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Lektion 30; Ein Kurs in Wundern

Ich entscheide, was ich sehe

Einen Tag, bevor ich dieses Video veröffentlichte, befand ich mich mit einem Kajak auf einem großen See. Rings um mich herum nur Wasser. Über mir wölbte sich ein grenzenlos weiter Himmel. An den fernen Ufern labte ich mich am satten Grün der Wälder.
Was siehst Du, wenn Du dich mit der Natur verbindest? Kannst Du das Göttliche in allem erspüren…!?

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Weitere Lektionen aus dem Kurs findest Du hier

Junges Pärchen sitzt auf einem Stein

Die Einladung

Oriah Mountain Dreamer

Im folgenden rezitiere ich einen wundervollen Text einer kanadischen Lehrerin mit dem spirituellen Namen Oriah Mountain Dreamer. Es handelt sich um äußerst inspirierende Zeilen, die mich immer wieder tief berühren und die mir persönlich helfen, mich zu überprüfen, wie weit ich vom Weg abgekommen bin.
Ein paar Minuten Zeit, die sich wirklich lohnen

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Ein Kurs in Wundern; Lektion 29

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„Zufällig“ habe ich diese Lektion noch einmal aufgenommen. Eine etwas andere Betrachtungsweise. Vielleicht ein wenig verständlicher:

„Gott ist in allem, was ich sehe“

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oder: Friedliche Gedanken erzeugen eine friedliche Welt

Wenn wir uns die 29. Lektion aus Ein Kurs in Wundern zu Gemüte führen, kann uns der heutige Leitgedanke zunächst in die Irre führen.

Du nimmst Dir ein Buch und sagst Dir: „Gott ist in diesem Buch“, gefolgt von einer Blume: „Gott ist in dieser Blume“ und vielleicht noch einer Büroklammer: „Gott ist in dieser Büroklammer“.

Und schon bist Du in der Falle gefangen. Du denkst nämlich: „Da draußen, außerhalb von mir ist die Büroklammer und da ist irgendwie Gott drin“. Da draußen befinden sich alle möglichen Gegenstände und da ist irgendwie Gott drin.

Doch diese Denkweise bezeugt nur, dass Du dich von allem was ist, getrennt hast.


Doch Ein Kurs in Wundern lehrt uns eine ganz andere Wahrheit. Es geht darum, dass es keine Trennung gibt. Es gibt kein „da draußen“. An anderer Stelle sagt uns der Kurs: „Eine Idee ist niemals getrennt von ihrem Ursprung“.

Das bedeutet: Die Uhr, die Du scheinbar da draußen mit Deinen Augen siehst, wurde zuvor in Deinem Denken erzeugt. Du hast sie in Deinem Geist erschaffen. Sie existiert nur in Deinem Bewusstsein.

Nun erkennst Du schnell, dass es nicht darum geht, dass das Göttliche in irgendetwas um uns herum ist, oder nicht.

Gott ist in Dir

Es geht darum, dass das Göttliche in Deinen Gedanken ist. Man könnte die Lektion also auch so formulieren: „Gott ist in allem, was ich in meinem Geist erschaffe“. Oder: „Die Liebe ist in allem, das ich erschaffe.“

Wie erschaffst Du in Deinen Gedanken? Von der Position des Ego aus: „Das gehört nicht zu mir“, „das ist nicht in Ordnung“, „das ist gut/ schlecht für mich“, oder aus der Position der Liebe heraus!? Der Liebe, der Grenzenlosigkeit und des Friedens. 

Es bedeutet: Du siehst etwas mit Deinen Augen und wirst Dir bewusst darüber, dass Du es gerade in Deinen Gedanken erschaffen hast. Und dann sagst Du dir sinngemäß, dass die Liebe in allem ist, was Du erschaffst. „Die Liebe ist in allem, was ich erschaffe“.

Du wirst dann die Welt mit anderen Augen sehen. Die Liebe bewertet zum Beispiel nicht. Sie sieht nur: Liebe oder nicht Liebe. 

Und wenn Du etwas siehst, was Dir nicht gefällt, dann weißt Du: „Hier habe ich die Liebe vergessen. Hier ist ein Mangel an Liebe“. Du betrachtest den Gegenstand, die Situation mit den Augen der Liebe – füllst praktisch Dein Leben mit Liebe auf und siehst, wie sich Dein Leben vor Deinen, (erst inneren) und dann äußeren, Augen verwandelt.

Vielleicht hast Du gerade Stress mit Deinem Partner. Du sagst Dir: „Gott ist in dieser Situation“ oder auch: „Ich sehe diese Situation mit den Augen der Liebe“, ich betrachte die Situation in Stille.

All diese genannten Varianten der Original Lektion aus Ein Kurs in Wundern können Dir helfen, den Sinn noch eingängiger für Dich zu machen.

Praktische Anwendung

Erdenkst Du gerade: Streit, Armut, Stress, Konflikt, Krankheit? Dann erschaffst oder denkst Du aus einem Mangel an Liebe heraus. 

Sage Dir „GOTT ist in dem, was ich sehe“. Nimm das als eine Aufforderung an Dich selbst: „Ich sehe jetzt nicht mehr Krankheit sondern konzentriere meine Gedanken auf Gesundheit; Ich sehe jetzt nicht mehr Mangel, sondern Chancen“.

Siehst Du ein Problem oder eine Herausforderung? Du weißt nicht, wofür eine Schwierigkeit in Deinem Leben gut ist. Aber Du entscheidest Dich für Deine persönliche Betrachtungsweise. 

Ich entscheide mich in meinem Denken für Liebe.

Alles Ansichtssache

Lektion 28 * Ein Kurs in Wundern

„Vor allem will ich die Dinge anders sehen“

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Alles, was Du dir wünschst, ist Frieden. Immer nur Frieden. Dieser Zustand, dem wir alle irgendwie hinterher laufen. Wir lesen ungezählte Bücher dazu, besuchen Seminare und sammeln ungezählte Lebensweisheiten an.

