe gibt, dem es nicht gut geht. Eine gute Gelegenheit, um deinen Mitgefühlssinn wieder einmal zu trainieren.

  • Wenn es ständig regnet und du zuwenig Sonne bekommst, ist vielleicht die Frage berechtigt, ob du genug für dich sorgst. Hast du wirklich alle Gelegenheiten genutzt, um genügend Sonne zu bekommen? Hast du zuviel gearbeitet? Stelle dir konstruktive Fragen, die deine Situation verbessern.

Mache es dir zur Regel, an jeder noch so ärgerlichen Situation etwas Gutes zu finden. Und wenn du richtig gut bist, findest du zu jedem ärgerlichen Schurrmurr(das ist norddeutsch) mindestens drei Varianten, warum genau diese Sachlage auch etwas Gutes an sich hat.

Technik Nr. 7: Trost finden

Es ist, wie es ist. Dinge geschehen und man kann sie nicht rückgängig machen. Es handelt sich hierbei schlichtweg nur um Fakten. Genauer gesagt, um leere Formen (siehe oben). Wenn jemand der Meinung ist, dass du der größte Versager auf dieser Erde bist und es dir in aller Deutlichkeit vor den Kopf geworfen hat, dann kannst du diese Äußerung nicht rückgängig machen. Selbst, wenn er sich dafür entschuldigt, wird immer noch ein fader Beigeschmack bleiben.

Nun mag es einen kleinen aber interessanten Trost für dich geben. In den meisten Fällen sind wir ja ziemlich überzeugt davon, dass der andere im Unrecht ist. Sind wir ganz ehrlich zu uns selbst, müssen wir uns häufig eingestehen, dass die Sachlage nicht wirklich so klar ist. Es könnte auch sein, dass wir selbst uns auf dünnem Eis bewegen.

Wenn dein Gegenüber zum Beispiel behauptet, dass du ein großer Loser bist, dann könnte es natürlich sein, dass er Recht hat. In diesem Fall lohnt es sich nicht wirklich, sich zu ärgern, es wird einfach keine Hoffnung mehr für dich geben und es wäre eine gute Idee, wenn du dich für die nächste Marsmission bewirbst. Nur weg von hier…

Sollte dieser ungehobelte Klotz jedoch falsch liegen, dann kannst du dir gewiss sein, dass er sich mit dieser Äußerung ebenfalls negative Energie aufgebaut hat. Und diese wird unweigerlich auf ihn zurückfallen. Du weißt ja: »Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort, große dauern etwas länger.«

Es geht hier nicht darum, dass du dem anderen die Pest an den Hals wünschst, aber es kann durchaus helfen, sich daran zu erinnern, dass die andere Person schlechte Samen gesät hat und irgendwann die Ernte dafür einfahren wird. Vermeide unbedingt Schadenfreude. Das ist nicht, worum es hier geht.

Aber wozu solltest du dich ärgern? In diesem Unviversum wird alles ausgeglichen. Es ist nicht deine Aufgabe. Lehn dich entspannt zurück und sorge nur dafür, dass du in deiner Mitte bleibst. Du brauchst nichts zu tun. Das Leben ist gerecht.

Technik Nr. 8: Deine Mitte finden

Alles, was wirklich wichtig ist, ist, dass du in deiner Mitte bleibst. Egal, wie intensiv du dich ärgerst. Es wird dir keinerlei Vorteile verschaffen. Ärgerenergie ist negativ und tut dir nicht gut. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Bogenschießen, als Weg zur Mitte

Also sorge dafür, dass du so schnell wie möglich deine Mitte wieder findest. Es geht hier um dich. Das ist alles, was zählt. Erinnere dich an die Aussage Laotses: Wer in seiner Mitte bleibt, ist unbesiegbar.

Was willst du wirklich? Dem anderen eins auswischen? Einen Herzinfarkt? Inneren Frieden und Ruhe? Erfolg in einer bestimmten Situation?

Angenommen, du sitzt mit mehreren Menschen bei einer Projektsitzung. Du hast eine bestimmte Vorstellung, die Stadtplanung, die Gartenparty, oder was auch immer, zu gestalten. Du weißt, dass dein Vorschlag für alle das Beste sein wird.

Während der Sitzung meldet sich immer jemand, der dir anscheinend nicht wohl gesonnen ist. Er macht unqualifizierte Zwischenbemerkungen, verteilt Seitenhiebe und stört einfach durch völlig unsinnige Kommentare.

Du merkst, wie der Ärger langsam in dir aufsteigt. Du bist dir sicher, dass der Störenfried auch von anderen Teilnehmern als unangenehm empfunden wird. Schließlich platzt dir der Kragen und im Bewusstsein der Unterstützung durch die restlichen Teilnehmer lässt du deinem Ärger freien Lauf. Mit lauter Stimme sagst du ihm so richtig deine Meinung.

Aus den Augenwinkeln beobachtest du, dass der ein oder andere dir zustimmt. Du steigerst dich immer noch weiter hinein. Deine Stimme wird lauter und du schlägst mit der Faust auf den Tisch. Schließlich ist klar und eindeutig, dass du hier im Recht bist, und der andere einfach nur stört.

Nun ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zwar einige Leute im Publikum geben wird, die dir zustimmen werden. Gleichzeitig kannst du dir allerdings sicher sein, Wutausbrühe sind gesellschaftlich nicht gern gesehen, dass du einen Teil der Anwesenden durch deinen ärgerlichen Ausbruch gegen dich aufgebracht hast. Sie werden es nicht in Ordnung finden, wie du mit dem Störenfried umgegangen bist.

Hättest du dich von Anfang an darauf konzentriert, in deiner Mitte zu bleiben, wohl wissend, dass, wer in seiner Mitte bleibt, unbesiegbar ist, wäre dir garantiert eine bessere Strategie in den Sinn gekommen, den Kontrahenten auf den ihm gebührenden Platz zu verweisen. Alle hätten dir zugestimmt und wären wahrscheinlich sogar begeistert gewesen, über deine ausgeglichene, buddhagleiche Art und Weise, mit der schwierigen Situation umzugehen.

