Spiritualität
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Spiritualität im Alltag

Für Menschen, die sich wünschen, mehr Spiritualität in ihren Alltag zu bringen, liegt die größte Herausforderung darin, scheinbar völlig unvereinbare Lebensphilosophien in Einklang zu bringen. Die wenigsten Europäer können sich dafür entscheiden, den Rest ihres Lebens in einer Höhle zu verbringen, oder den ganzen Tag mit gekreuzten Beinen auf einem harten Boden zu sitzen, und auf die Erleuchtung zu warten.

Meditierender Mönch


Schnell stellt sich die Frage ein: Wird es mir auf diesem Wege überhaupt jemals möglich sein, Erleuchtung zu erlangen? Wie viele Leben werde ich wohl noch vor mir haben? Kann ich auf diesem Weg jemals meine Kundalini erwecken? Bringt mir dieser ganze Aufwand mehr Frieden in mein Leben? Ist es überhaupt möglich, Fortschritte zu machen? Nach einem anfangs hoffnungsvoll besuchten Seminar stellt sich häufig schnell Ernüchterung ein. Dabei klangen die tiefen Weisheiten des indischen Gurus so faszinierend, dass wir am liebsten gar nicht mehr anders leben würden.

Mit Leichtigkeit konnte er jede Frage beantworten. Für jede anscheinend noch so große Herausforderung hatte er die passende Antwort zur Verfügung. Eheprobleme? Das war gestern. Schwierigkeiten im Job? Null Problemo anymore. Jetzt gilt es nur noch, ein paar seiner Anweisungen im Alltag erfolgreich umzusetzen. Täglich ein paar Minuten in die Stille gehen, die Kundalini Atmung praktizieren, die eine oder andere Yogastellung einüben, ein bisschen beten, die Ernährung auf vegan umstellen, dankbar sein für alles, was ist, alles akzeptieren, im täglichen geistigen Kontakt mit dem Guru sein, vergeben, was das Zeug hält und immer nur lächeln. So schwer kann das doch nicht sein.

Doch wer von uns, die wir uns so gerne weiterentwickeln möchten, hat das nicht schon erlebt: Spiritualität im Alltag hat so seine Tücken.

Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen, jeden Morgen früh aufzustehen und erst einmal 1 Stunde Qigong zu üben. In Verbindung mit der anschließenden Meditation, wären wir so für den Tag gestärkt, dass uns wirklich gar nichts mehr aus unserem violetten Socken hauen könnte. Auf dem Seminar hat es doch schließlich auch funktioniert. Anfangs war die Motivation auch noch hoch. Wir nehmen das Kopfschütteln der Nachbarn in Kauf, die uns frühmorgens auf der Terrasse keuchen hören. Und dass der Border Collie beim heiligen Ohm mit einem kläglichen Jaulen versucht, unsere heilige Stimmung zu übertönen, werden wir auch noch überwinden. Es ist auch kein Problem, dass die Kinder bald aufstehen. Schließlich haben wir früh genug die Federn verlassen und nutzen den heiligen Morgen ganz für uns. Die Erleuchtung ist in greifbare Nähe gerückt.

„Wenn ich erst erleuchtet bin, meine Chakren geöffnet, und die Kundalini richtig fließt, wird alles gut!“

Doch schon wenige Tage, spätestens Wochen nach dem heiligen Retreat, wird uns klar, dass Spiritualität im Alltag so nur selten funktioniert.

Mann mit aufgerissenem Mund und Augen
Photo by Gem & Lauris RK on Unsplash

Der Partner schüttelt verzweifelt den Kopf und murmelt in den Bart, dass wir nun wohl völlig abgedreht sind. Klarer Fall von: Er hat die Zeichen der Zeit nicht begriffen. Es ist Zeit, über eine Trennung nachzudenken.
Es ist schon ein wenig verhext, dass das Telefon ausgerechnet immer dann klingelt, wenn wir gerade in der tiefsten himmlischen Stille versunken sind. Und es ist auch ziemlich schwierig, den Kindern klarzumachen, dass man jetzt einfach einmal eine halbe Stunde für sich selbst braucht.