Immer, wenn wir eine neue Erkenntnis haben, nicken wir begeistert mit dem Kopf und glauben, nun endlich den Schlüssel gefunden zu haben.

Bis zum nächsten Malheur….

Wie oft ist Dir das schon passiert?

Du hast Dir ganz fest vorgenommen – egal, was passiert – in Deiner Mitte zu bleiben. Du weißt ganz genau: Wenn es Dir endlich gelingt, loszulassen, gelassen zu bleiben, nicht zu bewerten und all die schönen Dinge, die man tun soll, dann wird es Dir besser gehen.

Deine Gesundheit wird sich stabilisieren. Du wirst bessere Beziehungen führen. Am Ende wirkt sich das Ganze sogar auf Deine gesamte Lebenssituation aus. 

Aber wenn Du ganz ehrlich bist, ist es Dir schon so oft nicht gelungen. Wieder und wieder hast Du es versucht. Wieder und wieder hast Du versagt. 

Persönlichkeitsentwicklung kann ein frustrierendes Geschäft sein. Da möchte man schon freiwillig ein Gutmensch sein und was passiert? Ständig fährt einem einer vor den Karren, nur um zu zeigen, dass der Heiligenschein noch weit entfernt ist.

Ich weiß nicht, wie es Dir damit so geht. 

Das Leben ist ein Klassenzimmer

Ich hatte neulich eine Situation, in der es mir nicht wirklich gut erging. Manchmal verhalten sich Menschen auf recht absonderliche Weise. Beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, was in diese Person gefahren war, die mich derart anging.

Und dann ist es einfach schwer, ruhig zu bleiben. Wenn wir uns verletzt fühlen, wenn wir nicht wissen, was gerade los ist. Wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen. 

Mann mit aufgerissenem Mund und Augen
Photo by Gem & Lauris RK on Unsplash

Es ist oft schwer, die Motivation eines anderen Menschen zu durchschauen.

Du kennst das sicher auch. Jemand verhält sich Dir gegenüber unfreundlich, verletzt dich, greift Dich sogar verbal an und Du bist Dir keiner Schuld bewusst. Dann ist es schwer, ruhig zu bleiben. Gelassen zu reagieren. Loszulassen, wie man so schön sagt.

Und ja, Du bist Dir bewusst darüber, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Jeder sieht eine Situation auf seine Weise.
In meinem Fall war es so, dass ich ein Schreiben vom Rechtsanwalt bekam. Ich fiel aus allen Wolken. Was war denn hier passiert? Jegliche Versuche meinerseits, Kontakt aufzunehmen und die Sache vernünftig und menschlich zu klären, wurden abgeblockt. Es blieb mir am Ende nichts übrig, als auch meinerseits einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Immer von einem verständnislosen Kopfschütteln begleitet.

Einerseits war ich gezwungen, meine Position darzulegen. Denn die Forderungen, die an mich heran getragen wurden, waren nicht rechtens. 

Rufe mich und ich antworte Dir

Um ruhig zu bleiben und schnellstmöglich wieder in meine Mitte zu kommen, zog ich „Ein Kurs in Wundern“ heran. Das ist oft eine gute Idee, wenn es der Hilfe bedarf.

„Ein Kurs in Wundern“ zeigt uns oft eine andere Betrachtungsweise auf. Doch es wollte nicht so richtig funktionieren. 

Ich bat – ganz im Sinne dieser Lektionen – darum, die Sache anders zu sehen. Doch noch war ich zu sehr in meinem eigenen Ego verfangen. Ich suchte nach einer Betrachtungsweise, die ich nachvollziehen konnte.
So setzte ich mich auf mein Meditationskissen, machte einige tiefe Atemzüge und bat darum, die Dinge anders zu sehen.

Betender Mann mit Hand auf dem Herz

Im Zustand tiefer Entspannung stellte ich auf einmal fest, dass sich für mich die Dinge durch diese Klage zwar etwas verschoben hatten, ich aber keinen wirklichen Verlust erlitt. Tatsächlich hatte mein Kontrahent sich ins eigene Fleisch geschnitten und kam ziemlich schlecht aus der Sache heraus.

Mein Ego schrie nach Schadenfreude. Doch am Ende behielt das Unverständnis die Oberhand. Warum handelt diese Person so? Ich hatte mir einige Theorien zurechtgelegt und Mitgefühl machte sich breit.

Mal wieder hatte der Kurs mich auf eine gute, friedvolle Spur geführt.

Aber es fühlte sich noch nicht wirklich rund an. Rein rechtlich gesehen war und bin ich im Recht. Aber das Herz schmerzte sehr.

Ist das der Sinn der 28. Lektion aus dem Kurs, die Dinge ein wenig anders zu sehen? Ich zweifelte.

Wenn Du mit dem Kurs in Wundern arbeitest, wirst Du oft an Stationen, Lektionen, Textbausteine kommen, die sich Deinem Verstand nicht erschließen. Es gibt auch Situationen da draußen, die Du nicht ändern kannst. Und das ist auch gar nicht Deine Aufgabe. 

An anderer Stelle lehrt der Kurs uns: „Ich weiß nicht, was es bedeutet“. Wenn wir diese Aussage anerkennen können – das Geheimnis des Universums nicht ergründen zu können, stellt sich eine tiefe innere Ruhe ein.

Die Frage nach dem Warum ist anstrengend und bringt selten befriedigende Antworten. 

Lass sie einfach ruhen. Hör auf, das Mysterium ergründen zu wollen. Ob Du es Gott nennst, oder das Universum, ist zweitrangig. Was zählt, ist die innere Gelassenheit.

Die Unendlichkeit der Stille

Wie der „Zufall“ es so will – ich betrachte es eher als eine Antwort auf meine Bitte – fiel mir am nächsten Tag in einem Gespräch mit einer Klientin die Lektion 109 aus „Ein Kurs in Wundern“ in die Hand. Dort heißt es einfach und lapidar: „Ich ruhe in Gott“.