Wenn dich die Aussage Laotses: „Wer in seiner Mitte bleibt, ist unbesiegbar“ genügend motiviert, so erinnere dich einfach daran, und beiß erst einmal die Zähne zusammen, bis dir etwas besseres eingefallen ist – oder du die restlichen Techniken durchprobiert hast.

Während des TAO-Life Balance Seminars wirst du über einen längeren Zeitraum daran arbeiten, deine Mitte zu finden und trotz äußerer Umstände auch zu halten.

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Technik Nr. 9: Füttere den richtigen Wolf.

Vielleicht kennst du schon die Geschichte von den zwei Wölfen, die in jedem von uns leben. Es handelt sich dabei um einen weißen und um einen schwarzen Wolf. Der weiße Wolf steht für all das Gute, Positive und Rechtschaffene uns. Der schwarze Wolf steht dementsprechend für alles Negative und Zerstörerische.
Wir können zu jedem Zeitpunkt entscheiden, welchen der beiden Wölfe wir füttern möchten. Wenn es dich interessiert, findest du hier die ausführliche Legende zu den beiden Wölfen.

Technik Nr. 10: Lenke deine Aufmerksamkeit

Vor einiger Zeit unternahm ich eine wunderschöne Wanderung durch ein herrliches Gebiet. Stundenlang war ich begeistert von all den tollen, visuellen Eindrücken, die sich mir boten. Kurz vor Ende der Wanderung kam ich an einem großen, grauen Gebäude vorbei, welches direkt an einer Seekante stand und das wunderbare Panorama empfindlich störte. Ich machte meine Begleitung darauf aufmerksam und wir fragten uns gemeinsam, wer wohl auf die Idee gekommen sein könnte, ein solch hässliches Gebäude in eine so wunderschöne Landschaft zu setzen.

Während der Unterhaltung spürte ich auf einmal einen leichten Anflug von Ärger in mir aufkeimen. Je mehr ich mich auf das Thema konzentrierte, desto mehr erwachte die Lust in mir, mich zu ärgern.

Also bog ich einfach ab und lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf etwas Schönes. Ich würde an diesem Gebäude sowieso nichts ändern können. Warum mir also weitere Gedanken machen? So konzentrierte ich mich auf den herrlichen Sonnenuntergang und hatte dieses Thema schnell wieder vergessen.

Werde zum Herren deiner Aufmerksamkeit. Wir können uns in jeder Sekunde frei entscheiden, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken.

Du hast heute dein neues weißes Kleid angezogen und freust dich sehr darüber. Dann ist es plötzlich geschehen. Durch eine kleine Unachtsamkeit entsteht ein dunkler Fleck an einer eigentlich nicht sichtbaren Stelle. Schlagartig ist deine gesamte Freude verflogen. Deine gesamte Aufmerksamkeit liegt nur noch auf diesem Fleck. Und das obwohl dieser Fleck nicht einmal sichtbar ist. Du kannst dich entscheiden, ob du deine Aufmerksamkeit weiterhin auf den dunklen Fleck legen wirst, oder dich den Rest des Tages einfach an deinem herrlichen Kleid erfreuen wirst.

Trainiere dich darin, jeden Tag und immer wieder deine Aufmerksamkeit bewusst dorthin zu lenken, wo du sie haben möchtest.

Technik Nr. 11: Löse das Problem – sofort

Andreas Frenzel

Sei Teil der Lösung

Gar nicht so selten ärgern wir uns nicht über andere Menschen, sondern über uns selbst. Wir tun Dinge, die wir eigentlich nicht tun mögen. Aber plötzlich ist uns diese unhöfliche Bemerkung einfach herausgerutscht. Wir haben etwas getan, bei dem wir uns nicht gut fühlen. Wem ist das nicht schon passiert?

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Oft wird die einfachste Variante die sein, dass du deinen Fehler umgehend korrigierst.

Die Bedienung hat dir zwei Euro zu viel herausgegeben. Du bist dir darüber bewusst und denkst dir: „Selbst schuld, wenn sie es nicht merkt.“

Auf dem Weg zum Auto bemerkst du, dass du beginnst, dich über dich selbst zu ärgern. Schließlich hattest du dir vorgenommen, ein besserer Mensch zu werden. Warum drehst du nicht um, gehst zurück in das Lokal, und drückst ihr die zwei Euro nachträglich in die Hand (selbstverständlich nicht, ohne zur Wiedergutmachung noch einen Zehner draufzulegen)!? Du kannst dir sicher sein, dass sie sich sehr darüber freuen wird. 

Dein Ärger über dich selbst wird sich schlagartig in Freude und Befriedigung verwandeln!

Du kommst an einen Zebrastreifen. Dort steht ein älterer Herr, der sich unübersehbar nicht über die Straße traut. Du redest dir ein, es mal wieder enorm eilig zu haben. Deshalb lässt du den Mann stehen und hastest zügig weiter. Als du dich noch einmal klammheimlich umdrehst, siehst du, wie schließlich jemand anderes dem Mann seine Hilfe anbietet. Du merkst, dass Ärger über dich selbst in dir aufsteigt. Warum hast du die Gelegenheit nicht genutzt? Deine Gedanken fangen an, Purzelbäume zu schlagen. »Was, wenn mir das einmal passiert, im Alter? Ich hätte dem Herrn wirklich helfen können. Es hätte keine zusätzliche Zeit in Anspruch genommen«.

Anstatt dich zu ärgern, und eine bereits geschehene Situation, die sowieso nicht mehr veränderbar ist, in Gedanken zu drehen und zu wenden, such dir sofort eine Gelegenheit, wie du einem Menschen Hilfe anbieten kannst. Schau dich aufmerksam um, denke an Freunde, Nachbarn und Bekannte. Gleiche einfach deinen Fehler wieder aus.

Nach dem Gesetz der Anziehung, hast du auf diese Weise einen negativen durch einen positiven Impuls ersetzt, und du kannst entspannt eines weiteren Weges gehen. Auch dein Ärger wird im Nu verflogen sein.

 

Technik Nr. 12: Ärger Energie abbauen

Häufig werden dir die oben genannten Regeln helfen, nicht tiefer in einen aufkeimenden Ärger einzusteigen. Allerdings wird es auch Fälle geben, in denen deine gesamte Logik versagt, oder du dich einfach nicht an diese Techniken erinnern wirst.

