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Erst musst du dich selbst lieben – oder nicht!?

 

Bevor du dich selbst nicht liebst, kannst du auch niemand anderen lieben

Gehörst du auch zu den Anhängern dieser derzeit überall verbreiteten Meinung?

Selbstverständlich ist es wunderbar, wenn jemand liebevoll und wohlwollend mit sich selbst umgeht. Ja, es wäre eine gute Übung für viele von uns, ein wenig mehr auf uns selbst zu achten.

Aber kann es wirklich sein, dass wir andere erst lieben können, wenn ihr uns selbst lieben?

Wenn Menschen erschöpft sind und bemerken, dass ihnen das Leben anscheinend nicht gibt, was sie sich so sehnlich wünschen, beginnen Sie damit, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Da ist die Erkenntnis, wie lieblos sie bisher mit sich selbst umgegangen sind, nicht mehr weit.

Irgendwo wurde dann das Gerücht in die Welt gesetzt, dass man ja andere Menschen ebenfalls nicht lieben kann, wenn man es nicht einmal mit sich selbst beherrscht. Erscheint logisch – aber nur auf den ersten Blick.

Der Umstand, dass diese Botschaft gerade die große Runde durch alle Zeitschriften, Buchtitel und Social Media macht, macht sie keineswegs wahrer.
Es gibt einen großen Unterschied, zwischen: sich selbst lieben und mit sich selbst im Reinen zu sein.

Menschen, die behaupten, sich selbst zu lieben, sind selten mit sich im Reinen.

Was viele unter Selbstliebe verstehen, hat selten etwas mit Liebe zu tun.

Vielleicht bist du eine erschöpfte Mutter, die gerade erkennt, dass sie sich Zeit ihres Lebens immer nur aufgeopfert hat. Du hast dich selbst immer zurück gestellt. Die Familie stand immer an erster Stelle. Doch nun kommst du an einen Punkt, an dem es einfach nicht mehr weiter zu gehen scheint. Ein Therapeut fragt dich: „Wie sieht es eigentlich mit ihrer Selbstliebe aus?“

Du hast ein großes Aha-Erlebnis. Offenbar hast du dich selbst in den letzten Jahren selbst stark vernachlässigt. Und schon reißt du das Ruder herum. Frau hinter einem MannVon nun an beginnst du, für dich zu sorgen. Du nimmst dir mehr Zeit für dich selbst, gehst öfter einmal alleine aus, beginnst wieder Sport zu treiben und lässt es dir öfter so richtig gut ergehen. Das klingt so weit ganz gut .

Im Prinzip ist dagegen auch nichts einzuwenden. Doch in Gesprächen mit Menschen, die sich für diesen Weg entschieden haben, fällt häufig eine zunehmende Empathielosigkeit auf.

„Wenn mein Mann sich mal wieder aufregt, dann lasse ich mich davon nicht mehr mitreißen. Ich sorge dann einfach für mich und gehe nicht mehr weiter darauf ein.“
(Aber hast du auch seinen Ruf nach Liebe gehört?)

»Ich weiß, was ich will. Ich habe gelernt, für mich zu sorgen. Und wenn das nicht klappt, beende ich das Ganze lieber.«

Was auf den ersten Blick ganz vernünftig erscheinen mag, führt auf längere Sicht aber nicht zu einer Verbesserung von Beziehungen. Es gibt einen Grund, warum die Zahl der Singles seit über 20 Jahren kontinuierlich ansteigt.

Die auch vorher schon bestehende Trennung wird durch mehr SELBST-Liebe nur noch größer.

Da draußen ist der andere, der mit sich selbst offenbar nicht gut klar kommt. Das ist aber nicht mein Thema (beliebter Ausspruch). Ich kümmere mich lieber um mich selbst. »Erst einmal muss ich lernen, mich selbst zu lieben, bevor ich andere lieben kann«

Liebe braucht keinen Schutz. Liebe ist der größte Schutz

Solche Aussagen sind nicht mehr, als der Versuch, sich vor etwas zu schützen, was du als getrennt von dir siehst.

Diese Form von Selbstliebe, auch wenn gut gemeint, führt sehr schnell in Smiley auf Blumenwieseeine neue Form von Egoismus hinein. Erst sorge ich für mich und dann (wenn ich noch Kapazitäten frei habe), liebe ich dich.

Ich bin mir bewusst darüber, dass es in der heutigen Gesellschaft nicht gut ankommt, solche Erfahrungen offen auszusprechen. Deshalb kann ich nur daran appellieren, einmal ehrlich hinzusehen.