Ich persönlich setze für den Begriff „Gott“ gerne mal Synonyme, wie zum Beispiel „Stille“, oder „Liebe“ ein. Oft wird der Text dann viel leichter verständlich.

Also sagte ich mir: „Ich ruhe in der Stille“. 

Diese Stille kann so unendlich tief sein, dass man es sich kaum vorstellen kann. Eine meiner tiefsten Erfahrungen hatte ich im letzten TAO-Life Balance Seminar. Gemeinsam mit meinen Teilnehmern machte ich eine faszinierende Übung. Am Ende der Übung saßen wir gemeinsam im Kreis. Ich konnte beobachten, wie die innere Stille immer noch weiter zunahm.

Plötzlich schreckte ich hoch. Ein lautes Atemgeräusch hatte mich aus meinem tiefen Zustand geholt. Was war passiert? Hatte ich geschlafen? Nein! Ich war einfach nur in einer grenzenlosen Stille. In einem Zustand grenzenlosen NICHTS. Man kann das nicht beschreiben. Man muss es einfach einmal erlebt haben.

Blick in die Sterne

Diese Grenzenlosigkeit, ist dein direkter Draht zur allerhöchsten Ebene. Das ist der Bereich, in dem oft wundersame Heilungen geschehen. Hier erfährst Du einen Frieden, der bar jeder Beschreibung ist.

Das ist es, was wir im TAO-Life Balance Seminar trainieren.

Auf einmal wurde mir klar, was mit der 28.. Lektion aus „Ein Kurs in Wundern“ gemeint ist. 

„Lass mich die Dinge mit anderen Augen sehen“ führt uns auf eine Ebene, die man nicht mehr erklären kann. Du betrachtest die Dinge nicht mehr mit deinen physischen Augen. Sondern aus einem Zustand grenzenloser Leere heraus. 

Und dann geschieht etwas wunderbares. Das ist der Moment, indem Du völlig losgelassen hast. Das ist der Moment, in dem du Deinen Widerstand vollkommen aufgegeben hast. Dein Ego ist nicht mehr vorhanden. Und das ist der Moment, in dem sich Lösungen ergeben.

Die Situation, von der ich oben berichtet habe, ist noch nicht zu ihrem Ende gekommen. Aber ich bemerke keinen Widerstand mehr. Ich fühle mich im Frieden. Und aus vielen Erfahrungen weiß ich, dass alles gut wird, alles gut ist. 

Ich wünsche Dir bei Deiner Arbeit mit „Ein Kurs in Wundern“ viele Momente solchen Friedens, der sich immer noch weiter ausweiten möge.

Es ist eine gute Idee, sich für ein intensives Training mal aus dem Alltag abzumelden. Geh für ein paar Tage raus. Treff Dich mit gleichgesinnten und erkenne Dein wahres Selbst. 

Das TAO-Life Balance Seminar ist der Ort, an dem Du dies erfahren kannst. Und auf einmal weißt Du, was der Kurs Dir wirklich sagen möchte.

Frau in rotem Rock

Der neue Rock

Was hat „Ein Kurs in Wundern“ eigentlich mit neuen Klamotten zu tun? „Ein Kurs in Wundern“ leistet uns ganz praktische Lebenshilfe in allen möglichen, alltäglichen Situationen. Selbst beim Kleiderkauf kann er eine wertvolle Unterstützung sein

Du glaubst das nicht? Lies weiter – Du wirst dich WUNDERN.

Dieser Tage war ich mit einer Leserin meiner allmorgendlichen Gedanken für den Tag (Post auf Facebook) unterwegs.

Jeden Morgen poste ich einen Gedanken für den Tag. Diese Gedanken sind zum Teil sehr stark an „Ein Kurs in Wundern“ angelehnt.
Mit wenigen Sätzen erkläre ich dort die jeweilige Lektion und gebe Hinweise, wie man sie gut einsetzen und nutzen kann.

Dabei fiel mir auf, dass die meisten Kommentare, die ich dazu bekomme, sich auf die Interpretation des Gedankens beziehen. Nicht jedoch auf persönliche Erfahrungen, die die Leser damit gemacht haben. Das finde ich ziemlich schade.
Zumal ich immer wieder darauf hinweise, wie wichtig es ist, nicht nur über den Gedanken nachzudenken, sondern ihn wirklich einzusetzen. Damit zu arbeiten – und zwar am besten den ganzen Tag über. Nur dann kann er seine Wirkung wahrhaft entfalten.

Der neue Rock

Was also hat nun „Ein Kurs in Wundern“ mit einem neuen Rock zu tun?

Ich schlenderte mit besagter Leserin, nennen wir sie Nora, durch die Stadt und sie erzählte mir, dass sie in einem Geschäft einen wunderschönen Rock gefunden hatte. Naja, eigentlich seien es ja zwei Röcke. Sie hatte sich einen Rock auserkoren, wurde dann aber von der Verkäuferin stark verunsichert, die der Meinung war, dass er ihr nicht sonderlich gut stehen würde.

Du kennst sicher das Gefühl. Dein Blick fällt auf etwas und Du bist sofort verliebt darin. Dann kommt jemand, lässt eine kritische Bemerkung fallen und Du bist völlig verunsichert. Was ist zu tun? Traust Du deiner eigenen Intuition? Solltest Du auf die andere Person hören?

Verkäuferin im Bekleidungsgeschäft
Photo by BBH Singapore on Unsplash

Nora schaute sich weiter in dem Laden um und entdeckte einen weiteren Rock. Andere Farbe, anderer Schnitt – und sie fand ihn ebenfalls toll. Eigentlich könnte man ja nun sagen: Problem gelöst. Der Rock, der Unsicherheit erzeugt, gehört wieder auf die Kleiderstange der andere wird eingesteckt und gut ist. Typisch Mann würde mancher jetzt sagen.

Aber so einfach war das Problem nicht zu lösen. Es kam hinzu, dass Nora sich bezüglich des Schnittes des zweiten Rockes ebenfalls nicht ganz sicher war. Zwar strahlte er in wunderschönen Sommerfarben, doch der Schnitt war ein wenig anders, als sie es bisher gewohnt war.

