Was ist, wenn nicht der Narzisst Dein größtes Problem ist – sondern Dein Bild von ihm?
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Mehr InformationenWas wäre, wenn der Mensch, den Du die ganze Zeit als Narzissten bezeichnest, gar nicht Dein größtes Problem ist? Was wäre, wenn Dein größtes Problem vielleicht darin besteht, dass Du ihn in Deinen Gedanken jeden Tag aufs Neue genau zu diesem Menschen machst? Das klingt zunächst einmal ziemlich provokant. Vielleicht denkst Du jetzt sogar: Soll ich etwa auch noch schuld daran sein, dass ein anderer Mensch mich schlecht behandelt, manipuliert oder verletzt? Nein, darum geht es überhaupt nicht. Wenn jemand Dich erniedrigt, kontrolliert, bedroht oder manipuliert, dann brauchst Du keine spirituelle Erklärung, die sein Verhalten rechtfertigt. Dann brauchst Du Klarheit, Grenzen, möglicherweise Abstand und manchmal auch Unterstützung. Aber es gibt noch eine andere Ebene, über die erstaunlich selten gesprochen wird.
Was geschieht eigentlich in Deinem eigenen Inneren, wenn Du einen Menschen jeden Tag ausschließlich durch die Brille seiner schlimmsten Eigenschaften betrachtest? Was geschieht mit Dir, wenn Du ihn immer wieder verurteilst, seine Fehler sammelst und Dich gedanklich ständig mit seinem Verhalten beschäftigst? Und könnte es sein, dass Dein Urteil über diesen Menschen inzwischen auch Dich selbst gefangen hält?
Ich möchte Dir eine einfache Übung vorstellen, mit der ich über viele Jahre hinweg bemerkenswerte Erfahrungen gemacht habe. Eine Übung, die nur wenige Minuten täglich benötigt und dennoch eine grundlegende Veränderung Deiner Wahrnehmung ermöglichen kann. Du brauchst dafür weder Räucherstäbchen noch besondere spirituelle Fähigkeiten. Es geht lediglich um Deine Bereitschaft, einen Menschen für einen Augenblick anders anzusehen, als Du es bisher getan hast. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, schlechtes Verhalten zu akzeptieren oder eine problematische Beziehung um jeden Preis aufrechtzuerhalten. Ganz im Gegenteil. Diese Übung kann Dir helfen, innerlich so klar zu werden, dass Du wieder unterscheiden kannst, was tatsächlich Liebe ist und was Du bisher vielleicht nur für Liebe gehalten hast.
Ist heute eigentlich jeder ein Narzisst?
Manchmal habe ich den Eindruck, dass Narzissmus regelrecht in Mode gekommen ist. Nicht unbedingt die Narzissten selbst. Die gab es vermutlich schon, als der erste Höhlenmensch seinem Nachbarn erklärte, dass seine Höhle größer sei und sein Donnergott wesentlich eindrucksvoller. In Mode gekommen ist vor allem der Begriff. Heute ist der ehemalige Partner schnell ein Narzisst, der Chef sowieso und die Schwiegermutter gehört möglicherweise auch noch dazu. Und wenn jemand auf eine Nachricht nicht innerhalb von sieben Minuten antwortet, findet man im Internet vermutlich gleich mehrere Videos, die erklären, warum dieses Verhalten ein eindeutiges Zeichen für eine narzisstische Persönlichkeit sein soll.
Dabei sollten wir vorsichtig sein. Narzissmus ist nicht einfach ein anderes Wort für Egoismus, Rücksichtslosigkeit oder unangenehmes Verhalten. Ein Mensch, der uns verletzt, sich selbst in den Mittelpunkt stellt oder wenig Rücksicht auf unsere Gefühle nimmt, hat deshalb noch lange keine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Nicht jeder selbstsüchtige Mensch ist ein Narzisst. Und wenn wir schon über Selbstsucht sprechen, dann sollten wir uns vielleicht einmal fragen, wer von uns eigentlich vollkommen frei davon ist. Ich kenne jedenfalls kaum einen Menschen, der nicht gelegentlich seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt. Mich selbst ausdrücklich eingeschlossen. Vielleicht sogar ganz besonders.
