Ein Kurs in Wundern, EKIW Lektionen, Spiritualität
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Ein Kurs in Wundern; Lektion 2

(Für den vollständigen Artikel bitte auf das Bild klicken) »Ich habe allem, was ich … sehe, die Bedeutung gegeben, die es für mich hat«

Ein Kurs in Wundern geht um die Welt. Immer mehr Menschen kennen ihn. Doch noch immer ist die Zahl derer, die wirklich mit ihm arbeiten, sehr gering.  

Vielen geht es so, dass ihnen der Kurs an einer Stelle in ihrem Leben begegnet. Sie schauen einmal kurz hinein und in vielen Fällen schlagen sie das Buch wieder sehr schnell zu, weil sie mit dem opulenten Satzbau nichts anfangen können.

Auch mir erging es lange Zeit so. Als ich schließlich begriff, dass das Original von »Ein Kurs in Wundern« in Versform geschrieben ist, begann ich ihn anders wahrzunehmen. Ich las fortan langsamer, getragener und häufig auch laut. Ich ging daran, den Text zunehmend als ein Kunstwerk zu interpretieren. 

Auf einmal erhält der Text eine ganz andere Gewichtung. Plötzlich versucht der Verstand nicht mehr, mit aller Gewalt den Sinn zu ergründen. Wenn wir ein Gedicht lesen, so analysieren wir es auch nicht, sondern genießen den Klang der malerischen Sprache. (Für den gesamten Artikel bitte auf das Bild klicken)

Es ist wie ein gutes Glas Wein, das wir auch nicht trinken, um unseren Durst zu stillen, sondern um des Genusses willen. 

Tipp:

Anstatt mit aller Gewalt zu versuchen, die Texte von „Ein Kurs in Wundern“ intellektuell zu verstehen, genießen Sie jeden einzelnen Satz. Lassen Sie die Zeilen auf sich wirken, wie ein Bild. Allmählich wird sich Ihnen der Sinn von ganz alleine erschließen.

 

Sollten Sie sich im Besitz des Kurses befinden, so probieren Sie es doch einfach einmal aus. Sie sollten auf keinen Fall mehr als 1 Kapitel am Tag lesen. Sonst wäre es etwa so, als ob Sie sich vornehmen, jeden Tag fünf Gedichte zu lesen oder zwei Flaschen Wein zu leeren. Zwar hätten Sie dann eine ordentliche »Leistung« erbracht, doch der Genuss wäre völlig auf der Strecke geblieben.

Sehen Sie »Ein Kurs in Wundern« als ein großes Gedicht an. Es ist ein Werk, welches Sie immer wieder lesen können. Aber immer nur in kleinen Häppchen. Verderben Sie sich nicht den Genuss, durch falsch verstandenen Ehrgeiz. 

Was haben „Ein Kurs in Wundern“ und Schokolade gemeinsam?

Ich liebe hochprozentige Schokolade. Jeder hat schon einmal gehört, dass Schokolade sehr gesund ist, glücklich macht und vielerlei positive Wirkungen auf den Körper hat. Das gilt jedoch nicht für unsere völlig verzuckerte und mit Milch aufgelöste Tafel aus dem Supermarkt. Die Zutaten, insbesondere die Milch, löschen die positiven Wirkungen der Schokolade vollkommen auf.

Wenn Sie also von Ihrem Schokoladengenuss wirklich profitieren möchten, dann besorgen Sie sich möglichst reine Schokolade. Ab 75% aufwärts und möglichst nicht mit irgendwelchen Aromen versehen. Ich persönlich mag Schokolade am liebsten, wenn Sie über 90% Reinheit besitzt. Neulich habe ich mir sogar eine Tafel mit 100% Kakaopulver gekauft.

Wenn Sie jetzt die Nase rümpfen, dann ist das wie bei „Ein Kurs in Wundern“. Der Kurs bietet Ihnen 100% reine Kost. Und das ist zunächst erst einmal schwer verdaulich – wenn man es falsch angeht.