*

Hast du in der letzten Zeit gelernt, mehr in der Selbstliebe zu sein? Hat das deine Beziehungen zu anderen Menschen tatsächlich verbessert?

  • Liebst du sie wirklich mehr?

  • Hast du das Gefühl tiefer Verbindung?

  • Kannst du dieses intensive Strahlen in dir spüren, das alles in sich einschließt?

  • Fühlst du dich eins mit allem?

In welchem Modus bist du: »Mir geht es gut, wenn es dir gut geht« (das riecht ja schon wieder verdächtig nach Aufopferung), oder »Mir geht es gut. Ich habe gelernt, für mich zu sorgen, das Thema des anderen ist nicht mein Thema.“!?

Du merkst den Unterschied…

Du hast schon immer geliebt – wenn vielleicht auch nicht dich selbst

Und überhaupt: Warst du vorher tatsächlich nicht in der Lage, andere Menschen zu lieben? Wenn du dich selbst tatsächlich nicht so richtig liebst, dann hast du dieses Muster schon aus deiner Kindheit mitgenommen. Bedeutet das, dass du nie einen anderen Menschen geliebt hast? Was ist mit deinen Kindern, deinem Partner, einem Menschen, für den du einfach tiefe Zuneigung empfindest? Die alte Dame aus der Nachbarschaft, das schlafende Baby in deinem Arm – auch wenn nicht dein eigenes.
Du kennst weitere Beispiele.

Man kann sehr wohl andere Menschen lieben und dabei vergessen, sich ausreichend um sich selbst zu kümmern.

Liebe ist mehr

Doch wenn dein Ziel wahrhaftige Liebe und wahrhaftiger Frieden, oder gar Glückseligkeit ist, solltest du noch einen entscheidendenAuge mit SchattenpaarSchritt weitergehen.

Hast du dir schon einmal die folgende Frage gestellt: 

Wer oder was ist es eigentlich, den du fortan mit mehr Selbstliebe beglücken möchtest?

Ist es die Frau, als die du dich definierst, der Mann, den du jeden Morgen im Spiegel siehst, der Vater, die Mutter, der oder die Erfolgreiche, Erfolglose, mit diesem oder jenem Elternhaus?

Wer bist du wirklich? Wen gibt es da eigentlich zu lieben?

Denk doch einmal ganz genau nach.

Wenn du dich selbst bisher wirklich vernachlässigt hast, so muss es einen Grund dafür geben. Vielleicht fühltest du dich immer als schlechte Mutter. Aus deinem schlechten Gewissen heraus hast du immer viel mehr gegeben, als deine eigene Kraft es eigentlich zugelassen hat.

Jetzt erkennst du, dass du mit deiner Kraft am Ende bist. Jeden Morgen schaust in den Spiegel, lächelst dich selbst liebevoll an und redest dir gut zu. „Jetzt tue ich endlich einmal etwas für mich selbst. Ich liebe mich!“

In deinem Unterbewusstsein bist du allerdings immer noch davon überzeugt, keine gute Mutter zu sein. Wenn dir diese Gedanken bewusst sind, dann versuchst du, dir dein scheinbares Versagen schön zu reden.
Du tröstest dich! Das ist in Ordnung. Aber es ist eben nicht mehr, als ein schwacher Trost. Du glaubst nicht wirklich daran. Im Endergebnis fühlst du dich vielleicht ein wenig besser. Aber es ändert nichts an deinem grundlegenden Gefühl, als Mutter versagt zu haben.

Wie sehr bist du mit deinem Aussehen zufrieden? Stimmt dein Frau vor SpiegelGewicht? Bist du mit deiner körperlichen Fitness einverstanden? Gefällst du dir wirklich? Oder zählst du vielleicht heimlich die grauen Haare und die zunehmenden Falten auf deiner Stirn?

Wenn du 10kg Übergewicht hast, dann lässt sich das nicht einfach schön reden. Du sagst dir, dass du dich trotz deines Übergewicht, deiner ständig zunehmenden grauen Haare und ungezählten Sorgenfalten liebst. Aber wie sehr stimmt das? Du lehnst dein Übergewicht und den Rest deiner Unschönheiten auch weiterhin ab. 

Selbstliebe ist das große Motto. Das hast du artig gelernt. Also zählst du jeden Morgen liebevoll im Spiegel deine grauen Haare und redest dir gut zu: »Mein Schatz ich liebe dich, auch wenn ich jeden Morgen eine neue Spur des körperlichen Zerfalls mit ansehen muss«.