Kannst Du dir das Dilemma vorstellen, in dem sich Nora nun befand!? Und das ist nicht sarkastisch gemeint.
Ich kenne das gut von mir selbst. Vor zwei Jahren habe ich mir eine sehr edle Jacke im Internet bestellt. Ich war auf eine bestimmte Farbe eingefahren, von der ich überzeugt war, dass diese mir steht. Und da ich diese schon immer getragen hatte, sollte sie auch zu mir passen – man kennt das.

Als ich das Paket öffnete, war ich schockiert. Es wurde eine völlig andere Farbe, als die von mir gewünschte, geliefert. Der erste Impuls war, das Paket sofort wieder zu verschließen und in die Post zu geben. Allerdings zögerte ich. Zwar hatte ich damals noch nicht die Hilfe von „Ein Kurs in Wundern“, aber ich entschied mich doch, das Teil einmal anzuprobieren. Und – oh Wunder – es gefiel mir gar nicht schlecht.
 
Eigentlich fand ich diesen neuen Farbton (Anthrazit) nicht schlecht. Ja, es war sogar etwas anderes, als immer nur das langweilige Braun, welches ich bisher bevorzugt hatte.
Um es kurz zu machen: Ich liebe meine neue anthrazitfarbene Jacke! 🙂

Kommen wir zurück zu Nora. Sie hatte sich entschieden einen Rock zu kaufen. Aber der andere wollte ihr einfach nicht aus den Kopf gehen. Doch da war die ganze Zeit die Verunsicherung durch die Verkäuferin. Was war zu tun?

Ich schlug ihr vor, das Geschäft noch einmal aufzusuchen und dann könnten wir das ganze ja mal gemeinsam begutachten.

„Männer…“

Nachdenklicher Mann im Dunkeln

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Es handelte sich um einen recht kleinen Laden. Einige Damen wuselten herum und ich musste schmunzeln, als ich mitten im Laden einen älteren Herren beobachtete, der wohl seine Frau begleitete und völlig gelangweilt auf seinem Handy herum tippte.
Wie man sich das so vorstellt. Frau ist ganz aufgeregt und wühlt voller Hingabe in endlosen Stoffreihen herum und Mann fragt sich nur, wann die Tortur endlich vorbei ist.

Leider hatte er den einzigen Stuhl besetzt und so war es mir nicht möglich, es ihm gleich zu tun. Naja, außerdem hatte ich Nora ja auch meine Hilfe zugesagt.
Sogleich hatte sie den ursprünglichen Rock herausgesucht und einen Platz in der überfüllten Umkleide ergattert. Mit unsicherem Blick lugte sie zwischen den Gardinen hervor.

Mir gefiel das Teil. Was allerdings lediglich zu einer noch größeren Verwirrung der armen Nora führte. Auf wen sollte sie sich nun verlassen? Auf den Rat der erfahrenen Verkäuferin? Auf ihr eigenes Gefühl? Auf das Urteil eines Mannes? Du kennst das ja: „Schatz – wie gefällt dir mein neues Kleid?“ „Wunderbar – du siehst gut darin aus.“ „Ja, aber ist das blaue nicht besser? Es bringt meinen grünen Lippenstift doch viel mehr zur Geltung!?“ „Ja Schatz – auch das blaue Kleid steht Dir wunderbar und es bringt deinen froschfarbenen Lippenstift hervorragend zur Geltung.“ „Schatz, welches Kleid gefällt dir denn nun wirklich? Du sagst immer, es sieht gut aus, egal, was ich anziehe. Wahrscheinlich siehst Du gar nicht richtig hin…“

Ich möchte das hier nicht weiter fortführen. Oder – vielleicht noch kurz der Abschluss. Ich sagte etwas in Richtung: „Eigentlich ist es doch ganz einfach. bladibladibla (weiß nicht mehr genau, was es war)“. Jedenfalls waren meine

argument-238529_640, pixabay

letzten Worte: „Ist doch ganz einfach – kein Problem – oder?“ Aus den Augenwinkeln bemerkte ich die Verkäuferin, die meine letzten Worte mit einem süffisanten Unterton wiederholte. „Ist doch ganz einfach – kein Problem…“. Die Botschaft war jedenfalls eindeutig: „Männer – die werden so etwas nie verstehen“.

Mir war klar, dass ich mich mit weiteren Kommentaren wohl lieber etwas zurückhalten sollte. Immerhin pflichtete mir die Verkäuferin – es war nicht die vom Vortag – bei in meinem fachmännischen Urteil, dass ihr beide Röcke gut zu Gesicht stünden – bei.

Die arme Nora, sie kam aus dem Dilemma nicht heraus. Mittlerweile hatte sich eine weitere Dame ins Geschehen gemischt. Begeistert verfolgte sie unsere Diskussion. „Ich schaue gerne bei ihnen zu! Ich trau mich gar nicht, selbst was auszuprobieren. Schön, dass es ihnen auch nicht leicht fällt.“

Im Hintergrund äugte eine weitere Frau in einem blauen Kleid aus der Umkleidekabine. Hilfesuchend fragten ihre Augen in den Raum: „Kann mir mal jemand sagen, ob das Teil mir steht?“ Zugegebenerweise passten ihre grauen Socken nicht zu dem lockeren Sommerkleid – doch das ist nunmal dem regenerischem Stiefelwetter geschuldet.

Ich fing an, mich nach einer stillen Ecke mit einem freien Platz umzusehen, auf den ich mich zurückziehen und in meinem Handy herumstöbern konnte. Doch dieser war immer noch von dem Herrn vor mir besetzt. Noch immer hatte ich nicht herausgefunden, zu welcher Dame er eigentlich gehörte.
Eigentlich schade – oder?