100%tige Schokolade kann man nicht essen. Schon gar nicht eine ganze Tafel. 

Wenn Sie aber ein Stück in den Mund nehmen, es lutschen und langsam im Gaumen schmelzen lassen, werden Sie auf einmal feststellen, dass es sehr viele unterschiedliche und fein ausgeprägte Aromen zu entdecken gibt. Der Geschmack ist so intensiv und die Informationen so reichhaltig, dass meist ein einziges Stück ausreicht. 

Dadurch werden Sie nicht dick oder süchtig. Aber Sie kommen in den Genuss des wahren Geschmacks von Schokolade und vor allem auch der Wirkungen.

Genau so sollten Sie „Ein Kurs in Wundern“ genießen.

Kosten Sie jede einzelne Zeile und versuchen Sie nicht, das ganze Buch so schnell wie möglich zu inhalieren.

Auch wenn Sie an einem Tag nur 2 Sätze lesen, so ist das vollkommen in Ordnung. Diese zwei Sätze – intensiv genossen – können mehr Licht in Ihren Geist bringen, als intellektuell abgehakte 5 Kapitel.

 

Ich habe allem, was ich sehe seine Bedeutung gegeben

Die Aussage ist, dass wir allem, was wir sehen, jedem Gegenstand, jeder Situation, jedem Menschen die Bedeutung verleihen, die wir in ihm/ ihr sehen.

Und genau das ist das emotionale Gefängnis, in welchem wir uns befinden. Alles dreht sich nur um die Bedeutung, die wir den Dingen zuschreiben. Viele Menschen bleiben schon an der ersten Lektion von »Ein Kurs in Wundern« hängen. Sie besagt, dass nichts überhaupt eine Bedeutung hat.

Da kommt schnell schon einmal Empörung auf. »Natürlich haben mein Partner, meine Kinder, meine Familie, mein Bankkonto, mein Leben, mein Körper, meine Träume und so fort, eine Bedeutung für mich!«

Das ist ja auch alles in Ordung. »Ein Kurs in Wundern« betont immer wieder, dass er uns nichts wegnehmen möchte.

Ob wir den Kurs machen, oder nicht, liegt allein an uns. Niemand zwingt uns dazu. Auch wenn an anderer Stelle gesagt wird, dass am Ende jeder Mensch, auf die ein oder andere Art und Weise, die Entwicklung des Kurses durchlaufen wird.

Lassen Sie uns einfach noch einmal das Ziel des Kurses klarstellen. 

 

1.1 Es ist alles nur geliehen

Das Ziel von »Ein Kurs in Wundern« ist, den inneren Frieden zu finden. Um mehr geht es nicht. Aber auch nicht um weniger!

Ob wir wollen, oder nicht, wenn wir auf Dauer unseren inneren Frieden finden wollen, müssen wir uns darüber klar werden, dass das nur möglich sein wird, indem wir die Bedeutung, die wir den Dingen zuordnen, aufgeben.

Egal, ob »der Kurs«, oder irgendeine andere Lehre; an diesem Punkt kommen wir nicht vorbei.

Das klingt auf den ersten Blick grausam und unerbittlich, weil wir das Gefühl haben, auf einmal alles zu verlieren. Doch seien Sie versichert, es ist nicht so! Im Laufe des Kurses werden wir noch lernen, dass es eigentlich darum geht, den bisher gelebten Fokus auf eine andere Ebene zu schieben. 

Es geht in keiner Form darum, gleichgültig zu werden. Alles, was uns der Kurs sagen möchte ist, dass in der Bedeutung, die wir den Dingen zuschreiben unser Glück und damit auch unser Unglück liegt.

Kennen Sie das Lied: »Auf Wolke 4«? Da beschreibt der Sänger, dass er sich mit seiner Partnerin lieber auf der Ebene von Wolke 4 befindet. Auf Wolke 7 war er auch schon einmal, doch dann ist er heftig abgestürzt. Vielleicht hat seine Partnerin ihn verlassen. 

