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Ein Kurs in Wundern; Lektion 35:

„Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.“

»Hast Du diese Stufe der Erkenntnis erklommen, wird Dein Leben grenzenlos leicht.«

Gelegentlich führe ich mit meinen Klienten eine interessante Übung durch. Ich frage sie einfach, wer sie sind. Aus ihren Antworten wird schnell klar, warum es zu den unterschiedlichsten Schwierigkeiten und Problemen in ihrem Leben kommt.

Jegliche Not, der Du im Leben begegnest, resultiert am Ende aus Deinem eigenen Selbstbild heraus. Das mag zunächst sehr abenteuerlich erscheinen. Aber wenn es Dir einmal klar geworden ist, wird Dir auch der Weg zur Lösung sämtlicher Herausforderungen in Deinem Leben aufgezeigt. Wie wäre es, wenn all Deine vielen Herausforderungen, die Dir im Leben begegnen, auf einmal auf ein einziges Thema zusammenschrumpfen würden? Anstatt jeden Tag mit endlosen neuen Schwierigkeiten konfrontiert zu werden, gibt es nur noch ein einziges Sujet, welches Du lösen musst. Hast Du diese Stufe erklommen, wird das Leben grenzenlos leicht.

An anderer Stelle sagt uns „Ein Kurs in Wundern“: »Es gibt nur ein einziges Problem«. Ist das nicht eine fantastische Aussicht? Es gibt nicht tausende Schwierigkeiten, die wir zu bewältigen haben. Eigentlich gibt es nur ein einziges Thema, welches es zu lösen gilt.

Schultüte

Ein praktisches Beispiel: Ein fünfjähriges Mädchen versucht, eine bestimmte Form mit einer Schere auszuschneiden. Du beobachtest es, und kannst sehen, wie schwer es sich dabei tut. Da ist die viel zu große Schere für die kleinen Finger, die Konzentration fällt schwer, und es scheint fast unmöglich, einen geraden Schnitt durchzuführen. Schließlich übernimmst Du. Du nimmst die Schere in die Hand und während Du erklärst, wie es richtig funktioniert, hast Du schon die perfekte Form ausgeschnitten. Das alles ist für Dich kein Problem. Der Grund ist einfach. Im Gegensatz zum Kleinkind, bist Du schon groß. Du hast eine Menge Übung, Du kennst die notwendigen Kniffe und vor allem verfügst Du über das notwendige Selbstvertrauen, welches dem kleinen Kind noch fehlt.

So wie mit diesem Problem, geht es der Fünfjährigen mit sehr vielen Dingen im Leben. Ihr fällt es vielleicht noch schwer, links und rechts auseinanderzuhalten. Beim Überqueren einer Straße fehlt die nötige Übersicht. Sie fühlt sich unsicher und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Oft versteht sie nicht, mit Ironie umzugehen. Auch das Abputzen des Popos stellt noch eine richtige Herausforderung für sie da. Frustriert übt sie sich darin, Buchstaben zu schreiben. Immer wieder fragt sie nach, da sie schon wieder vergessen hat, wie ein »Q« oder ein »R« richtig geschrieben werden. Für das kleine Kind ist die Welt voll endloser Probleme.

Je kleiner wir sind, desto überwältigender erscheinen uns die Herausforderungen des Lebens

All dies bewerkstelligst Du mit gelassener Leichtigkeit. Du hast es schon tausendmal geübt. Du sitzt fest im Sattel. Du weißt einfach – im Gegensatz zum Kind, wer Du bist, und über welche Fähigkeiten Du verfügst. Doch wie weit geht Dein Wissen, Deine wahre Größe, wirklich?

Wahres Lernen endet nie

Viele Menschen stellen ihr Lernen schon früh im Leben ein. Wenn sie ihren beruflichen Abschluss beendet haben, konzentrieren sie sich darauf, eine Familie zu gründen und irgendwie mit dem Alltag klarzukommen. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gehörst Du zu jenen Menschen, die immer wieder bereit sind dazu zu lernen, zu wachsen? Bist Du bereit, immer neue Erkenntnisebenen zu erklimmen? Bist Du bereit, täglich Deine Hausaufgaben zu machen?