Spiritueller Supermarkt

Fast täglich führe ich diese Diskussion mit meinen Klienten. Auf meine Empfehlung, doch einfach eine Stunde früher aufzustehen, erhalte ich in 99 % aller Fälle die Antwort: »unmöglich.« Abends sei die einzige Zeit, in denen man ein paar Minuten für sich hat. Frühes ins Bett gehen kommt also nicht infrage.

Dazu kommt noch die Ungewissheit, welcher Pfad nun eigentlich der richtige ist. Soll ich der Materie tatsächlich völlig entsagen? Was ist dann mit meinen Kindern? Verliere ich nicht den heiligen Pfad, wenn ich mich zu sehr auf die Freuden des Alltags konzentriere? Darf ich noch Sex haben? Muss ich mich nicht für eine Seite entscheiden?

Yoga, Qi Gong, Pramahansa, Paramahonsa oder der heilige Pramama mit der ultimativen geistigen Abstammungslinie des einzigen erleuchteten superheiligen Obergurus im zentralen Himalayansana?

Der spirituelle Supermarkt ist groß. Jeder behauptet von sich der Einzige, der Schnellste und der Beste zu sein – aber ihr Ego scheinen sie alle nicht so richtig im Griff zu haben.
Vielleicht doch einfach nur ein wenig im Kurs in Wundern lesen. Aber der Frenzel kommt ja auch nicht so richtig mit seinen Lektionen voran.

Hindernisse, die den geistig Suchenden davon abhalten, Spiritualität im Alltag zu leben, gibt es mehr als genug.

Es gibt viele Tipps und Tricks, die Dir helfen sollen Deine Spiritualität in Deinen Alltag erfolgreich zu integrieren. Und es ist sicher gut, sich diese einmal zu Gemüte zu führen. Gehe von Anfang an davon aus, dass Du vieles nicht eins zu eins umsetzen können wirst. Jedes Leben ist anders. Jeder Mensch erlebt die Dinge anders. Am Ende ist es wichtig, zu probieren und Deinen eigenen, individuellen Weg zu finden.

In diesem Artikel wirst Du einige erprobte Tipps und Tricks finden, Spiritualität im Alltag erfolgreich umzusetzen.

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Aber ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Spiritualität wird häufig vollkommen missverstanden. Jemand, der täglich mehrere Stunden meditiert, ist noch nicht unbedingt fortgeschrittener, als jemand der sich dieser Disziplin nur selten bis gar nicht unterwirft.

 

Claudia, eine meiner Klientinnen ist ganz verzweifelt. Immer wieder setzt sie sich auf ihr Meditationskissen, um in die Stille zu gehen. Häufig erfährt sie dabei körperliche Schmerzen, die sie davon abhalten, ihre Sitzungen bis zum Ende Durchzuhalten. Ist dies tatsächlich einmal nicht der Fall, kann sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass eines ihrer Kinder Probleme hat und sie nicht in Ruhe lässt. Es gibt immer wieder eine Störung. Verzweifelt versucht sie täglich, irgendwie in die Meditation zu kommen. Das soll schließlich der optimale Weg sein. Doch es will ihr einfach nicht gelingen. Sie ist überzeugt, auf diesem Weg einfach nicht weiterkommen zu können. Verzweiflung macht sich in ihr breit.

Ich erzähle ihr die Geschichte von dem Mönch, der in der Lage ist, in die Zukunft zu sehen. Ein junger Ordensbruder und ein Bauer haben sich zu ihm gesellt. Der junge Mönch ist sehr diszipliniert. Schon von Kindesbeinen an hat er sich für das spirituelle Leben interessiert.