Ärger ist ein Gefühl. Gefühle verfügen über eine eigene Energie und eigene Gesetzmäßigkeiten. Häufig sind aufkeimende Gefühle, solange sie noch nicht völlig von dir Besitz ergriffen haben, über den Verstand regulierbar.

Allerdings wirst du auch in Situationen kommen, in denen dich das Gefühl Ärger bereits so kräftig übermannt hat, dass dir all die oben genannten Regeln nur noch leer vorkommen werden und keine wirkliche Hilfe mehr sind.

Für diesen Fall ist es von enormer Bedeutung, dass du gelernt hast, konstruktiv mit deinen Gefühlen umzugehen. Der richtige Umgang mit deinen Gefühlen ist einerseits sehr einfach, kann sich aber andererseits zu deinen größten Herausforderungen entwickeln. Deshalb solltest du dies täglich üben.

Und wie geht man nun richtig mit seinen Gefühlen um?

Kennst du den Sinn einer Regenwolke? Gut, du hast es richtig erraten. Der Sinn einer Regenwolke ist es, Regen zu produzieren. Das tut sie so lange, bis kein Wasser mehr vorhanden ist. Dann hat sie ihre Aufgabe erfüllt. Gefühle unterliegen der gleichen Logik.

Der Sinn eines Gefühls ist es, gefühlt zu werden.

Glücklich lächelnde Frau in Gebetshaltung

Bewusste Wahrnehmung baut negative Energie ab

Und zwar so lange, bis sich seine Energie vollständig verbraucht hat. Wenn du also ein Gefühl fühlst, solltest du dir unbedingt Zeit nehmen, dieses bewusst zu erfahren. Dabei geschieht das Gleiche, wie mit der Regenwolke. Je länger du das Gefühl – bewusst – fühlst, desto mehr entleert sich seine Energie. Irgendwann ist die Gefühlsenergie aufgebraucht, und du befindest dich wieder in deinem Frieden.

Je früher du mit diesem Prozess beginnst, desto einfacher ist es. Je mehr ein Gefühl bereits Besitz von dir ergriffen hat, desto größer wird die Herausforderung sein. Auch hier lautet die klare Empfehlung: üben, üben, üben.

Übe dich darin, alle deine Gefühle bewusst wahrzunehmen. Je fitter du darin wirst, desto weniger werden sie in der Lage sein, dich zu überwältigen.

In hoch akuten Fällen, wie einer Trennung oder einem sonstigen, schmerzlichen Prozess, kann ich dich während eines telefonischen Coachings durch diesen Prozess begleiten. Durch den Aufbau eines energetischen Feldes ist der Ablauf um das hundertfache effizienter und schneller, wie du an diesem Erfahrungsbericht von Christine erkennen kannst.

Wenn du ärgerlich bist, beobachte diese Energie in dir. Verfolge genau, wo du sie wahrnehmen kannst. Atme tief, fühle und beobachte, bis zu dem Punkt, an dem du überrascht feststellst, dass sie verschwunden ist, und es dir besser geht, als zuvor.


Dieser Prozess bedarf einiger Übung, bevor du ihn auf vollkommene Weise selbst beherrscht. Deshalb solltest du dir zunächst jemand suchen, der dir auf dem Wege behilflich ist – besonders, wenn du gerade eine schwere Zeit durchmachst. 

Während des TAO-Life Balance Seminars erhältst du unter Anleitung sehr viel Gelegenheit, den Weg in deine Mitte zu erkunden. Diese Tage werden dein Leben verändern und auf eine völlig neue Ebene heben.

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Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, welches die das Licht deines Geistes entflammt


 

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Beziehungskrise überwinden

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Im folgenden Artikel zeige ich dir eine Möglichkeit auf, wie Du Beziehungskrisen aller Art meistern und vor allem zukünftige Beziehungskrisen vollkommen vermeiden kannst.

Immer wieder erhalte ich Anfragen von Menschen mit Problemen in ihrer Beziehung. Sie erzählen mir, dass da keine Liebe mehr ist. Die Probleme haben so, überhandgenommen, dass man einfach keine Liebe mehr für den anderen empfinden kann.

Dabei unterliegen wir einem großen Irrtum. Wir verwechseln Verliebtheit mit Liebe.

Wer wünscht sich nicht die große Liebe, »bis dass der Tod uns scheidet«!? Eine wunderschöne, romantische Vorstellung, die doch so selten in Erfüllung geht.

 Gefährliche Schmetterlinge

Ich behaupte: Auch Du kannst die wahrhaftige Liebe erreichen. Ja, es ist möglich. Und vielleicht liegt die Lösung viel näher, als Du bisher geglaubt hast. Mit der hier vorgeschlagenen Vorgehensweise wirst Du jede Beziehungskrise erfolgreich überwinden können.

Schmetterling an einer Blüte

Zunächst einmal musst Du dir jedoch darüber im Klaren sein, dass Liebe nichts mit Verliebtheit zu tun hat. Stell Dir doch einmal vor, Du hättest für den Rest Deines Lebens Schmetterlinge im Bauch. Okay, eine Weile lang ist das ja ganz schön. Aber was verlangst Du eigentlich von den armen Tierchen? Vielleicht bist Du 40 Jahre alt. Du bist frisch verliebt, die Tierchen fangen an zu fliegen und Deine Mageninnenwände zu kitzeln. Ein herrliches Gefühl. Gehen wir davon aus, Du und dein/e Partner/in werden – natürlich zusammen – 100 Jahre alt.

Keine Zeit zum Lesen? Kein Problem. Hol Dir hier die kostenlosen Lehrbriefe mit wichtigen Informationen rund um alles, was Du für ein erfolgreiches Leben brauchst:

Und nun frage ich Dich: Hast Du schon einmal einen 60 Jahre alten Schmetterling gesehen? Glaubst Du nicht, dass der mittlerweile ziemlich flügellahm geworden wäre?