Tatsache ist: Persönliche Entwicklung und Lernen sind fortwährende Prozesse, die kein Ende kennen. Auf der rein materiellen Ebene gibt es 80-jährige, die immer noch am Puls der Zeit sind, und sich interessiert mit neuen Technologien auseinandersetzen. Eine über 80-jährige Klientin von mir lernt gerade eine Fremdsprache und nimmt Klavierunterricht. Aber es gibt auch 50-jährige, die ihr inneres Wachstum schon lange eingestellt haben. Sie konzentrieren sich auf ihre Meinungen und persönlichen Überzeugungen. Was sie glauben, gilt. Allmählich verlieren sie den Anschluss und ziehen sich immer weiter in ihr mentales Gefängnis zurück. Der geistige Alterungsprozess setzt ein.

»Lernen ist wie schwimmen gegen den Strom, wer aufhört, treibt zurück.«

Stell Dir die Fünfjährige vor, die mühsam ihren Namen schreiben kann und dann beschließt, dass sie jetzt genug weiß. Findest Du den Gedanken amüsant? Tatsächlich verhalten sich sehr viele Menschen auf genau diese Art und Weise.

Wenn Du Dich wirklich und ehrlich mit ein »Kurs in Wundern« auseinandersetzt, hast Du Dich jedoch für einen anderen Weg entschieden. „Ein Kurs in Wundern“ ist vielleicht das größte und intensivste Lehrbuch Deines Lebens. Menschen, die sich mit dem Kurs ernsthaft auseinandersetzen, sind bereit, ein Leben lang zu lernen. Und die Lektionen sind wahrhaftig nicht leicht.

Mit zunehmendem Alter lernt unsere Fünfjährige, immer mehr Herausforderungen zu bewältigen. Sie wächst nicht nur körperlich, sondern auch geistig und mental. Sie lernt Lesen, Rechnen, Schreiben, die ein oder andere Fremdsprache, Kochen und wie man mit kleinen Kindern umgeht. Doch unsere Ausbildung ist mit unserer Schule oder unserem Studium noch lange nicht beendet. Erst danach beginnt die Ebene dessen, was wir als das wahre Menschsein bezeichnen. Das Leben ist unser eigentlicher Lehrmeister.

Erzähl mir Deine Sorgen und ich sage Dir, wer Du bist

Kommen wir zurück auf die Eingangsfrage, die ich häufiger meinen Klienten stelle. »Wer bist Du?« Die Antwort sagt so ziemlich alles über die Art und Herkunft ihrer Schwierigkeiten aus.

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Marianne hat immer wieder Pech in ihren Beziehungen. Mit schöner Regelmäßigkeit wird sie von ihren Partnern betrogen und auch verlassen. Zwischendurch hat sie es sogar einmal mit einer Frau probiert. Doch selbst in dieser Beziehung erging es ihr ähnlich, wie in den heterogenen Pendants. Sie fühlte sich von ihrer Frau betrogen und es dauerte nicht lange, bis auch diese Verbindung ihrem Ende entgegenging. Ich fragte sie also: »Wer bist Du?« Ihre Antwort lautete: »Marianne.« Eine scheinbar harmlose Aussage. Doch sehen wir einmal genauer hin, was sie damit eigentlich sagt. Wer ist Marianne?