Selbst Menschen, die ständig nachgeben, die immer für andere da sind und scheinbar vollkommen selbstlos handeln, tun das nicht zwangsläufig aus reiner Liebe. Manchmal steckt dahinter die Angst, verlassen zu werden. Vielleicht möchten sie unbedingt gebraucht werden oder hoffen auf Anerkennung. Vielleicht haben sie Angst vor Einsamkeit oder davor, abgelehnt zu werden, wenn sie einmal Nein sagen. Auch das kann eine Form von Selbstbezogenheit sein, obwohl sie nach außen hin ganz anders aussieht. Das macht diese Menschen nicht schlecht. Es macht sie menschlich.
Und genau hier entsteht eine wichtige Frage: Wenn ich meinen Partner als Narzissten bezeichne, beschreibe ich dann tatsächlich diesen Menschen oder beschreibe ich vor allem meine persönliche Erfahrung mit ihm? Beschreibe ich, was er wirklich ist, oder das Bild, das ich mir aufgrund meiner Erlebnisse von ihm gemacht habe? Zwischen diesen beiden Dingen besteht ein gewaltiger Unterschied.
Wir reagieren nicht auf die Wirklichkeit, sondern auf unsere Interpretation
Ein wesentlicher Punkt, den wir verstehen müssen, ist, dass wir nicht einfach nur auf das reagieren, was im Außen geschieht. Wir reagieren vor allem auf die Bedeutung, die wir einem Ereignis geben. Unsere Wahrnehmung ist niemals vollkommen unabhängig von unserer persönlichen Geschichte. Wir betrachten andere Menschen durch die Erfahrungen, Überzeugungen, Erwartungen und Ängste, die wir im Laufe unseres Lebens angesammelt haben.
Nehmen wir einmal an, Dein Partner schweigt. Was bedeutet das? Vielleicht möchte er Dich bestrafen. Vielleicht versucht er, Dich durch sein Schweigen unter Druck zu setzen. Aber möglicherweise ist er auch einfach überfordert, hat Angst vor einem Streit oder braucht einen Moment, um seine Gedanken zu ordnen. Vielleicht denkt er gerade darüber nach, ob er die Waschmaschine tatsächlich angestellt hat. Zunächst einmal weißt Du es nicht. Doch Dein Inneres gibt seinem Schweigen innerhalb von Sekunden eine Bedeutung. Und diese Bedeutung hängt nicht allein vom Verhalten Deines Partners ab, sondern ganz wesentlich von Deinen eigenen Erfahrungen.
Wenn Du als Kind häufig übersehen wurdest, kann sich der Rückzug eines anderen Menschen schnell wie Ablehnung anfühlen. Wenn Du in früheren Beziehungen belogen wurdest, kann bereits eine kleine Unstimmigkeit den Verdacht auslösen, dass Du erneut getäuscht wirst. Und wenn Du gelernt hast, dass Liebe bedeutet, immer wieder kämpfen zu müssen, hältst Du vielleicht an einer Beziehung fest, die Dir längst nicht mehr guttut.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Du Dir das Verhalten des anderen nur einbildest. Es bedeutet lediglich, dass zwischen dem tatsächlichen Verhalten eines Menschen und Deiner Interpretation dieses Verhaltens unterschieden werden muss. Gerade in engen Beziehungen fällt uns diese Unterscheidung besonders schwer, weil unsere eigenen Bedürfnisse, Ängste und Verletzungen unmittelbar angesprochen werden.
Ich kenne das auch aus meinem eigenen Leben. Es gibt Momente, in denen ich denke, meine Partnerin würde wieder einmal nur an sich selbst denken. Wenn ich dann ehrlich hinschaue, muss ich manchmal feststellen, dass mein eigenes Ego gerade ziemlich aktiv ist. Vielleicht war ich selbst viel stärker damit beschäftigt, dass es mir gut geht, als ich zunächst wahrhaben wollte. Natürlich nennen wir das dann gerne einen gerechten Ausgleich. Aber manchmal ist es schlichtweg unsere eigene Selbstbezogenheit, die wir beim anderen besonders deutlich zu erkennen glauben.