Die Entscheidung

Frau im Kleid sitzt im Hauseingang

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Schließlich traf Nora eine beherzte Entscheidung. „Wissen Sie was? Ich gehe jetzt erst noch einmal eine Runde spazieren und komme dann wieder. Dann wird es mir leichter fallen, ob ich nun den einen, den anderen, beide, keine oder einen ganz anderen…..“

Gute Idee dachte ich mir. Unterwegs kam ich dann noch auf eine interessante Idee. Als Coach hat man ja so verschiedene Werkzeuge zur Hand.

Ich markierte auf den Pflastersteinen vier verschiedene Positionen. Diese standen für unterschiedliche Endergebnisse:

  • gelber Rock
  • lila Rock
  • beide Röcke
  • kein Rock

Selbstverständlich teilte ich ihr nicht mit, welcher Platz für welche Entscheidung stand. Ich bat sie nur, sich auf die unterschiedlichen Orte zu stellen und dann einmal hineinzufühlen.
Das Ergebnis war interessant:

  • Kein Rock erbrachte: „Fühlt sich nicht gut an. Irgendwie doof hier“
  • Beide Röcke ergab: „Ja – irgendwie, weiß nicht“
  • Gelber Rock: „Hier fühle ich mich richtig stark“
  • Lila Rock: „Ja, vielleicht – irgendwie so, wie die dritte Position“

Spannend – oder?

Das ist übrigens eine gute Methode, um Entscheidungen zu treffen. Sie basiert darauf, dass unser Unterbewusstsein uns klare Botschaften gibt. Wir brauchen nur den Zugang dazu.

Aber wie so oft – ließ der Kopf die arme Nora nicht in Ruhe. Sie grübelte und grübelte. „Soll ich, soll ich nicht? Beide, nur der eine?“

Die Rettung ist nahe!

Irgendwie kamen wir dann auf meine Tagesgedanken, die ich jeden Morgen auf Facebook poste. Sie ist nämlich der Meinung, dass diese Gedanken reine Verstandeskonstrukte sind, die vielleicht mal kurzfristig aber nicht wirklich tiefgreifend helfen.

2 Kinder lesen ein Buch

Photo by Ben White on Unsplash

Ich erklärte ihr, dass diese Gedanken, die ja überwiegend dem Kurs in Wundern direkt entnommen sind oder sich stark an seine Philosophie anlehnen, äußerst kraftvoll wirken können, wenn man sie nur regelmässig verwendet. Dazu reicht es allerdings nicht, sich darüber Gedanken zu machen, ob diese Lektionen nun stimmen oder nicht. Nur, um dann möglichst schnell zu den folgenden Beiträgen weiterzuklicken.

Es geht bei den Lektionen aus dem Kurs vor allem darum, inneren Frieden zu finden. Wenn wir im Frieden sind, geht es uns in erster Linie schon eimal gut. Das ist viel angenehmer, als stundenlang darüber zu grübeln, ob es nun der lange, der kurze, der lila, der gelbe, oder alle Röcke zu gleich – nicht zu vergessen die passenden Oberteile…

Herrgott, ich merke gerade, dass ich es liebe, dass es in Herrengeschäften

Herrenanzüge auf der Stange

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fast nur grau oder schwarz gibt. Mann sein hat doch etwas für sich.

Ich fragte Nora nach der heutigen Tageslektion. Das war natürlich vorallem eine Überprüfung, ob sie sie überhaupt gelesen hatte…
Ups – habe ich das hier gerade geschrieben? Sicher nicht. War nur so ein Gedanke. Zum Glück gibt es ja mobiles Internet. Wir holten uns also die Tageslektion hervor:

„Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt“

Ooooookkkkayyyyyy… Was hat das nun mit der Kleiderfrage zu tun? Wir standen am Strand. Der Wind peitschte uns den Regen ins Gesicht und ich spürte, dass die Feuchtigkeit, gepaart mit unangenehmer Kälte sich allmählich einen Weg durch die Baumwolle meiner Jeans bahnte.

„Lass uns die Lektion doch einmal anwenden“ – meinte ich. „Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftig“. Ich gebe zu, ich brauchte einige Minuten, bis ich begriff, wie uns dieser Tagesgedanke bei dem Rockproblem helfen würde.

Praktische Anwendung

Da mir nichts einfiel, wiederholte ich einfach den Gedanken:

„Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt“ – Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt – Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt – …“

Es geht nicht darum, diese Lektionen zu interpretieren und sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Es geht darum, sie anzuwenden. Übrigens ist das auch ein großer Vorteil des TAO-Life Balance Seminars. Hier üben wir die Praxis. Wir interpretieren wir nicht herum. Wir sind den ganzen Tag in der praktischen Anwendung.

Die phantastischen Erfahrungen, die die Teilnehmer machen, sprechen ihre eigene Sprache.

Ein wenig durchnässt und allmählich frierend stand ich mit Nora am Strand

Frau im Strohhut am Strand

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und wiederholte die Lektion. Plötzlich wurde mir klar, dass wir mit unseren Gedanken immer noch im Geschäft waren. Natürlich! Wenn wir über etwas NACHdenken, dann weilen wir immer in der Vergangenheit.

Ich fragte sie: „Sag mal fällt dir auf, dass wir überhaupt nicht hier sind?“ Wir beschäftigen uns gedanklich mit der Vergangenheit.“
In meinem Kopf purzelten die Gedanken. „Ja, wir brauchen aber doch eine Lösung für das Kleidungschaos!? – Schließlich ist die Frage immer noch nicht beantwortet: grün – gelb – blau (ach ne, das war ja die andere Frau).

Mit jeder Wiederholung der Lektion bemerkten wir allerdings, wie wir uns zusehends entspannten. Wir konnten die aktuelle Vergangenheit (Kleidungsgeschäft) immer mehr loslassen und bemerkten, wie wir immer mehr in der Gegenwart, im gegenwärtigen Moment ankamen.

Auf einmal wurden wir uns viel mehr des klaren Wassers bewusst. Der Strand präsentierte sich in einer seltenen Sanftheit. Der Kopf wurde immer leerer. Die Frage nach dem richtigen Kleidungsstück stellte sich auf einmal gar nicht mehr.

Der Verstand fragt, analysiert, will Antworten. Das Herz weiß.