Marianne wurde in ein zerrüttetes Elternhaus hineingeboren. Sie bekam viele Streits ihrer Eltern mit. Dabei ging es häufig darum, dass ihr Papa während der Ehe mit ihrer Mama auch andere Beziehungen pflegte. Wenn sie damals auch noch nicht so richtig verstehen konnte, worum es eigentlich ging, speicherte ihr Unterbewusstsein sehr wohl ab, dass es anscheinend normal ist, andere Menschen zu hintergehen. Schließlich trennten sich ihre Eltern. Da die kleine Marianne nicht wirklich verstand, was geschah, wurde sie das Gefühl nicht los, dass ihr Papa sie nicht mehr lieb hatte. Sie fühlte sich von ihm verlassen und entwickelte den unbewussten Glaubenssatz, nicht liebenswert zu sein.

Mit 17 hatte sie ihren ersten Freund. Und was geschah? Kaum waren die beiden ein paar Monate zusammen, musste sie miterleben, wie dieser anderen Frauen hinterher sah. Die Beziehung hielt nicht lange und Marianne bekam ein weiteres Mal bestätigt, dass sie es einfach nicht wert ist, geliebt zu werden. Wir können die Geschichte jetzt noch endlos ausdehnen. Doch Du hast den Konsens verstanden. Wenn Marianne sagt: »Ich bin Marianne«, dann drückt sie auf diese Art und Weise ihr ganzes Leben mit aus. Diese drei Worte beinhalten all ihre Erfahrungen und all ihre Glaubenssätze, die sie im Leben prägen.

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„Ein Kurs in Wundern“ will uns aufzeigen, dass wir mehr sind, als unsere Überzeugungen. Je älter wir werden, desto mehr Überzeugungen haben sich in unserem Denken verfestigt. Mit jedem Lebensjahr verfestigt sich unser mentaler Käfig immer noch mehr. Wenn es eine Hölle gibt, dann besteht diese einzig aus unseren Gedanken und unseren Glaubenssätzen. „Ein Kurs in Wundern“ hat das Ziel, uns aus diesem Gefängnis herauszuführen.

Die universelle Problemlösungs-Formel

Kann es tatsächlich möglich sein, eine universelle Formel zu finden, mit der sich alle Probleme in unserem Leben lösen lassen? Was genau meint „Ein Kurs in Wundern“ in seiner 35. Lektion? Und wie können wir es in unserem Leben erfolgreich einsetzen?

Das kleine, fünfjährige Mädchen trägt eine klare Definition von sich selbst in ihrem Kopf. Sie könnte etwa lauten: »Ich bin klein, ich kann dies und jenes nicht, alle anderen können das viel besser.« Sie führt also in ihrer persönlichen Entwicklung zwei Kämpfe. Zum einen muss sie lernen, mit ihren kleinen Fingern die Schere zu beherrschen. Gleichzeitig gilt es, sich geistig weiterzuentwickeln und sich nicht der Schwerkraft der einschränkenden Überzeugungen hinzugeben. Als Kleinkind funktioniert das meistens noch ganz gut. Doch schon sehr bald setzt eine negative Entwicklung ein. Spätestens ab dem 8.-10. Lebensjahr verfestigen sich zunehmend begrenzende Glaubenssätze. Das kleine Kind vergleicht sich immer mehr mit anderen, und sammelt dabei manchen Misserfolg an. Gehört es nicht zu den Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen, und über unbändigen Kampfeswillen verfügen, wird ihr Geistiger Horizont immer kleiner und kleiner.

Frau springt über einen Graben

Wenn Du bereit bist, für ständige Erweiterung Deines Bewusstseins zu sorgen, kommt es schließlich so weit, dass keine Herausforderung in diesem Leben Dich noch irgendwie schrecken kann.

Der erste Schritt, dieses mentale Gefängnis zu verlassen, besteht darin, sich bewusst zu werden, was Du eigentlich sagst, wenn Du die Worte sprichst: »Ich bin (Dein Name)«. Du kannst das sehr leicht selbst testen, indem Du diese Worte einmal laut aussprichst und dabei in Dich hinein spürst. Wie fühlt es sich an? Fühlst Du Dich, weit und erfolgreich? Oder ist da eher ein Gefühl von Enge, Kleinheit und Frustration? Die empfundene Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.
Sieh Dein Leben an und Du weißt genau, was Du über Dich selbst denkst.