Ist das wirklich ehrlich?

Ja, es tut sicherlich ein wenig gut. Aber wenn du genau hinhörst, stellst du fest: Eigentlich ist es nur ein verzweifelter Versuch, etwas Puder über eine offene Wunde zu legen.

Möchtest du an diesem Punkt stehen bleiben?

Selbstliebe oder Liebe pur – deine Wahl

Wenn du aufhörst, dich auf die Selbstliebe, die dich automatisch von anderen Menschen trennt, wie der Name ja schon sagt (SELBSTliebe), zu konzentrieren, öffnest du die Tür zu einer völlig neuen Ebene.

Möchtest du auch zukünftig weiter vor dem Spiegel stehen und dir ein Blonde Frauwenig Trost spenden, dann solltest du auf jeden Fall weiterhin deine Selbstliebe-Rituale praktizieren. Egal, wie diese für dich aussehen. Oder möchtest du vielleicht viel lieber wahrhaftige Liebe erfahren? Liebe, die so groß ist, dass sie dich in endlose Verzückung bringt, nichts und niemand mehr ausschließt und jedes Trostpflaster wie ein welkes Blatt vom Baum aussehen lässt!?

Wie wäre es für dich wahrhaftige Liebe kennenzulernen? Die Liebe, die alles einschließt, die allumfassend ist, die Liebe, die nicht zwischen dir und mir, jenem und deinem Selbst unterscheidet.

Liebe kann man nicht machen. Liebe ist.

Je mehr du dich jedoch auf dich und deinen  Körper konzentrierst, desto realistischer wird er für dich. Dein Körper, mein Körper. Ich liebe dich – ich liebe mich. Mir verzeihe ich meine Fehler, wie sich das für Selbstliebe gehört. Dir natürlich auch – soweit ich mich selbst nicht so sehr betroffen fühle…

Du hast sicher schon einmal die Aussage gehört, dass du nicht dein Körper bist. Eigentlich gibt es da nur Geist.

Geist hält sich nicht selbst im Arm und macht Liebe mit sich. Geist ist. Geist ist vollkommene Harmonie, vollkommener Frieden, Unendlichkeit, und ja: Liebe!

Wenn du bereit bist, zu erkennen, wer du wirklich bist (ein Kind Gottes), wirst du erkennen, dass die Bemühungen, sich zuerst selbst zu lieben, um einen anderen lieben zu können, keinerlei Sinn ergeben.
Es geht nicht darum, dich selbst zu lieben,  sondern einzig darum, dich zu erinnern, wer du wirklich bist.

Geist ist immer eins. Es gibt niemand anderen da draußen.

Wenn du es schaffst, diese Lektion in deinen Beziehungen umzusetzen, wirst du auch nie wieder Gefahr laufen, dich aufzuopfern, oder mit irgend einer Äußerlichkeit deinerseits unzufrieden zu sein.

Geist ist.

Liebe ist.

Du BIST Liebe


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Andreas Frenzel

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1 Kommentare

  1. Ina Zimmermann sagt

    Der einzige Weg um, die Ergebnisse in deinem Leben zu haben, die du dir wünschst, ist, dein Selbstbild mitsamt deinen inneren Überzeugungen zu ändern und die Energie anzuheben. Erst wenn du akzeptierst, dass du der Schöpfer deines Lebens bist und du dein Bewusstsein von Angst hin zur Liebe ausrichten kannst, Macht hast, wirst du wahre Fülle erfahren. In dem Moment, wenn du dich selbst mit Liebe und Mitgefühl genau so annimmst, wie du bist, und deine Selbstsabotage beendest, öffnen sich ganz neue Horizonte….
    Wenn du innere Glaubenssätze hast, die dich davon abhalten, in ganzer Fülle zu leben, kannst du so viel an eine erfüllte Beziehung denken, wie du möchtest, es wird nicht passieren.

    Und das widerlegt das Thema Selbstliebe in seinem Thema. Nur wenn du es schaffst, deine inneren Glaubenssätze zu wandeln, dich als Schöpfer, dich als Liebe erkennst, klappt es mit der guten Beziehung, kannst in seiner ganzen FÜLLE deinen Partner ERKENNEN

    „Warum auf den Himmel warten? Diejenigen, die suchen, bedecken nur ihre Augen. Das Licht ist JETZT in ihnen. Erleuchtung ist keine Veränderung, sondern nur ein Wiedererkennen.“
    (aus Ein Kurs in Wundern)

    Das zu den inneren Blockaden.
    Ergänzend zur Selbstliebe.

    I.Z.

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