Hinzu kommt die Gefahr einer Reizung Deiner Magenschleimhäute. Wenn diese ständig mit Schmetterlingsflügeln in Kontakt sind, wird es früher oder später zu einer Magenschleimhautentzündung kommen. 

Warum ist die Fußmassage und das sanfte Streicheln Deines Partners so schön und entspannend? Weil er zwischendurch damit aufhört!

Mit der Liebe ist es nichts anderes. Es ist schlichtweg unmöglich deinen Partner jeden Tag von Morgens bis Abends zu lieben. 

Immer wieder suchen wir Menschen nach dem neuen Kick. Wir wollen das Gefühl der Verliebtheit neu erleben. Es erinnert sehr an Schokolade. Die ersten 1-2 Stück geben ein angenehmes Gefühl auf der Zunge. Doch schon bald ist der Reiz vorbei. Man stopft es nur noch in sich hinein. Doch von Genuss ist schon lange nicht mehr die Rede.

*

Ist die Liebe nicht mehr da, geben wir gerne dem anderen die Schuld dafür. Aber ist nicht genau das der Beweis dafür, dass DU es bist, der nicht mehr in der Liebe ist!? Liebe hat nichts damit zu tun, ob der andere ein Couchpotato ist oder nicht. Es ist vielmehr so, dass die andere Person nicht mehr Deinen Erwartungen entspricht. 

Wir »lieben« nur solange, wie der andere in unser vorgegebenes Muster passt.

Da Menschen sich immer wieder im Laufe ihres Lebens verändern, werden wir auf diesem Wege wahrscheinlich niemals unseren Traum erfüllen können.

Wenn Du dir wirklich diese Traumbeziehung wünschst, bis dass der Tod Euch scheidet, dann ist es wichtig, zu erkennen, dass es eine viel höhere Form der Liebe gibt, als die, die Du bisher erlebt hast.

Völlig frei von Ermüdungserscheinungen, oder der Gefahr von Magenschleimhautentzündungen.

Es ist eine Liebe, deren Flügel niemals erlahmen, sondern immer noch mehr an Kraft und Energie zunehmen.

Die Liebe, von der ich hier spreche, ist eine Liebe, die Menschen anfangs oft Angst macht. Sie befürchten, dass dann der Kick in ihrem Leben abhandenkommen wird. Sie glauben, dass man heilig sein müsse, dass dann der Reiz vorbei sei. Sie befürchten, dass man auf diese Art und Weise jeden Menschen ja jeden Menschen lieben kann und dass es nichts Besonderes mehr ist.

Typische Aussage: »Ich will gar nicht heilig werden, sondern das Leben genießen«.

Stell Dir einmal vor: Ihr seid schon lange zusammen. Ihr seid tief vertraut. Ihr habt schon so manche Beziehungskrise erfolgreich überwunden. Ihr kennt alle Eure Stärken und Schwächen. 

Vielleicht langweilt Dich der Gedanke ein wenig. Aber hast Du es auch einmal weiter gedacht?
Da ist ein Mensch in Deiner Nähe, der alle Deine Fehler und Schwächen kennt und der sich immer noch – jeden Tag neu – entscheidet, bei Dir zu bleiben. Kann es ein größeres Geschenk geben?

Der heilige Augenblick

Eines Tages siehst Du diesem Menschen in die Augen. Du siehst nicht seine Fehler und Versäumnisse. Was Du siehst, ist sein Schmerz, den er mit sich herumträgt. Du siehst sein Bemühen, ein besserer Mensch zu sein. Du siehst seine Wunden. Du siehst sein Bedürfnis danach, geliebt zu werden. Du siehst alle seine Ängste, seine Hoffnungen, seine Sehnsucht. Und ja, auch alle seine Fehlversuche, den richtigen Weg zu finden.

Und auf einmal wird Dir klar, dass es ihm nicht anders ergeht, als Dir selbst. Seine Fehler mögen andere, als die Deinen sein. Aber er hat die gleichen Ängste, die gleichen Sehnsüchte, die gleichen Hoffnungen wie Du.

Es gibt überhaupt keinen Unterschied.

Und dann, während Du ihm tief in die Augen siehst, bemerkst Du auf einmal, wie Deine Gedanken beginnen, sich zu beruhigen. Es wird ruhig und friedlich in Dir. Es ist, als ob Du endlich die Oberfläche durchdringst. Deine Atmung wird tiefer.

Du spürst, hast eine leichte Ahnung davon, dass da noch etwas anderes ist. Etwas, das Euch verbindet. Etwas, das Du nicht mit Worten erfassen kannst. Du bist ganz ruhig. Du bemerkst, dass Euer Atem auf einmal synchron fließt. Ihr seht Euch tief in die Augen.

Das ist der heilige Moment. Das ist der Augenblick, da Ihr endlich im Hier und Jetzt angekommen seid. Der Atemzug, in dem es keinerlei Vergebung mehr bedarf. Die Sekunde, in der aller Schmerz vergangen ist. Ihr seid angekommen. Gemeinsam!

Das ist die wahre Liebe.

Liebe, die keiner Worte, keiner Erklärungen, keiner Gespräche und schon gar keiner Rechtfertigungen mehr bedarf.

Das ist die Liebe, die jede Krise überwindet. 

Es gibt nur ein einziges Problem

Ich möchte Dir hier aufzeigen, dass jedes Problem in Deiner Beziehung nichts anderes ist, als eine Chance, dich der wahren Liebe zu öffnen.

Wenn sich genügend Probleme angehäuft haben, kommen wir irgendwann zum Schluss, dass es jetzt genug ist. Es scheint nicht mehr lösbar. Ihr habt es einfach nicht geschafft. Anstatt die Chance zu sehen, lag Euer Fokus immer nur auf den scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten.

Probleme in der Partnerschaft sind der schnellste Weg ins Licht.

Eierköpfe

Nur durch sie wirst Du wach gerüttelt. Nur die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die Dir täglich in Deiner Partnerschaft begegnen, werden am Ende Dein Herz für die wahre Liebe öffnen.

Eigentlich gibt es in Deiner Beziehung nur ein einziges Problem. Wenn Du dieses gelöst hast, werden Beziehungskrisen fortan der Vergangenheit angehören.