Du weißt, dass Du in tiefer Entspannung die besten Entscheidungen triffst. Dann bist Du mit Deiner Intuition verbunden. Alle Zweifel verschwinden. Lösungen finden von allein ihren Weg zu Dir. Das Leben wird einfach und hört auf, Dich zu verwirren.

Strand mit abgestorbenem BaumstammNachdem wir noch eine Weile dem Strandverlauf gefolgt waren, drehten wir um. Die Kleiderfrage war kein Thema mehr. Stell Dir nur einmal vor, wie entspannend allein das für Deinen Partner sein kann…

Da die Geschäftszeit sich ihrem Ende näherte wagte ich dann doch noch einmal die Frage: „Und? hast Du dich entschieden?“
Ich hörte nur ein knappes: „Ja – ich nehme beide.“

Da war auch nicht mehr der leiseste Zweifel. Noras Tonlage drückte Klarheit und Sicherheit aus. Die Verkäuferin freute sich selbstverständlich über diese Entscheidung und gab noch einen saftigen Rabatt. Und auf dem Heimweg spürte ich eine Woge der Zufriedenheit, die sich neben mir ausbreitete.

Und die Moral von der Geschicht…

  • Frau in rotem Kleid am Meer

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    Die Lektionen aus „Ein Kurs in Wundern“ bringen Frieden in Deinen Geist.
  • Wenn es darum geht, schwierige Entscheidungen zu treffen, ist die innere Zentriertheit die beste Voraussetzung.
  • Inneren Frieden erreichst Du durch deine Gegenwart im jetzigen Moment.
  • Die Gedanken wirken nur, wenn Du sie immer wieder wiederholst und in allen Situationen des Lebens anwendest.
  • Wenn Dein Geist still wird, bist Du direkt mit dem Himmel verbunden.

Ich könnte Dir noch unzählige, weitere Geschichten erzählen, bei denen ich ähnliches erlebt habe. Wenn Du also demnächst zwischen zwei Röcken, Kleidern, Blusen, Sakkos, Männern, Autos, Urlaubsideen hin und her schwankst, hol Dir mal den Kurs hervor.
Und falls Du den nicht besitzt, verfolge meine Tageslektionen. Die erscheinen jeden Morgen um 8:00 Uhr auf Facebook oder sieh Dir meine Videos an, die Dir die Tageslektionen einfach verständlich erklären.

Ich weiß, dass Du Angst davor hast, zugespammt zu werden und wahrscheinlich auch schon viel zu viele Mails erhältst. Dann gebe ich Dir den Tipp, Deine Newsletter mal zu durchforsten und alle zu kündigen, die Dir keinen wirklichen Mehrwert geben.
Dann hast Du auch wieder Platz für meine kostenlosen Lehrbriefe, die dich immer wieder mit interessanten und hilfreichen Informationen versorgen und höchstens einmal im Monat erscheinen.

Lachender Junge mit Buch

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Trag Dich jetzt hier ein, damit wir in Kontakt bleiben:

Was willst Du wirklich?

Immer wieder heißt es: Finde dich selbst. Es ist wichtig, was Du wirklich willst im Leben. Nur wenn Du deinen persönlichen Lebensweg gefunden hast, wirst Du erfolgreich sein.

Diese Fragen sind einerseits korrekt, aber sie lassen das wichtigste vergessen. Die Ebene, ohne die Du vielleicht Deine wahre Stärke niemals entdecken wirst.
Wenn Du in irgendeinem Bereich Deines Lebens Kummer empfindest, dann kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass Dir nicht klar ist, was Du wirklich willst. Schau Dir die folgende Lektion an.


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Abenteuer Indien

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Edelsteine

Von innerem Frieden zu äußerem Erfolg

Lektion 25: Ich weiß nicht, wozu irgend etwas dient

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Ein Kurs in Wundern (hier Lektion 25) ist nicht nur ein hoch spirituelles Werk, mit dem die meisten Menschen ein großes Problem haben, weil es so schwer zu verstehen ist.

Der Kurs ist ganz praxisnahe Lebenshilfe. Wenn Du regelmässig mit den Lektionen arbeitest, während Du dir die Kapitel langsam, wie 85%tige Zartbitteschokolade zu Gemüte führst, wirst du dich im wahrsten Sinne des Wortes wundern, was in deinem Leben geschieht.

Lass Dir von dem Kurs in Wundern helfen. Vielleicht dauert es für eine Weile, bis du den Einstieg gefunden hast. Aber mit der Zeit wird „Ein Kurs in Wundern“ dir zu einem treuen Begleiter werden, der über jegliches esoterische Geschwafel weit hinaus geht und dich in die Liebe führt.

Damit es leichter wird, findest Du hier schon einige Lektionen, die Dir den Einstieg ein wenig erleichtern werden.

Andreas Frenzel bei der Meditation

Ein Kurs in Wundern Lektion 24

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„Ich nehme nicht wahr, was zu meinen besten ist.“

»Ein Kurs in Wundern« weist uns in dieser Lektion darauf hin, dass wir in keiner Situation wirklich wissen, was uns glücklich machen würde.

Wie sind voller Wünsche. Wir wissen genau, wir möchten diese Frau, jenen Mann als Partner haben, dann würden wir glücklich sein. Es würde uns mit Sicherheit besser gehen, wenn wir endlich unser Traumauto fahren könnten. Und wahrscheinlich wären wir glücklich, wenn unsere Partner unserem Urlaubswunsch zustimmen würden und nicht immer ihre eigenen Ziele verfolgten.

Wir wären viel glücklicher, wenn unsere Schwiegereltern sich anders verhalten würden, der Chef ein wenig netter wäre, und die schwatzhafte Kollegin nicht ständig über andere Leute herziehen würde. Natürlich würde es auch zu unserem Glück beitragen, wenn sich unsere Gesundheit in einem besseren Zustand befinden würde.