Was aber wäre, wenn Deine geistige Entwicklung immer weiter voranschreitet? Wenn Du an jeder bewältigten Aufgabe wächst, und Dich von Misserfolgen nicht unterkriegen lässt? Was wäre, wenn Dein Bewusstsein über Dich selbst, sich immer noch mehr ausweiten würde? Warum nicht bis zur Grenzenlosigkeit?

Was wäre, wenn Dein Bewusstsein grenzenlos wäre?

In diesem Falle erginge es Dir wie der Mutter der Fünfjährigen. Was für die Kleine noch fast unlösbare Probleme sind, stellt für Dich nichts anderes, als Peanuts dar. Die Erwachsene, die permanent für ihr geistiges Wachstum sorgt, wird feststellen, dass zunächst unlösbar geglaubte Herausforderungen sich in unwesentliche Störungen ihres inneren Friedens verwandeln, bis es schließlich sogar dazu kommt, dass keine Herausforderung in diesem Leben sie noch irgendwie schrecken kann.

Wer entscheidet, wer Du bist?

Solange Du noch klein bist, entscheiden andere das für Dich. Sie trichtern Dir tagtäglich ein, was sie von Dir denken.

Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ lautet:

„Mein Geist ist Teil von Gottes Geist.
Ich bin sehr heilig.“

So weit, so nett. Da steht also, dass Du weder das kleine Kind, noch die erwachsenene Marianne mit dem schwierigen Lebenslauf bist. Da steht, dass Dein Geist, Teil von Gottes Geist ist, und Du sogar sehr heilig bist.

Wenn Du endlich in der Lage sein möchtest, alle Herausforderungen Deines Lebens erfolgreich zu meistern, solltest Du bald damit beginnen, Dich zurückzuerinnern. Wer bist Du wirklich? Bist Du der kleine Körper, der kaum in der Lage ist die Schere richtig zu halten, sich den Popo abzuputzen, oder die Übersicht im Straßenverkehr zu bewahren? Oder bist Du die Marianne, die immer wieder die Erfahrung macht, in Beziehungen verlassen zu werden?

Ganz praktisch gesehen ist es genau das, was während jeder QuantumTAO Sitzung stattfindet und was wir auch im TAO-Life Balance Seminar oder in den Quantenheilungsseminaren erlernen. Wir begeben uns ganz real auf die Ebene des Geistes. Während einer telefonischen Sitzung bin ich dabei Dein Führer, während der Seminare erlernst Du, Dich selbstständig auf diese heilige Ebene zu begeben.

Tao-Life Balance Seminar Banner
Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, welches das Licht deines Geistes entflammt

Das Erstaunliche dabei ist, dass die Entscheidung ganz bei Dir liegt. Gott hat Dich zu nichts verdonnert. Du allein entscheidest, wer Du wirklich bist. Da es aber allein recht schwer ist, aus dem mentalen Gefängnis auszusteigen, gibt Dir „Ein Kurs in Wundern“ (hier Lektion 35) eine hervorragende Entscheidungshilfe an die Hand. »Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.« Ist das nicht eine wunderbare Nachricht? Das ist so ziemlich das Höchste, was man sich vorstellen kann. Es geht über alle Deine menschlichen Vorstellungen weit hinaus. Wir sprechen hier von der Grenzenlosigkeit. Wie kann es für ein grenzenloses Wesen überhaupt noch ein Problem geben?

Auch wenn das bis hierhin noch recht theoretisch klingt, sind die Ergebnisse doch recht real.

Im Bewusstsein der Grenzenlosigkeit finden sich kreative Lösungen für alle möglichen Fragen, das Leben verändert sich, oft wie von Zauberhand geführt und immer wieder kommt es auch zu körperlichen Heilungen.