Er begann schon früh mit seiner Meditationspraxis. Und er wusste schon sehr bald, was er wirklich in diesem Leben will. Sein einziges Ziel besteht darin, das Leben zu überwinden. Sein größter Wunsch ist es, endgültig ins Nirwana einzugehen. Er fragt den alten Zenmeister: »Meister, ich meditiere nun seit über 40 Jahren. Ich habe alle buddhistischen Schulen studiert. Eine sehr lange Zeit habe ich sogar einsam in einer Höhle verbracht. Ich kann mit Sicherheit sagen: Mein einziges Ziel ist es, dieses Leben zu überwinden. Ich habe keinerlei Interesse an materiellen Dingen. Meine einzige Liebe gilt Buddha. Bitte sagt mir: Wie viele Leben habe ich noch vor mir?“

Der hellsichtige Meister schließt die Augen. Nach einer Weile brummelt er leise vor sich hin. Ich sehe einen Baum. Es ist ein Eukalyptus. Ich kann nur drei Blätter in der Krone erkennen. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Du nur noch drei Leben vor Dir hast. Ich beglückwünsche Dich. Deine Suche und Deine Disziplin sind von Erfolg gekrönt. Nur noch drei Leben, dann hast Du es geschafft.“
Der fleißige Mönch jedoch ist vollkommen frustriert. „Wie bitte? Ich habe mich so bemüht. Jeden Tag habe ich hart an meiner Weiterentwicklung gearbeitet. Ich habe alles getan, um die Materie zu überwinden. Ich kenne nur dieses einzige Ziel. Und jetzt habe ich immer noch drei Leben vor mir!?«
Der weise Meister zuckt die Schultern: „Es ist, wie es ist.“

Der Bauer hat derweil das Gespräch schweigend mit verfolgt. Der Hellsichtige wendet sich an ihn. „Und Du? Wie sieht es mit Dir aus? Möchtest Du auch wissen, wieviele Leben Du noch vor Dir hast?« »Gerne,« erwidert der Bauer. Der hellsichtige Mönch schließt erneut die Augen. Nach einer Weile murmelt er: »Ich sehe wieder einen Baum. Er hat einige 1000 Blätter in seiner Krone. Das bedeutet, Du hast noch einige 1000 Leben vor Dir.“ Im Gegensatz zum fleißigen Mönch ist der Bauer hocherfreut. Er wirft die Arme in die Luft, lacht und ruft laut: »Ich finde es prima! Da gibt es noch so viel zu erleben und so viel zu entdecken! Ich freue mich! Danke Dir weiser Mann!“
In diesem Moment flammt ein Licht auf. Der Geist des Bauern hat den Körper verlassen und ist augenblicklich ins Nirwana eingegangen.
Der junge Mönch, der dies aufmerksam beobachtet hat, ist nun völlig verstört. „Wie kann das sein?« ruft er aus. „Dieser einfache Mann hat nichts für seine Erleuchtung getan. Wahrscheinlich hat er noch nie in seinem Leben meditiert. Ja, er hat nicht einmal das Ziel gehabt, ins Nirwana einzugehen. Er hat nichts dafür getan. Wie kann es sein, dass er nun das Leben überwunden hat, während ich noch ganze drei Leben vor mir habe?“

Kennst Du die Antwort?

Spiritualität im Alltag: Das Geheimnis

Der hellsichtige Mönch schaut seinem jungen Kollegen tief in die Augen. „Dieser einfache Mann ist sich wahrscheinlich gar nicht bewusst darüber, was er richtig gemacht hat. Im Gegensatz zu Dir, hat er das Leben voll und ganz angenommen. Das große Geheimnis liegt in der vollkommenen Akzeptanz. Du hast Dich schon früh entschieden, dem Leben mit Ablehnung gegenüber zu treten. Je mehr Du Dich bemüht hast, die Materie zu überwinden, desto stärker wurde sie. Dass Du überhaupt nur noch drei Leben vor Dir hast, kannst Du den Momenten verdanken, in denen Du Dich tatsächlich in völliger Widerstandslosigkeit befunden hast. Das war in den Zeiten tiefer Meditation der Fall. Leider hast Du ein Großteil dieser positiven Wirkungen wieder aufgehoben, weil Du mit falscher Motivation meditiertest. Du wandtest Dich gegen das Leben. Du hast das Leben verurteilt. Dieser einfache Mann jedoch hat es von ganzem Herzen angenommen. Es gibt für ihn nichts mehr zu lernen.“

Wie kann Dir diese Lehrgeschichte helfen, Deine Spiritualität in Deinen Alltag zu integrieren? Das gibt es zum Beispiel die immer wiederholte Aufforderung, in die Stille zu gehen. Eine zentrale Praktik, die Du auf verschiedenen Wegen erreichen kannst.