Wir sind uns sicher, genau zu wissen, was uns eigentlich gut tut. Doch »Ein Kurs in Wundern« behauptet das komplette Gegenteil. Er sagt klar und unmissverständlich: „In keiner Situation, die sich ergibt, bist du dir des Ergebnisses bewusst, das dich glücklich machen würde.“

Da stellt sich doch die Frage, wie wir es überhaupt schaffen können, ein einigermaßen sinnvolles, geschweige denn glückliches Leben zu führen. Wie soll uns das gelingen, wenn wir ja – angeblich – nicht einmal die leiseste Ahnung davon haben, was uns wirklich gut tut!?

Und genau das bekräftigt »Ein Kurs in Wundern« uns gleich in der nächsten Zeile: „deshalb hast du keine Richtschnur für angemessenes Handeln …“

Jetzt wird es wirklich langsam suspekt. »Ein Kurs in Wundern« sagt uns hier klar und eindeutig, dass wir keine Ahnung haben, was wir eigentlich tun. Wie kann das sein?

Das Ganze hängt mit unserer eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit zusammen. Wir reagieren nie auf das, was da draußen wirklich geschieht, sondern immer nur auf unsere Wahrnehmung dessen. Soll heißen: auf unsere persönliche Interpretation. Und die ist – laut »Ein Kurs in Wundern« – IMMER falsch.

In meinen telefonischen Beratungen erlebe ich sehr häufig, dass mir Klienten eine Situation schildern, die sie als schier unerträglich empfinden. Aus meiner neutralen Betrachtungsweise heraus, sehe ich die gleiche Situation oft mit ganz anderen Augen.

Praxisbeispiel:

Thomas wurde von seiner Frau verlassen. Er hat große Angst, den Kontakt zu seinen Kindern zu verlieren. Einige Zeit nach der Trennung hat seine Frau (Elke) wieder einen neuen Freund gefunden. Für Thomas sieht es so aus, dass seine Kinder den neuen Freund sehr mögen. Verständlich, dass das seine Ängste immer noch weiter schürt. Eines Tages holt er die Kinder ab. Voller Begeisterung erzählen sie ihm, dass der neue Freund von Elke ein tolles Segelboot hat. Und sie waren damit auch schon unterwegs. Thomas Herz rutscht immer tiefer. Seine Angst, seine Kinder an den neuen Freund zu verlieren, steigt ins Unermessliche. Der Neue kann ihnen offensichtlich etwas bieten, was er sich nicht leisten kann. In seiner Wahrnehmung verliert er die Kinder, weil sie sich bei seiner Ex und ihrem neuen Freund – mit dem tollen Segelboot – viel wohler fühlen.

Ein paar Wochen später findet eine Sportmeisterschaft statt, auf der die Kinder angemeldet sind. Elke teilt ihm mit, dass sie, in Begleitung ihres neuen Freundes, dort anwesend sein wird. Thomas ist außer sich. Wie kann sie ihm das antun? Er würde auch so gerne zu dieser Veranstaltung erscheinen. Doch dann müsste er dabei zusehen, wie seine Exfrau mit dem anderen Mann unterwegs ist. Und was, wenn die Kinder ihn auch noch ganz toll finden und ihnen dabei gar nicht mehr beachten? Thomas ist wütend und verzweifelt. In seiner Wahrnehmung findet gerade ein großes Tauziehen um die Kinder statt. Erst hat er seine Frau verloren und nun auch noch die Kinder. Für ihn ist klar, dass er aus dieser Situation nur als Opfer und Verlierer hervorgehen kann. Er möchte nicht zu dieser Veranstaltung kommen.

*

Als er mich in seiner Verzweiflung anruft, kann ich ihm deutlich machen, dass seine aktuelle Wahrnehmung nur auf seiner Angst beruht. Und diese ist – in meinen Augen – auch noch ziemlich unberechtigt.

Ich zeige ihm auf, dass genau diese Situation, die ihn jetzt so sehr ängstigt, eine hervorragende Möglichkeit für ihn ist, Stärke und Präsenz zu zeigen. Wenn er jetzt nicht zu diesem Treffen geht, wird er seine Kinder enttäuschen. Und zwar viel mehr, als durch das nicht vorhandene Segelboot!

Doch wenn er dort auftaucht, wird ihm das mit Sicherheit Respekt und Anerkennung verschaffen. Die Wahrheit ist doch, dass alle Beteiligten sich in dieser Situation nicht besonders wohl fühlen. Ich empfehle Thomas, die Initiative zu ergreifen, auf den neuen Freund von Elke zuzugehen und diesen freundlich zu begrüßen.

Ja, ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ein Koran Prediger sagte einmal: „Dein Glaube ist erst dann vollständig, wenn du einem anderen wünschst, was du für dich selbst erhoffst.“ Also empfehle ich Thomas, seine Exfrau und ihren neuen Freund innerlich zu segnen und ihnen das Beste zu wünschen.
Nach anfänglichen Widerständen stimmt Thomas zu.

Kaum ist das Treffen vorbei, meldet Thomas sich begeistert bei mir.

„Es war zwar anstrengend, aber nicht annähernd so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe gemerkt, dass auch die anderen beiden sehr unsicher sind. Und ich hatte das Gefühl, dass mein positives Zugehen auf sie eine große Erleichterung zur Folge hatte. Auch meine Kinder waren total entspannt. Und ich hatte nicht mehr die Angst, dass ich sie verlieren würde. Sie haben sich sehr gefreut, mich zu sehen. Dadurch, dass ich den beiden innerlich meinen Segen gegeben habe, fühle ich mich sehr gut. Da ist so ein neues Gefühl von Frieden in mir, dass ich bisher nicht kannte. Ich habe den Eindruck, mich gerade in einer enormen innerlichen Wachstumsphase zu befinden.“

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Wir kennen alle den Effekt, dass eine akute Situation uns in Verzweiflung und Angst stürzt. Doch in der Nachschau stellen wir dann oft fest, dass es zum Besten für alle Beteiligten war.