Das einzige Problem, das Ihr habt, sind die Erwartungen.

Ständig erwarten wir von unserem Partner irgendetwas.

Wir erwarten vielleicht, dass

  • er immer pünktlich ist,
  • sie uns mindestens fünfmal wöchentlich Sex anbietet,
  • er öfter Zuhause ist,
  • wir öfter für unsere Arbeit gelobt werden,
  • wir regelmäßig gemeinsam am Abendbrottisch sitzen,
  • nicht in der Öffentlichkeit gestritten wird,
  • sie versteht, dass unsere Aufmerksamkeit mehr bei der Arbeit liegt,
  • der andere versteht, dass nur unser Umgang mit den Kindern der richtige ist.

Diese Liste ließe sich unendlich weit fortführen. Nur Du kannst Dir selbst gegenüber ehrlich sein und Deine Erwartungen ansehen.

Wenn wir eine Erwartung haben, dann glauben wir auch, im Recht zu sein. Unser Verstand liefert uns 1000 Begründungen, warum unsere Erwartung gerechtfertigt ist. Und ja, in Deiner Welt, in Deinem Verständnis der Welt, werden alle diese Begründungen ihre Berechtigung haben. 

Doch jeder Mensch lebt in einer völlig unterschiedlichen Welt. Jeder Mensch trägt in seinem Kopf eine unsichtbare Box. Wenn unsere beiden Boxen sehr übereinstimmen, dann verstehen wir uns. Wir fühlen uns nahe. Doch wenn sich diese Boxen unterscheiden, distanzieren wir uns voneinander.

Doch ist ein Mensch weniger liebenswert, nur weil er eine andere Box hat, als Du? Was berechtigt Dich, zu behaupten, dass Deine Box die bessere ist? Nur weil Du von Ihrem Inhalt überzeugt bist?
Auch der/ die andere ist absolut überzeugt von seinem/ ihrem Boxinhalt.

Wenn Du Deine Probleme in der Beziehung erfolgreich überwinden möchtest, dann erkenne, dass weder Du noch der/ die andere ihre Box sind. In der Box sind Einstellungen und Glaubenssätze, die sich im Laufe des Lebens herausgebildet haben. Meinungen, die wir von Autoritätspersonen übernommen haben. 

Aber es gibt in jedem Menschen eine Ebene, die über diese Box hinaus geht.

Und Du, nur Du bist es, der den Zugang zu dieser Ebene finden kann. 

Beziehung und Universum sind eins

Alles, was bisher gesagt wurde, gilt übrigens nicht nur für Beziehungskrisen. Es gilt für Dein komplettes Leben. Wann immer Du dich nicht vollkommen wohl fühlst, liegt es immer nur an einem einzelnen Punkt. Deinen Erwartungen.

Die aktuelle Situation ist nicht so, wie Du sie gerne hättest. Ständig laufen wir durch die Welt und haben eine Vorstellung davon, wie die Dinge eigentlich laufen sollten. 

Wäre Gott für all dies zuständig, was wir uns so vorstellen, wäre selbst er wahrscheinlich völlig überfordert. 

Stell Dir das doch einmal bildlich vor: 7 Milliarden Menschen. Jeder hat seine eigene Vorstellung. Jeder will etwas anderes oder alle das Gleiche. Jeder würde gerne im Lotto gewinnen. Jede 2. Frau wäre gerne mit Brad Pitt oder George Clooney liiert. Wie bitte soll das funktionieren?

Wenn Du wirklich in die Liebe kommen möchtest, lerne anzuerkennen, dass die Dinge fast nie so laufen, wie Du es gerne hättest. Das bedeutet nicht, dass wir uns mit einem verzogenen Gesicht eben irgendwie mit dem Lauf des Lebens abfinden müssen.

Wenn wir wirklich glücklich werden wollen, wenn wir Probleme in der Beziehung zukünftig wirklich vermeiden wollen, sollten wir uns dafür öffnen, dass wir keine Kontrolle haben und sie auch niemals haben werden.

Vielleicht glaubst Du ja an so etwas wie einen höheren Plan. Würde das dann nicht bedeuten, dass es eine andere Instanz gibt, die alles regelt, was es zu regeln gibt!?

Jeden Tag stehen wir auf und haben einen Plan im Kopf. Eine Liste der Dinge, die wir noch erledigen wollen und eine Liste von Wünschen, wie zum Beispiel: Tolles Wetter, nette Kollegen, rücksichtsvolle Autofahrer, freie Autobahnen, aufgeräumte Wohnungen etc.

Der Mann mit dem langen Bart schwebt derweil über Dir, schüttelt den Kopf und flüstert in Dein Ohr: »Mein Kind, das geht nicht. Ich habe es so arrangiert, dass Deine Freundin, Dich um 18°° anruft. Sie braucht dringend Deine Hilfe. Wenn Dein Partner pünktlich zum Abendbrot da ist, würdest Du, wegen Deiner vielen Schmetterlinge im Bauch, nicht ans Telefon gehen.
Außerdem werde ich dafür sorgen, dass Deine Bewerbung auf den neuen Job abgelehnt wird. Es ist besser für Dich. Dort sind nämlich Kollegen, deren Boxen sehr weit von der Deinen abweichen. Du würdest nicht glücklich werden. Und ja, ich werde auch dafür sorgen, dass Deine Tochter heute Morgen richtig unleidlich werden wird – ich möchte nämlich, dass Du dich mit Deinem Mann einmal zusammensetzt und Ihr endlich darüber sprecht, was Eure gemeinsame Linie in der Kindererziehung ist ….«

Was glaubst Du, welcher Plan am Ende die größere Harmonie verspricht?

So überwindest Du jede Beziehungskrise

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann mit dem langen, weißen Bart die bessere Übersicht hat, ist ziemlich groß. Mit jedem eigenen Wunsch, jedem persönlichen Plan und unseren individuellen Erwartungen pfuschen wir ihm eigentlich ständig nur in sein Handwerk.

Natürlich bedeutet das auch, dass es dann so etwas wie einen höheren Plan für Dein Beziehungsleben gibt. Möchtest Du also künftig Beziehungskrisen vermeiden, solltest Du deine Erwartungen einmal gründlich überprüfen. Am besten schraubst Du sie gleich auf Null zurück.