Die »Wolke 7« bedeutet, dass er seine Frau »abgöttisch« geliebt hat. Wahrscheinlich war sie das Zentrum seines Lebens und er konnte sich nichts schöneres vorstellen. Damit hat er allerdings ihre Bedeutung völlig überhöht. Und als es dann schließlich zur Trennung kam, war der seelische Schmerz kaum noch zu ertragen. 

»Ein Kurs in Wundern« macht uns darauf aufmerksam, dass das Ego uns ständig Dinge gibt, um sie uns anschließend wieder zu nehmen. Das ist das grausame Spiel in dieser Welt. Wir alle kennen die Aussage, dass die Dinge, an denen wir uns in diesem Leben erfreuen dürfen, immer nur vorübergehend sind. »Alles ist nur geliehen«.

Jeder weiß es und doch vergessen wir es so gerne.

Lektion 2 will uns bewusst machen, dass wir diejenigen sind, die den Dingen eine Bedeutung geben und niemand anderes. 

Geht eine Beziehung auseinander, so bedeutet das für viele Menschen den totalen Zusammenbruch. Das kann aber nur sein, weil die Bedeutung, die wir der Beziehung gegeben haben, entsprechend hoch angesetzt war. 

Darf man deshalb sein Glück nicht mehr genießen? Selbstverständlich dürfen und sollen wir das. Doch wir sollten uns immer wieder darüber klar werden, dass eine schöne Beziehung an sich wertfrei ist. Wir geben einer Beziehung den Wert – oder einem Bankkonto, oder einem guten Job, den es für uns hat. Und dementsprechend neigen wir auch dazu, uns emotional daran zu klammern.

Diese Lektion fordert uns lediglich auf, uns bewusst zu machen, dass die Dinge an sich keinerlei Bedeutung haben. Die Bedeutung entsteht immer erst in unserem Geist.

Wenn wir uns das immer wieder in Erinnerung rufen, werden wir allmählich einen inneren Abstand gewinnen. Ich betone noch einmal: Es geht hier nicht um Gleichgültigkeit. Es geht mehr um die Aufhebung des »inneren Klebers«, der uns mit den Dingen verbindet.

Dieser Kleber, der durch unsere Bewertung entsteht, ist es, der es uns so schwer macht, loszulassen. Und jeder, der sich schon einmal mit seiner persönlichen Entwicklung beschäftigt hat, weiß, dass es in der Hauptsache immer wieder um das »Loslassen« geht.

Machen wir uns also täglich klar, dass wir, und nur allein wir, den Dingen eine Bedeutung geben, dann wird sich eine erstaunliche Wandlung in uns anbahnen. Es findet ein friedvoller, zunehmender Loslösungsprozess statt. Allmählich beginnen wir zu begreifen, dass wahre Freude und wirklicher Frieden tief aus unserem Inneren kommt und überhaupt nichts mit den Dingen zu tun hat, die uns in der Außenwelt begegnen.

Nehmen Sie sich immer wieder die Zeit, mit Ihrem Blick von einem Gegenstand zum nächsten, auch zu Personen und Situationen zu schweifen und sich kurz daran zu erinnern, dass Sie ihnen die Bedeutung verliehen haben, die Sie gerade empfinden.

Und genießen sie den daraus entstehenden Frieden.

P.S.: Sollten Sie eine innere Abwehr gegen diese beiden Lektionen verspüren, dann denken Sie daran, dass Sie auch der Bedeutung ihre Bedeutung zugewiesen haben, denn eigentlich hat auch die Bedeutung keinerlei Bedeutung. 😉


 

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Andreas Frenzel

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1 Kommentare

  1. Marco sagt

    Vielen Dank

    Habe genau gesucht was Du in Deinem Kommentar bis und mit Schokolade geschrieben hast. Vielen Dank für den tollen und humorvollen Beitrag

    Marco

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