Wenn Du genau gelesen hast, dann hast Du die kleine Nuance erkannt. Da steht nicht: »Ich bin Teil von Gottes Geist.« Die korrekte Aussage lautet: „Mein Geist ist Teil von Gottes Geist.« Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, ihren Körper als Illusion zu begreifen. Dieser Herausforderung müssen wir uns noch gar nicht hingeben. Es reicht völlig aus, zu erkennen, dass diese Masse aus Fleisch, Blut und Knochen von einer anderen Ebene aus gelenkt wird. Es gibt die körperliche und die geistige Ebene. Dein Körper unterliegt Beschränkungen. Es beginnt damit, dass er bei der Geburt noch sehr klein ist. Im weltlichen Leben durchläuft er unterschiedlichste Erfahrungen, die wiederum zu allen möglichen einschränkenden Überzeugungen führen und somit auch der Ebene des Körpers zugeordnet werden.

Doch Dein Geist, dieser Teil in Dir, der einfach nur ist und beobachtet, wird von alldem nicht berührt. Es gibt da diesen Teil in Dir, der immer in Frieden ist. Wenn Du regelmäßig meditierst, dann bist Du sehr wohl vertraut mit diesem Teil. Doch wie häufig geschieht es, dass wir aus der Meditation aufstehen und binnen weniger Minuten wieder vom Wahnsinn dieser Welt erfasst werden? „Ein Kurs in Wundern“ gibt uns mit seinen täglichen Lektionen ein prächtiges Werkzeug an die Hand, uns in jeder Sekunde unseres Lebens daran zu erinnern, wer wir wirklich sind. „Ein Kurs in Wundern“ kann eine gute Meditation nicht ersetzen. Aber er stellt eine hervorragende Ergänzung dazu dar, sich regelmäßig in die Stille zu begeben und sich mit seinem höherem Selbst zu verbinden.

Lektion 35: die Quelle Deines Erfolgs

Lass uns nun ein wenig zusammen üben. Die Übungssequenz beginnt mit der Frage, wie Du Dich selbst siehst. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, und überlege Dir, wie Du Dich selbst siehst. Vielleicht kommen da Aussagen wie zum Beispiel:

  • Ich sehe mich als Versager,
  • ich sehe mich als schuldig,
  • ich sehe mich als erfolglos,
  • ich sehe mich als nicht richtig,
  • ich sehe mich als Opfer,
  • ich sehe mich als hilflos,
  • ich sehe mich als depressiv

    Natürlich werden nicht alle Aussagen nur negativ sein. Es könnte auch kommen:
  • Ich sehe mich als eine äußerst erfolgreiche Person an,
  • ich sehe mich als gute Mutter,
  • ich sehe mich als vertrauenswürdig,
  • ich sehe mich als guter Mensch.

    Was für ein Glück, dass wir nicht nur negativ über uns denken. Doch kennst Du die eine der sieben Todsünden, die hier zur Anwendung kommen? Es handelt sich um den Stolz. Die moderne Psychologie erklärt uns, wie wichtig es ist, sich öfter einmal auf die Schulter zu klopfen. Doch hierbei handelt es sich um ein zweischneidiges Schwert. Wenn Du seit zehn Jahren versuchst, Dein Gewicht zu reduzieren und es immer noch nicht geschafft hast, dann könnte es einer Lüge gleichkommen, wenn Du in den Spiegel siehst und behauptest, dass Du Dich vollkommen in Ordnung findest. Es mag möglich sein, doch ergeht es wahrscheinlich den wenigsten Menschen so. Wenn Dir heute etwas gut gelingt und Du Dir erzählst, wie toll bist, kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass das nächste Versagen nicht weit hin ist. Solange Du Dich in der Welt der Dualität aufhältst, wirst Du niemals Frieden erlangen.

Solange Du Dich in der Welt der Dualität aufhältst, wirst Du niemals Frieden erlangen.