Die Stille im Geist ist die größte Kraftquelle im Leben, die Dir zur Verfügung steht.

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Aus der geistigen Stille resultiert Deine gesamte Kreativität. Nur in tiefer Stille wirst Du am Ende tiefgreifende Transformationen erfahren können.
Die tiefe geistige Stille ist das wichtigste Element eines jeden spirituellen Weges. Deshalb möchte ich mich im Weiteren darauf beschränken.

Weitere Techniken, trotz äußerer Störeinflüsse, in innere Stille einzutauchen, erlernst Du übrigens während des mehrtägigen TAO-Life Balance Seminars, welches Dir nicht nur eine intensive Auszeit von Deinem Alltag schenkt, sondern Transformation auf ein völlig neues Niveau erhebt.

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Äußeres Schweigen wird zu innerem Schweigen, welches das Licht deines Geistes entflammt

Du hast es schon auf verschiedenste Art und Weise versucht, in tiefe Gedankenleere einzutauchen. Dabei wird Dir nicht entgangen sein, dass die Gedanken in Deinem Kopf umso wilder gewütet haben, je mehr Du Dich bemühtest. Je mehr Du Dich angestrengt hast, desto zweifelhafter war das Ergebnis.
Wahrscheinlich kennst Du auch die Erfahrung, dass der Alltag umso schlimmer erscheint, je tiefer Deine vorherige Meditation war. Oder Du kommst von einem tollen Lichtseminar zurück, voller Elan, Deine Spiritualität jetzt im Alltag zu integrieren und die Welt scheint über Dir zusammen zu brechen.
Es scheint wie verhext zu sein: Je mehr Du Dich bemühst, desto mehr Frust erlebst Du am Ende.
Die meisten Tipps und Tricks bringen Dich als Normalo nicht wirklich weiter. Weder hast Du einen eigenen Meditationsraum, noch täglich 2 – 3 Stunden Zeit und Aldi Nord liefert schon seit Wochen keine frischen Räucherstäbchen mehr aus.

Wie kommen wir da weiter? Es muss doch irgendwie möglich sein, Spiritualität in den Alltag zu integrieren und davon zu profitieren. Für mehr Frieden, mehr Liebe und intensive Transformation.

Dafür ist es übrigens überhaupt nicht notwendig, täglich zu meditieren. Es ist nützlich, ja, aber nicht zwangsläufig notwendig.

Nur ein Gedanke bis zur Erleuchtung

Um es wirklich zu verstehen, muss ich an dieser Stelle den Bogen ein wenig weiter spannen. Je umfassender Dein Weltbild ist, desto leichter wird es Dir anschließend fallen, transformative Stille in Deinem spirituellen Alltag wirklich umzusetzen.

Glücklich lächelnde Frau in Gebetshaltung

Die meisten geistig Suchenden sind davon überzeugt, dass sie sich sehr bemühen müssen, um einen Zustand zu erreichen, von dem sie sich anscheinend weit entfernt haben. Ohne es genau definieren zu können, schwebt Ihnen ein Idealbild vom ewig lächelnden und in sich ruhenden Meister/ Meisterin vor. Sie lassen sich von nichts mehr aus der Ruhe bringen, kennen keine Angst mehr und sollten Sie tatsächlich einmal traurig sein, werden Sie es einfach mit Gelassenheit Durchleben.

Doch die Annahme, ganz viel dafür tun zu müssen um einem diesen Idealzustand zu erreichen ist ein großer Irrtum.

Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben lang noch nicht ein einziges Räucherstäbchen angezündet, geschweige denn meditiert haben und die trotzdem eine vorbildliche und oft höchst spirituelle Lebensweise verfolgen. Es gibt da nämlich ein Werkzeug, das Du immer dabei hast. Du kannst es jederzeit, an jedem Ort und in allen nur erdenklichen Situationen anwenden. Es kostet Dich – nichts. Du nutzt es bereits jetzt. Leider hat Dir nur nie jemand erklärt, wie Du dieses Werkzeug wirklich effektiv einsetzt.

Wenn Du wissen möchtest, wie Du noch in dieser Minute von purem Stress auf ein wirklich spirituelles Leben umschalten kannst, solltest Du wirklich bis zu Ende lesen. Tatsächlich trennt Dich nur ein einziger Gedanke von Deinem Ziel. Um diesen zu verstehen, solltest Du Dir vorher eine Frage beantworten:

Wer bist Du?

Sicher wird Dir die Antwort auf diese Frage nicht schwerfallen. Du weißt, dass Du ein göttliches Wesen bist. Wenn das in Deine religiösen Begriffe nicht hinein passt, passe Dir die notwendigen Begrifflichkeiten einfach nach eigenem Geschmack an. Ein göttliches Wesen zu sein bedeutet, dass es keinerlei Trennung zwischen Dir und der göttlichen Ebene gibt. Es hat sie niemals gegeben. Das Leben ist eine Illusion. Das bedeutet nichts anderes als: Du bist reiner Geist. Es gibt nichts zu erleuchten. Du bist erleuchtet – warst es schon immer. Erleuchtung, Frieden, Liebe sind Dein natürlicher Zustand. Dein einziges Problem ist, dass Du das vergessen hast.

Je nach spiritueller Praxis, der Du folgst, unternimmst Du beträchtliche Anstrengungen, um wieder das zu werden, was Du eigentlich schon bist. Was für ein Wahnsinn. Mit jeder Anstrengung, die Du unternimmst, sagst Du Deinem Unterbewusstsein, dass Du nicht heilig bist. Hast Du das Bedürfnis, Dich noch mehr anzustrengen, bedeutet das nicht mehr und nicht weniger, als dass Du Dich sehr weit von Deiner Heiligkeit entfernt fühlst.

Du glaubst, Dich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten zu müssen, eine bestimmte Praxis verfolgen zu müssen, um heilig zu sein. Und es gelingt Dir immer dann, wenn Du es tatsächlich einmal schaffst, Dich in tiefe Meditation zu versenken, was allerdings in Deinem Alltag, wie wir ja genug beleuchtet haben, oft unmöglich erscheint.

Stille – einmal anders

Die Aussage „in die Stille gehen“, kann auch ganz anders interpretiert werden. Dass Du die Dinge akzeptieren sollst, wie sie sind, hast Du schon oft genug gehört. Du bemühst Dich und stellst doch immer wieder fest, dass es Dir einfach nicht gelingen will. Die meisten Suchenden vergessen sich selbst bei dieser Praxis völlig. Zu akzeptieren, was ist, bedeutet auch, Dich selbst voll und ganz anzunehmen.
Lass uns ein wenig Klartext reden. Du hattest Dir fest vorgenommen, den heutigen Tag um 5:00 Uhr morgens zu beginnen und eine schöne intensive Meditation oder Yogastunde durchzuführen. Mal wieder hast Du allerdings vergessen, den Wecker zu stellen. Mal wieder verschlafen! Du bist frustriert. Und Du verfällst in Selbstanklage.
Ein einfacher Weg, um diesen falschen Pfad zu verlassen, ist folgender: Stell Dir vor, Jesus (Buddha, Mutter Theresa oder an wen auch immer Du glaubst), stehen neben Dir. Würde einer von ihnen den Finger erheben, Dir einen bösen Blick zuwerfen um Dir deutlich zu machen, dass Dein Verhalten nicht in Ordnung war? Sicher nicht. Schau, was vor Deinem inneren Auge passiert. Wahrscheinlich wirst Du Bilder sehen, im Sinne von: Da ist dieses gütige Lächeln. Er/ Sie nimmt mich an, genau so, wie ich bin. Da ist nicht das geringste Urteil. Ja, ich habe verschlafen. Es ist in Ordnung. »Ich liebe Dich, mit und ohne Ringe unter den Augen.“