Solche Einsichten sind nicht immer angenehm. Es ist wesentlich einfacher, die Fehler des anderen zu betrachten, als sich mit den eigenen Motiven auseinanderzusetzen. Doch genau hier beginnt wirkliche Veränderung. Nicht dort, wo wir einen Schuldigen suchen, sondern dort, wo wir bereit werden, unseren eigenen Anteil ehrlich anzusehen, ohne deshalb den Anteil des anderen zu leugnen.
Was Du verurteilst, hält Dich gefangen
Angenommen, Du hast mit Deiner Einschätzung vollkommen recht. Der andere Mensch verhält sich tatsächlich extrem selbstbezogen. Er verdreht Gespräche, hört Dir nicht zu, macht Deine Gefühle klein oder versucht, Dich ständig zu kontrollieren. Was geschieht nun, wenn Du Dich Tag für Tag ausschließlich auf diese Eigenschaften konzentrierst?
Du beginnst, Beweise zu sammeln. Jede Bemerkung wird genau untersucht, jedes Verhalten interpretiert und jede neue Auseinandersetzung bestätigt scheinbar das Bild, das Du längst von diesem Menschen hast. Vielleicht gehst Du vergangene Gespräche immer wieder im Kopf durch. Du erinnerst Dich an einzelne Sätze, überlegst, was Du hättest antworten sollen, und stellst Dir vor, was Du beim nächsten Mal sagen wirst. Die Liste seiner Verfehlungen wird immer länger.
Ich erinnere mich an eine frühere Beziehung, in der mir einmal ein paar Kuchenkrümel heruntergefallen waren. Wochen später erfuhr ich von einer Bekannten, dass meine damalige Freundin diese Situation so weitererzählt hatte, als würde ich absichtlich Kuchenkrümel in der Wohnung verteilen, um ihr zusätzliche Arbeit zu machen. Aus einer völlig alltäglichen Kleinigkeit war in ihrer Wahrnehmung eine Geschichte über meine angeblich schlechten Absichten geworden. Genau so können unsere inneren Interpretationen immer größere Ausmaße annehmen.
Irgendwann lebt der andere Mensch nicht mehr nur in Deiner Wohnung oder in Deinem persönlichen Umfeld. Er lebt rund um die Uhr in Deinem Kopf, und zwar vollkommen mietfrei. Du beschäftigst Dich mit ihm, selbst wenn er gar nicht anwesend ist. Du führst innere Gespräche, verteidigst Dich gegen Vorwürfe, die gerade niemand erhebt, und beschäftigst Dich immer wieder mit vergangenen Verletzungen.
Das ist eine der bemerkenswertesten Wirkungen von Verurteilung. Wir glauben, durch unsere negativen Gedanken innerlich Abstand zu gewinnen. Tatsächlich binden wir unsere Aufmerksamkeit immer fester an den Menschen, von dem wir uns eigentlich befreien möchten.
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wird in unserer Wahrnehmung größer. Nicht unbedingt in der äußeren Wirklichkeit, aber ganz sicher in unserem persönlichen Erleben. Wenn Du jeden Morgen nach den Fehlern eines Menschen suchst, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit welche finden. Unser Verstand ist in dieser Hinsicht ein ausgesprochen zuverlässiger Mitarbeiter. Gib ihm den Auftrag, Dir zu zeigen, warum ein bestimmter Mensch schrecklich ist, und er wird liefern. Pünktlich, zuverlässig und notfalls mit Überstunden. Vielleicht sogar nachts, wenn Du eigentlich schlafen möchtest.
Doch was bringt Dir das? Wirst Du dadurch freier? Wirst Du friedlicher? Wird der andere dadurch liebevoller? Oder verstärkst Du lediglich einen inneren Kampf, der längst ein Eigenleben entwickelt hat?