Okay, ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass das gar nicht so einfach ist. Aber vielleicht hilft Dir das oben genannte Bild dabei. 

Wenn Du auch der Meinung bist, dass es auf dieser Welt keinen Zufall gibt, dann bedeutet das doch, dass jede Einmischung unsererseits den höheren Plan stören muss.

Du wirst jeden Tag mit Situationen konfrontiert werden, mit denen Du nicht einverstanden bist. Egal, ob Dein Partner mal wieder stundenlang vor dem Fernseher sitzt, das ganze Wochenende auf dem Fußballplatz verbringt, oder deine Frau mal wieder mit schriller Stimme schimpfend durch die Wohnung läuft.

Blonde Frau

Sage Dir: »Ich nehme es an«, »auch wenn es mir gerade schwerfällt: Ich bin einverstanden«, »Ich lasse jetzt alle meine persönlichen Erwartungen los und vertraue darauf, dass es einen höheren Plan gibt. Ich schaue, was sich daraus ergibt und entspanne mich in diese Situation hinein.«

Konzentriere Dich auf den Augenblick. Sei voll und ganz im Hier und Jetzt. Atme tief. Wiederhole für dich: »Ich lasse jetzt alle meine Erwartungen los, weil ich weiß, dass dann etwas besseres geschehen wird«.

Zugegeben. Das ist nicht die leichteste Übung. Doch je mehr Du sie trainierst, desto harmonischer wird Dein Leben verlaufen.

Interessanterweise erhalte ich von den Teilnehmern des TAO-Life Balance Seminars immer wieder die Rückmeldung, dass sich ihr Leben nach dem Seminar auf allen Ebenen zum besseren gewendet hat. 

Der Grund dafür ist einfach. Sie haben sich über mehrere Tage in einen Zustand des reinen Seins begeben. Sie haben sich von allen Erwartungen befreit, egal, ob ihnen das bewusst war, oder nicht. 

Und auf einmal geschehen Wunder im Leben.

Probier es einmal aus. Erlebe, wie Probleme in Deiner Beziehung sich auf einmal in Luft auflösen. Beginne mit den kleinen Dingen und dann steigere Dich.

In der heutigen Zeit, in der immer mehr Menschen bestrebt sind, sich zu verbessern und weiter zu entwickeln, macht sich zusehends die Einstellung breit, dass man erst mal richtig gut werden will, bevor man wieder eine Beziehung eingeht. 

Doch wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte. Wie möchtest Du Erwartungslosigkeit trainieren, wenn da niemand ist, an den Du Erwartungen hast?

Pass auf Dich auf und vermeide die Extreme.

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Ich bin kein Opfer

»Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe« (Ein Kurs in Wundern, Lektion 31)

Ein einfacher Satz mit einem außerordentlichem Sinngehalt.

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Aus diesem scheinbar so einfachen Satz der 31. Lektion aus »Ein Kurs in Wundern« können wir gleich drei verschiedene Unterlektionen herausziehen.

Teil 1: Ich bin kein Opfer

Sehr viele Menschen, ja, ich möchte sogar behaupten, die meisten, neigen dazu, sich sehr schnell als Opfer zu sehen. Und das sind beileibe nicht nur die scheinbar und offensichtlich Schwachen.

Bild von Richard Reid auf Pixabay

Es gibt Männer, die an der Spitze einer Weltmacht stehen und sich als Opfer der Politik anderer – oft viel kleinerer Länder – sehen.

 


Es gibt große Stars, mit Millionen auf ihrem Bankkonto, die anfangen Drogen zu nehmen, weil sie mit der Welt, ihrem Ruhm, ihren Beziehungen, ihren Gefühlen nicht mehr klar kommen.

Wenn uns eine Krankheit befällt, fühlen wir uns im allgemeinen als Opfer eines Bakteriums, einen Virus. Und wenn wir einen Unfall hatten, versucht jeder, andere Beteiligte zu Tätern und sich selbst zum Opfer zu machen. 

Wann immer wir denken: »Das ist, weil Du…«, haben wir uns bereits in die Opferrolle begeben. Als Opfer heischen wir gerne nach Aufmerksamkeit. Wir stellen uns als schwach dar, beteuern unsere Unschuld und hoffen auf Verständnis und Hilfe von außen. Dieses Verhalten beginnt schon im frühen Kleinkindalter und zeigt, wie tief eingeprägt unsere Schuldgefühle sind.

Damit treffen wir – so ganz nebenbei – ein grundlegendes Thema, mit dem sich nicht nur »Ein Kurs in Wundern« beschäftigt, sondern das auch das grundlegende Thema des gesamten Christentums darstellt. 

Die christliche Botschaft ist ja, naja, sollte wohl eher sein, dass es keine Schuld gibt. Ein Satz mit dem spirituelle Jünger gerne hausieren gehen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie ihn auch verstanden haben. 

Bild von congerdesign auf Pixabay 

Auf jeden Fall heißt es in der Bibel, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, um damit unsere Schuld auf sich zu nehmen. Entschuldigung – aber ich persönlich halte das für so ziemlich das Dümmste, was ich jemals gehört habe. Erst erschafft ein Gott den Menschen nach seinem Ebenbild (wie kann der dann schuldig sein?). Dann macht er noch einen besonderen Menschen, lässt ihn richtig leiden, damit er, also Gott, seine eigenen Fehler wieder ausmerzen kann!? Es ist schon erstaunlich, was unser menschliches Hirn sich so ausdenkt. Und was dann auch noch von unzähligen Menschen geglaubt wird.

Außerdem impliziert diese ganze leidvolle Aktion ja gerade, dass der Mensch eben doch schuldig ist. Sonst müsste ja niemand ans Kreuz genagelt werden, um diese Schuld wieder von ihm zu nehmen.

Wie heißt es so schön im unbedingt empfehlenswerten Film »Wie im Himmel« von Kay Pollack: »Erst verteilt die Kirche die Schuld, um sie dann großzügig wieder zu nehmen«.