„Ein Kurs in Wundern“ führt uns in die Welt der Non-Dualität. Hier gibt es kein Gut und kein Böse mehr. Alles, was „Ein Kurs in Wundern“ uns bietet, ist der totale und vollkommene Frieden. Das setzt allerdings voraus, dass wir aus jeglicher Bewertung herausgehen. Nur, aus dem tiefsten Frieden heraus entstehen Lösungen für alle Deine Fragen.

Egal, wie Du mit Deinen Kindern umgehst. Egal, wie scheinbar erfolgreich oder eben nicht, Du in Deinem Job bist. Egal, ob Du ein überwiegend positiver oder eher depressiver Mensch bist. Frieden liegt allein darin, anzuerkennen, dass es ist, wie es ist.

All die obigen Definitionen bewegen sich auf der dualen Ebene. Sie alle – egal ob positiv oder negativ – stellen eine Bewertung dar. Bewertung jeglicher Form ist die Grundvoraussetzung für Unfrieden. Es ist völlig egal, ob Du gerade etwas besonders gut gemacht oder vollkommen versagt hast. Es gibt da diesen Teil in Dir, der von alldem unberührt bleibt. Dein Geist, der von vielen auch als der innere Beobachter beschrieben wird.

Du löst eine schwierige Situation mit Deinem Kind auf pädagogisch äußerst wertvolle Art und Weise. Es gibt eine Ebene in Dir, die das Geschehen voller Gelassenheit betrachtet. Sie nimmt einfach nur wahr. Es ist die Ebene des »Ich bin«. Ein andermal verlierst Du vollkommen die Geduld. Du tust etwas, von dem Du Dir geschworen hast, es nie zu tun. Dein Ego redet Dir ein, was für ein schlechter Mensch Du bist. Doch auch jetzt gibt es da diesen Teil in Dir, der einfach nur wahrnimmt. Er beobachtet, ohne zu werten. Das ist es, was die Aussage: »Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig« edeutet. Gott bewertet nicht.

Gott bewertet nicht

Praktische Übung

Schreibe Dir zur Übung eine Liste auf, wie Du Dich siehst. Notiere zehn Punkte, immer beginnend mit der Aussage: »Ich sehe mich als…an«

Lies diese Sätze langsam, aufmerksam und laut vor. Spüre die Wirkung, die diese Aussagen in Deinem bewertenden Geist hinterlassen. Nachdem Du alle Sätze durchgelesen hast, wende Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ an. Sage Dir: »Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.«

Es ist wichtig, diese Übung langsam und mit Bedacht durchzuführen. Spüre die Wirkung dieser fantastischen Aussage. Ich könnte noch seitenweise allein über diese Lektion schreiben. Doch alle Worte können nicht die Erfahrung ersetzen, die Du machen kannst, wenn Du den Satz langsam und mit Bedacht wiederholst.

Eine weitere Variante, Lektion 35 aus „Ein Kurs in Wundern“ zu üben wäre, diesen Satz mantraartig den ganzen Tag über zu wiederholen. Ich weiß, dass ein »Kurs Wundern« eher zu einem langsamen Start rät. So reichen für diese Lektion zweimal 5 Minuten täglich aus. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Andererseits gibt es vielleicht Situation im Leben, in denen Du merkst, dass Du Deinen wilden Geist einfach nicht zur Ruhe bringst. In einem solchen Fall kann die permanente Wiederholung einer Lektion Dir wahrhaftigen Seelenfrieden bringen.

Zu den wichtigsten Anwendungen gehört Dein Leben. Wann immer Dir etwas unangenehmes im Leben widerfährt und Du bemerkst, dass Du aus Deinem inneren Gleichgewicht kommst, indem Du zum Beispiel ärgerlich wirst, nimm es wahr und dann sage Dir: »Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.« Das ist eine wunderbare Beruhigungstablette, die Du in jeder Situation parat haben kannst. Sie kostet kein Geld und hat garantiert keine weiteren Nebenwirkungen.

Bildnachweis: Annca Pixabay, Sasin Tipchai Pixabay

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