Es geht nicht darum, tatsächliche Verletzungen zu ignorieren. Es geht darum, zu erkennen, dass Du Dich durch die ständige gedankliche Wiederholung dieser Verletzungen immer wieder selbst in denselben inneren Zustand versetzt. Und genau hier eröffnet sich eine andere Möglichkeit.
Jeder Mensch ist mehr als sein Verhalten
Ich habe einmal in einem Kommentar zu einem meiner Videos gelesen, dass Narzissten kein höheres Selbst besitzen würden. Aus meiner spirituellen Sicht ist das vollkommen unsinnig. Jeder Mensch besitzt beziehungsweise ist auf einer tieferen Ebene mit einem höheren Bewusstsein verbunden. Wir sind nicht ausschließlich unsere Persönlichkeit, unsere Ängste, unsere Verletzungen oder unsere Verhaltensmuster.
Du kannst diese Ebene das Höhere Selbst nennen, die Seele, das wahre Selbst oder das göttliche Bewusstsein. Der Begriff ist letztlich zweitrangig. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass es in jedem Menschen eine Ebene gibt, die nicht durch seine persönliche Geschichte, seine Schutzmechanismen oder seine Ängste definiert wird.
Ein Mensch ist immer wesentlich mehr als das Schlimmste, was er jemals getan hat. Und diese Aussage gilt nicht nur für die Menschen, die wir mögen. Sie gilt auch für diejenigen, mit denen wir die größten Schwierigkeiten haben.
Wir alle kennen Situationen, in denen wir uns anders verhalten haben, als wir es eigentlich wollten. Vielleicht haben wir jemanden verletzt, obwohl wir das gar nicht beabsichtigt hatten. Vielleicht waren wir ungerecht, aggressiv oder abweisend, weil wir selbst Angst hatten oder überfordert waren. Und wie hätten wir uns in solchen Momenten gewünscht, dass der andere nicht ausschließlich unser Verhalten sieht, sondern auch den Menschen dahinter.
Stell Dir einmal vor, Dein Partner würde jeden Tag nur Deine Fehler betrachten. Er würde jede ungeschickte Bemerkung sammeln, jede Deiner Schwächen hervorheben und aus jeder Angst eine negative Charaktereigenschaft machen. Würdest Du dadurch offener werden? Würdest Du liebevoller reagieren? Oder würdest Du Dich vermutlich verteidigen, zurückziehen und vielleicht sogar noch stärker an Deinen bisherigen Verhaltensmustern festhalten?
Wir wünschen uns doch alle, dass jemand auch unsere guten Seiten erkennt. Dass jemand sieht, wenn wir Schwierigkeiten haben, ohne uns deshalb vollständig aufzugeben. Dass jemand sagen kann: Ich sehe, dass Dein Verhalten gerade nicht in Ordnung ist. Aber ich weiß auch, dass dieses Verhalten nicht alles ist, was Du bist.
Das ist eine vollkommen andere Haltung. Sie bedeutet nicht, dass wir die Augen vor der Wirklichkeit verschließen. Sie bedeutet, dass wir bereit sind, einen Menschen umfassender wahrzunehmen, als es unser Urteil bisher zugelassen hat.
Vergebung bedeutet nicht, schlechtes Verhalten zu akzeptieren
An dieser Stelle ist mir eine Unterscheidung besonders wichtig. Wenn ich davon spreche, das Licht in einem anderen Menschen zu erkennen, bedeutet das nicht, dass Du weiterhin mit ihm zusammenleben musst. Vergebung ist kein Freifahrtschein für verletzendes Verhalten. Mitgefühl bedeutet nicht, dass Du Dich weiterhin schlecht behandeln lassen sollst. Und Liebe bedeutet nicht, dass Du jede Grenze aufgeben musst.
Du kannst einen Menschen lieben und trotzdem eine Tür schließen. Du kannst erkennen, dass jemand selbst tief verletzt ist, und Dich gleichzeitig vor seinem Verhalten schützen. Du kannst das Göttliche in einem anderen Menschen anerkennen und dennoch ganz entschieden sagen: So nicht.