Mir gefällt die Version aus »Ein Kurs in Wundern« besser. Da heißt es: Die Botschaft der Kreuzigung war, dass wir kein Körper, sondern reiner Geist sind. 

Reiner Geist wiederum kennt keine Schuld. Was bedeutet Schuld überhaupt? Normalerweise bringen wir den Begriff Schuld damit in Verbindung, dass jemand etwas schlimmes getan hat. Gegen die Regeln verstoßen. Und das gehört dann normalerweise auch bestraft.

Doch »Ein Kurs in Wundern«, lehrt uns eine ganz andere Definition. Schuld ist alles, was nicht göttlich ist. Allerdings nicht in dem Sinne, dass Du etwas böses getan hast, sondern einfach nur als: »Hey, Du bist nicht auf dem richtigen Weg. Was Du gerade tust, oder denkst ist nicht liebevoll. Abgesehen davon, dass es das gar nicht gibt, bringt es Dich einfach nicht weiter. Ich liebe Dich trotzdem«

Wenn Du also denkst: »Ich habe mich da echt schlecht verhalten« und dich schuldig fühlst, dann ist es schon eine gute Idee, um Vergebung zu bitten. Auf der körperlichen Ebene können wir sehr wohl Fehler begehen.

Allerdings solltest Du daran denken, dass es Deinen Geist nicht berührt. Und der Geist ist die eigentliche Wahrheit. Also hör auf, Dich schlecht zu fühlen, nachdem Du dich entschuldigt hast, denn sonst machst Du dich schon wieder schuldig. 

Klar – oder?

Teil 2: Die Welt, die ich sehe, ist sowieso nicht richtig

Lektion 31 aus »Ein Kurs in Wundern lautet: »Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ICH SEHE«

Da stellt sich doch die Frage: Was ist das eigentlich, was wir sehen? An anderer Stelle sagt uns »Ein Kurs in Wundern«, dass Wahrnehmung Projektion ist. Das bedeutet, was immer wir da draußen sehen, ist nichts anderes, als unsere eigene Projektion. Es entsteht erst in unserem Geist. Unserer Vorstellung.

Wenn wir zu dieser Aussage nicht nur einfach mit dem Kopf nicken, sondern uns wirklich einmal klar machen würden, was das eigentlich bedeutet, wäre uns schnell klar, dass wir niemals wirklich Opfer sein können.

Es beginnt mit so einfachen Dingen, wie zum Beispiel: »Ich fühle mich von meinem Mann nicht geliebt«. Vielleicht liebt Dein Mann dich, aber Du kannst es gar nicht sehen, weil er seine Liebe nicht so ausdrückt, wie Du es gerne hättest. Wie sehr liebst Du dich selbst? Wenn Du dich selbst ablehnst, wirst Du niemals die Liebe eines anderen Menschen annehmen können. Aber selten suchen wir die Ursache bei uns. Wir interpretieren es in die Welt hinein. Sehen die Welt mit unseren Augen – die uns nie die Wahrheit sagen.

Eine Frau sagte mir neulich: »Viele Frauen wünschen sich einen liebenswerten, aufmerksamen Mann, der für sie da ist, ihnen zuhört und einfach lieb ist. Doch wenn sie ihn dann haben, können sie es oft gar nicht annehmen.«

Wie sollen wir Opfer von etwas werden, was nicht wirklich ist, weil wir es einfach anders sehen?

Gehen wir noch einen Schritt weiter und erinnern uns, dass wir eigentlich Geist und nicht Körper sind, dann wird noch deutlicher, dass die Welt, die wir sehen, lediglich in unserer Vorstellung existiert. Ich spreche jetzt nicht nur von der Interpretation dessen, was wir sehen. Tatsächlich ist die Welt da draußen nicht wirklich. Sie besteht nur aus Energie und Schwingungen. Was wir sehen, wird erst in unserem Gehirn zusammen gesetzt. 

»Ich bin Opfer dessen, was ich sehe«, wäre also in etwa vergleichbar mit der Aussage, dass ich das Opfer eines Kinofilms bin.

Wer bestimmt hier eigentlich?

Kommen wir zum dritten Abschnitt der Aussage: »Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe« aus »Ein Kurs in Wundern«, Lektion 31.

Baby schaut in den Spiegel

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Es ist von enormer Bedeutung, dass wir uns klarmachen, dass die Welt, die wir da draußen sehen, nichts anderes ist, als das Ergebnis unserer Gedanken. Es ist in etwa so, als ob Du morgens in den Spiegel schaust und feststellst, dass da ein großer grüngelber Pickel auf Deiner Nase sitzt. Du fühlst Dich schlecht und nicht mehr liebenswert – und hast Dich schon wieder zum Opfer der Welt da draußen gemacht.

Doch wie ist es eigentlich zu diesem grün-gelben Pickel auf der Nase gekommen? Wenn es doch angeblich keinen Zufall im Universum gibt, dann muss es auch einen Grund für diese Entstellung geben. 

Vielleicht liegt es ja daran, dass Du dich schon immer für wenig liebenswert und recht unattraktiv empfunden hast. Du empfindest Dich nicht als schön. Was wird passieren? Unbewusst wirst Du Deine Körperhaltung verändern, Deine Kleidung und ja, sogar Dein physisches Aussehen wird Dir zeigen, dass Du alles andere, als ein Quell der Schönheit bist.

Sei Dir bewusst darüber: Du erschaffst es selbst!

Wie kann man das Opfer einer Schöpfung sein, die man selbst erschaffen hat?

Der Ausweg aus dem Dilemma lautet: Geh mit Deiner Aufmerksamkeit weg von der Außenwelt. Konzentriere Dich auf Dein Denken. Fokussiere Dich auf Deine Innenwelt. Die Kraft in Dir ist so stark, dass Du auf diesem Wege Deine Außenwelt vollständig verändern kannst.

Auf einem meiner Seminare führte ich in der Einführungsrunde ein Gespräch mit einem gebeugt aussehendem Teilnehmer. Er war damals etwa Mitte 50 und sein ganzer Körper schmerzte beständig. Man merkte ihm die innere Anspannung deutlich an. Offensichtlich gelang es mir, ihn auf einer geistigen Ebene zu erreichen.