Und jetzt für Dich zu Übung:

Soeben kommst Du aus einer tiefen Meditation heraus. Über eine Stunde lang hast Du in seligem Lächeln gesessen. Die Räucherstäbchen sind lange verglimmt, dein Mann frustriert alleine eingeschlafen und die Kinder haben in ihrer Verzweiflung sogar die Küche alleine aufgeräumt. Die ganze Zeit konntest Du das heilige Licht deutlich vor Deinem inneren Auge sehen. Jede Zelle Deines Körpers war von tiefem Frieden erfüllt. So muss sich Erleuchtung anfühlen. Da waren überhaupt keine Gedanken mehr. Stille pur. Kaum hast Du die Augen geöffnet, kommen Deine schreienden Kinder in die Wohnstube. »Der hat mir was weggenommen!« »Nein, das stimmt nicht. Sie war es!« Die beiden hacken ordentlich aufeinander herum. In dem Moment merkst Du, wie Dir einfach nur noch der Kragen platzt. „Nun gebt endlich Ruhe! Ich habe die Nase gestrichen voll! Das nimmt einfach kein Ende mit euch! Ich kann nicht mehr! Und ich will nicht mehr! Lasst mich doch einfach in Ruhe!«

Du sehnst Dich zurück nach Deiner tiefen Erfahrung und weißt einmal mehr: Spiritualität im Alltag funktioniert eben doch nicht.

Aber ich sage Dir: Deine spirituelle Übung ist noch nicht vorbei. Eigentlich hat sie gerade erst angefangen. Nein, nicht, was Du meinst. Ich wollte damit nicht sagen, dass Du gleich wieder die Augen schließen und eine weitere Stunde meditieren sollst. Alles worum es jetzt geht, ist, die Situation und vor allem Dich selbst liebevoll anzunehmen. Akzeptiere, dass Du wütend bist. Akzeptiere, dass Du nicht die perfekte Mutter bist, von der Du immer geträumt hast. Nimm es an, dass Deine beiden Gören sich auch morgen, übermorgen und wohl auch noch für den Rest ihres Lebens immer wieder streiten werden. Gehe jetzt in die Stille. Ich meine immer noch nicht, dass Du meditieren sollst.

In die Stille zu gehen bedeutet in diesem Fall nichts anderes, als aufzuhören, Dir selbst die Hölle heiß zu machen. »Sei still« bedeutet in diesem Fall nichts anderes, als Deine ständigen Bewertungen und Deine Selbstvorwürfe sein zu lassen.

Diese faszinierende Stille-Praxis benötigt keine extra Zeit.

Sie benötigt keine Räucherstäbchen, keine Seminare, keine heiligen Bücher und es ist auch nicht notwendig, Dich von einem Partner, der einfach nicht mitziehen will, zu trennen. Hast Du mal überlegt, ob er in seiner Gelassenheit nicht schon viel weiter ist, als Du!?

»Sei still und wisse ich bin Gott«, Worte, die Du in schwierigen Situationen zu Dir selbst sprechen kannst. »Sei still – keine weiteren Verurteilungen«. »Wisse, ich bin Gott«. Ich bin das göttliche Wesen, das sich gerade entschieden hat, die Erfahrung von Wut, Hilflosigkeit, Verlassenheit, Mutlosigkeit, Verzweiflung, Depression oder was auch immer zu machen. Und es darf sein. Es ist in Ordnung.

Erleuchtung bedeutet nichts anderes, als anzunehmen, was ist – vor allem Dich selbst!

Du bist schon da! Das ist alles, woran es zu denken gilt.

Spiritualität im Alltag zu leben bedeutet nichts anderes, als Deinen Alltag voll und ganz als spirituell zu akzeptieren.

Der Gedanke, der Dich weiter bringen kann, als jede noch so intensive Meditation lautet: Ich bin einverstanden.

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