Wenn Du bedroht wirst, wenn körperliche Gewalt, Stalking oder massive Kontrolle eine Rolle spielen, dann besteht Deine Aufgabe nicht darin, noch ein bisschen spiritueller zu werden und alles auszuhalten. Dann geht es darum, Deine Sicherheit herzustellen, klare Grenzen zu ziehen und gegebenenfalls Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Die spirituelle Sichtweise, von der ich spreche, betrifft zunächst einmal Dein eigenes Inneres. Sie soll Dich nicht an eine Beziehung binden, sondern Dich aus Deinem inneren Kampf befreien. Und möglicherweise erkennst Du gerade durch diesen inneren Frieden viel deutlicher, welche äußeren Konsequenzen notwendig sind.
Denn einen Menschen innerlich freizugeben und sich äußerlich von ihm zu trennen, muss kein Widerspruch sein.
Die verborgene Verbindung zwischen zwei Menschen
Aus spiritueller Sicht existieren wir nicht vollkommen getrennt voneinander. Hinter unserer individuellen Persönlichkeit gibt es eine tiefere Ebene des Bewusstseins, auf der wir miteinander verbunden sind. Diese Vorstellung begegnet uns in unterschiedlichen spirituellen Traditionen und auch in der Arbeit mit dem höheren Selbst.
Vielleicht kennst Du Erfahrungen aus der Familienaufstellung oder aus anderen Formen der inneren Arbeit, bei denen Menschen plötzlich einen erstaunlich unmittelbaren Zugang zu den Gefühlen oder inneren Zuständen anderer Personen erleben. Vielleicht hast Du selbst schon einmal gespürt, dass mit einem nahestehenden Menschen etwas nicht stimmt, obwohl er kein Wort darüber gesagt hat.
Ich habe über viele Jahre die Erfahrung gemacht, dass sich durch eine grundlegende Veränderung unserer inneren Haltung auch zwischenmenschliche Beziehungen verändern können. Nicht immer auf die Weise, die wir uns ursprünglich vorgestellt haben, und nicht unbedingt deshalb, weil wir den anderen bewusst zu beeinflussen versuchen. Aber es kann eine neue Dynamik entstehen, wenn wir aufhören, jemanden innerlich ständig zu bekämpfen.
In meiner spirituellen Betrachtung geht diese Verbindung noch tiefer. Ich gehe davon aus, dass unsere Gedanken und unsere innere Haltung nicht vollkommen auf uns selbst beschränkt sind. Dass wir auf einer tieferen Ebene miteinander verbunden sind und dass eine liebevolle innere Ausrichtung auch für den anderen eine Bedeutung haben kann. Das ist meine Überzeugung, die sich aus meiner spirituellen Arbeit und meinen persönlichen Erfahrungen entwickelt hat.
Die Übung, die ich Dir jetzt vorstellen möchte, beruht genau auf diesem Gedanken. Es geht nicht darum, einen anderen Menschen zu manipulieren oder ihn gedanklich dazu zu bringen, sich endlich so zu verhalten, wie Du es gerne hättest. Es geht darum, Deine Aufmerksamkeit von seinen Fehlern auf die tiefere Ebene seines Wesens zu verlagern.
Die Lichtübung: Erkenne das Höhere Selbst im anderen Menschen
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Ich empfehle Dir, diese Übung täglich drei bis fünf Minuten durchzuführen, möglichst über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen. Du kannst sie auch gleich jetzt ausprobieren, während Du diese Zeilen liest. Suche Dir einen ruhigen Moment, in dem Du möglichst ungestört bist. Setze Dich bequem hin und schließe, wenn Du möchtest, die Augen. Es geht darum, Deine Aufmerksamkeit für einige Minuten von der äußeren Welt abzuziehen und nach innen zu richten.