Während des Mittagessens bemerkte ich seinen überraschten Gesichtsausdruck. Auf meine Frage, was ihn so in Erstaunen versetze, antwortete er ungläubig: »Es ist das erstemal seit Jahren, dass ich keine Schmerzen mehr habe.«

Ein eindeutiger Beweis dafür, dass wir die Schöpfer und nicht die Opfer sind. Solche Geschichten geschehen immer wieder auf den Seminaren – wenn wir erkennen, wer wir wirklich sind. 

Also noch einmal zum Schluss: »Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe« (Ein Kurs in Wundern, Lektion 31)

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Lektion 30; Ein Kurs in Wundern

Ich entscheide, was ich sehe

Einen Tag, bevor ich dieses Video veröffentlichte, befand ich mich mit einem Kajak auf einem großen See. Rings um mich herum nur Wasser. Über mir wölbte sich ein grenzenlos weiter Himmel. An den fernen Ufern labte ich mich am satten Grün der Wälder.
Was siehst Du, wenn Du dich mit der Natur verbindest? Kannst Du das Göttliche in allem erspüren…!?

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Weitere Lektionen aus dem Kurs findest Du hier

Junges Pärchen sitzt auf einem Stein

Die Einladung

Oriah Mountain Dreamer

Im folgenden rezitiere ich einen wundervollen Text einer kanadischen Lehrerin mit dem spirituellen Namen Oriah Mountain Dreamer. Es handelt sich um äußerst inspirierende Zeilen, die mich immer wieder tief berühren und die mir persönlich helfen, mich zu überprüfen, wie weit ich vom Weg abgekommen bin.
Ein paar Minuten Zeit, die sich wirklich lohnen

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Ein Kurs in Wundern; Lektion 29

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„Zufällig“ habe ich diese Lektion noch einmal aufgenommen. Eine etwas andere Betrachtungsweise. Vielleicht ein wenig verständlicher:

„Gott ist in allem, was ich sehe“

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oder: Friedliche Gedanken erzeugen eine friedliche Welt

Wenn wir uns die 29. Lektion aus Ein Kurs in Wundern zu Gemüte führen, kann uns der heutige Leitgedanke zunächst in die Irre führen.

Du nimmst Dir ein Buch und sagst Dir: „Gott ist in diesem Buch“, gefolgt von einer Blume: „Gott ist in dieser Blume“ und vielleicht noch einer Büroklammer: „Gott ist in dieser Büroklammer“.

Und schon bist Du in der Falle gefangen. Du denkst nämlich: „Da draußen, außerhalb von mir ist die Büroklammer und da ist irgendwie Gott drin“. Da draußen befinden sich alle möglichen Gegenstände und da ist irgendwie Gott drin.

Doch diese Denkweise bezeugt nur, dass Du dich von allem was ist, getrennt hast.


Doch Ein Kurs in Wundern lehrt uns eine ganz andere Wahrheit. Es geht darum, dass es keine Trennung gibt. Es gibt kein „da draußen“. An anderer Stelle sagt uns der Kurs: „Eine Idee ist niemals getrennt von ihrem Ursprung“.

Das bedeutet: Die Uhr, die Du scheinbar da draußen mit Deinen Augen siehst, wurde zuvor in Deinem Denken erzeugt. Du hast sie in Deinem Geist erschaffen. Sie existiert nur in Deinem Bewusstsein.

Nun erkennst Du schnell, dass es nicht darum geht, dass das Göttliche in irgendetwas um uns herum ist, oder nicht.

Gott ist in Dir

Es geht darum, dass das Göttliche in Deinen Gedanken ist. Man könnte die Lektion also auch so formulieren: „Gott ist in allem, was ich in meinem Geist erschaffe“. Oder: „Die Liebe ist in allem, das ich erschaffe.“

Wie erschaffst Du in Deinen Gedanken? Von der Position des Ego aus: „Das gehört nicht zu mir“, „das ist nicht in Ordnung“, „das ist gut/ schlecht für mich“, oder aus der Position der Liebe heraus!? Der Liebe, der Grenzenlosigkeit und des Friedens. 

Es bedeutet: Du siehst etwas mit Deinen Augen und wirst Dir bewusst darüber, dass Du es gerade in Deinen Gedanken erschaffen hast. Und dann sagst Du dir sinngemäß, dass die Liebe in allem ist, was Du erschaffst. „Die Liebe ist in allem, was ich erschaffe“.

Du wirst dann die Welt mit anderen Augen sehen. Die Liebe bewertet zum Beispiel nicht. Sie sieht nur: Liebe oder nicht Liebe. 

Und wenn Du etwas siehst, was Dir nicht gefällt, dann weißt Du: „Hier habe ich die Liebe vergessen. Hier ist ein Mangel an Liebe“. Du betrachtest den Gegenstand, die Situation mit den Augen der Liebe – füllst praktisch Dein Leben mit Liebe auf und siehst, wie sich Dein Leben vor Deinen, (erst inneren) und dann äußeren, Augen verwandelt.

Vielleicht hast Du gerade Stress mit Deinem Partner. Du sagst Dir: „Gott ist in dieser Situation“ oder auch: „Ich sehe diese Situation mit den Augen der Liebe“, ich betrachte die Situation in Stille.

All diese genannten Varianten der Original Lektion aus Ein Kurs in Wundern können Dir helfen, den Sinn noch eingängiger für Dich zu machen.

Praktische Anwendung

Erdenkst Du gerade: Streit, Armut, Stress, Konflikt, Krankheit? Dann erschaffst oder denkst Du aus einem Mangel an Liebe heraus. 

Sage Dir „GOTT ist in dem, was ich sehe“. Nimm das als eine Aufforderung an Dich selbst: „Ich sehe jetzt nicht mehr Krankheit sondern konzentriere meine Gedanken auf Gesundheit; Ich sehe jetzt nicht mehr Mangel, sondern Chancen“.

Siehst Du ein Problem oder eine Herausforderung? Du weißt nicht, wofür eine Schwierigkeit in Deinem Leben gut ist. Aber Du entscheidest Dich für Deine persönliche Betrachtungsweise. 

Ich entscheide mich in meinem Denken für Liebe.