»Ein Kurs in Wundern« ist in diesem Punkt absolut kompromisslos. Er sagt uns: „es ist demnach unvermeidlich, dass du nicht deinem eigenen Besten dienst.“

Wenn wir uns auf unsere eigene Wahrnehmung verlassen, werden wir niemals unserem eigenen Besten dienen.

Selbstverständlich kommt dabei die Frage auf, wie wir in einer x-beliebigen Situation zum Besten für uns handeln können!? Doch an dieser Stelle ist noch nicht die Zeit für eine direkte Antwort auf diese Frage. »Ein Kurs in Wundern« geht hier sehr langsam und behutsam vor.

Noch gilt es, sich ein wenig in Geduld zu üben. Wichtiger ist es, diesen Punkt wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen. Es macht also keinen Sinn, nach vorne zu blättern und nach der Lösung für das richtige Handeln zu suchen. Es ist wirklich, wirklich wichtig, sich diese Tatsache immer wieder bewusst zu machen.

Unsere Wahrnehmung entsteht aus unserem Ego und ist immer falsch.

Wenn du nur diese Lektion verinnerlicht hast, wird es dir in zukünftigen Konfliktsituationen leicht fallen, innezuhalten. Nicht zu handeln, nicht zu reagieren. Und daraus ergibt sich bereits die Lösung – in den meisten Fällen ganz von allein.

Die heutige Übung dient dazu, dass wir uns klarmachen, was eigentlich wirklich in uns vorgeht. Und das ist schon wesentlich mehr, als nur die halbe Miete.

»Ein Kurs in Wundern« betont hier noch einmal, dass es wirklich wichtig ist, ehrlich zu sich selbst zu sein.

 

Übung:

Wenn möglich, richte dir für den heutigen Tag fünf Übungszeiten ein. Es geht dabei nicht darum, so viele Themen wie möglich zu bearbeiten. Nimm lieber einige wenige und sei bei diesen besonders gründlich. Ich empfehle, diese Übung schriftlich zu machen. Pro Übungszeit reichen schon 1-2 Minuten aus.

Beginn zunächst mit einer Wiederholung des heutigen Leitgedankens:

„Ich nehme nicht wahr, was zu meinen Besten ist.“

Schließe deine Augen und suche nach einer Situation, die dich im Augenblick beschäftigt und noch ungelöst ist. Dann stelle dir die Frage, welches Ergebnis du dir für diese Situation wünschst. Wenn du wirklich ehrlich bist, wird dir schnell auffallen, dass nicht nur ein Wunsch in dir ist. In Wahrheit verfolgst du mehrere Ziele, die sich noch dazu häufig widersprechen.

Ein Beispiel:

Vielleicht befindest du dich in einer schwierigen geschäftlichen Situation. Du wünschst dir, dass das Geld endlich wieder besser fließt, da du den aktuellen Zustand als unerträglich empfindest.

Du beginnst also mit:

„Ich nehme nicht wahr, was in dieser schwierigen finanziellen Situation zu meinen Besten ist.“

Jetzt geht es um die Frage, welche Ziele du eigentlich verfolgst.

„In dieser schwierigen geschäftlichen Situation möchte ich gerne, dass … und dass … geschieht. (zum Beispiel mehr Aufträge zu haben).

Notiere so viele verschiedene Ergebnisse, wie dir einfallen. Auch, wenn diese auf den ersten Blick nicht zur besagten Situation direkt dazu zu gehören scheinen.

Mögliche Antworten könnten sein:

– das Geld endlich wieder fließt,

– dass ich mich wieder sicher fühlen kann,

– dass ich mir endlich ein großes Auto kaufen kann und damit auf meinen
   Erfolg auf
merksam mache,

– dass mein Mann mich endlich respektiert,

– dass ich mich nicht mehr als Versager fühlen muss,

– dass ich meinem Exfreund endlich mal zeigen kann, dass ich auch als
    Frau
etwas wert bin.

– dass ich meinen Eltern unter die Arme greifen kann,

– dass ich mich mehr für soziale Projekte engagieren kann,

– dass ich mal wieder Urlaub machen und mich dabei richtig erholen kann,

– dass ich mir selbst wieder in die Augen sehen kann,

– dass mich die anderen Menschen endlich respektieren,

– dass ich wieder mehr Zeit für mich habe.

Du siehst, hinter dem gewünschten, geschäftlichen Erfolg stecken noch eine ganze Menge anderer Ziele.

Und diese haben nicht unbedingt direkt etwas mit der Situation zu tun. Einige dieser Ziele stehen sogar im Widerspruch zueinander. Einerseits wünschst du dir mehr geschäftliche Aufträge, andererseits möchtest du endlich mal wieder Urlaub machen und über mehr Zeit für dich selbst verfügen.

Einerseits bist du davon überzeugt, dass du dein vermehrtes Einkommen dazu einsetzen möchtest, um mehr in soziale Projekte zu investieren. Andererseits verfolgst du aber auch klare Egoziele, wie zum Beispiel dem Exfreund zu zeigen, wer du wirklich bist.

Zum Schluss wiederholst du dann noch einmal die Aussage:

„Ich nehme nicht wahr, was für mich in dieser Situation zu meinen Besten ist.“

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Bei dieser Lektion aus »Ein Kurs in Wundern« geht es also um das berühmte »Erkenne dich selbst«. Nicht immer eine der angenehmsten Erfahrungen…

Unser Ego/ Verstand gaukelt uns ununterbrochen vor, genau zu wissen, was für uns das Beste ist. Doch diese Übung aus »Ein Kurs in Wundern« zeigt dir schnell und einfach auf, dass es dich eigentlich ständig nur in die Irre führt. Unser Verstand ist immer vom Ego gesteuert. Und das Ego will nicht, dass es uns wirklich gut geht.

Der Verstand suggeriert uns, dass es uns nur dann wieder gut gehen kann, wenn der/ die Ex-Partner/in wieder zurückkommt. Doch wenn du wirklich einmal in dich hineinhorchst, hast du vielleicht schon lange erkannt, dass diese Beziehung dich noch nie wirklich glücklich gemacht hat.