Denke nun an einen Menschen, mit dem Du gerade Schwierigkeiten hast. Vielleicht ist es Dein Partner, ein Familienmitglied, ein Kollege oder jemand, von dem Du Dich verletzt fühlst. Wenn diese Beziehung für Dich sehr belastend ist und Du merkst, dass allein die Vorstellung dieser Person starke Angst oder Unruhe auslöst, beginne lieber mit einem Menschen, bei dem die Schwierigkeiten weniger intensiv sind. Du kannst die Übung sogar mit jemandem durchführen, den Du grundsätzlich magst.
Stelle Dir diesen Menschen nun vor Deinem inneren Auge vor. Versuche dabei, Dich nicht auf die letzte Auseinandersetzung zu konzentrieren. Denke nicht an die Vorwürfe, die Verletzungen oder die Dinge, die Dich an ihm stören. Lass einfach das Bild dieses Menschen in Deinem Bewusstsein entstehen.
Und nun stelle Dir vor, dass irgendwo in diesem Menschen ein kleines Licht leuchtet. Vielleicht in der Herzgegend. Es kann zunächst nur ein winziger Lichtpunkt sein, kaum wahrnehmbar. Vielleicht fällt es Dir leicht, dieses Licht zu sehen oder zu spüren. Vielleicht gelingt es Dir aber auch überhaupt nicht.
Wenn Du das Gefühl hast, dass dieser Mensch nur aus Dunkelheit besteht, dann stelle ihn Dir einmal als kleines Kind vor. Vielleicht drei oder vier Jahre alt. Ein Kind, das neugierig auf das Leben war, das sich freuen konnte, das Angst hatte, das Liebe und Geborgenheit brauchte. Ein Kind, dessen Persönlichkeit noch nicht von all den Erfahrungen geprägt war, die später möglicherweise zu seinen problematischen Verhaltensweisen geführt haben.
Vielleicht fällt es Dir leichter, in diesem kleinen Kind etwas Unschuldiges, Liebevolles zu erkennen. Und vielleicht kannst Du dieses Licht nun auch in dem erwachsenen Menschen sehen.
Du musst dabei nichts erzwingen. Wenn Du kein Licht wahrnehmen kannst, genügt es zunächst vollkommen, die Möglichkeit zuzulassen, dass es dieses Licht gibt.
Dieses Licht steht symbolisch für das Höhere Selbst des Menschen. Für jene Ebene seines Wesens, die nicht aus Angst, Kontrolle, Verteidigung oder Verletzung besteht. Es steht für den Teil, der jenseits seiner persönlichen Geschichte existiert und den ich als seinen wahren, liebevollen Wesenskern betrachte.
Richte nun Deine ganze Aufmerksamkeit auf dieses Licht. Stelle Dir vor, wie es allmählich größer wird. Vielleicht breitet es sich zunächst im Brustraum aus, dann im Bauch, im Kopf, in den Armen und Beinen. Es wird immer heller und erfüllt schließlich den gesamten Körper dieses Menschen.
Es ist ein warmes, ruhiges Licht. Ein Licht, von dem Frieden ausgeht. Und während Du Deine Aufmerksamkeit darauf richtest, bemerkst Du vielleicht, dass auch in Dir selbst etwas ruhiger wird. Vielleicht entspannt sich Dein Körper. Vielleicht lässt die innere Anspannung nach. Vielleicht verschwindet für einen Moment der Wunsch, Dich zu verteidigen oder dem anderen endlich beweisen zu müssen, dass er im Unrecht ist.
Stelle Dir nun vor, dass dieses Licht über den Körper des Menschen hinausstrahlt. Es wird größer und größer und umgibt ihn schließlich vollständig. Du konzentrierst Dich nicht mehr auf seine Fehler, sondern auf den tiefen Schatz, den er aus spiritueller Sicht in sich trägt.
Vielleicht möchtest Du ihm innerlich sagen: „Ich sehe, dass Du mehr bist als Deine Angst. Ich sehe das Licht in Dir. Ich möchte Dich nicht länger in meinem Kopf bekämpfen.“
Du musst diese Worte nicht aussprechen. Es genügt, wenn Du sie innerlich zulässt und versuchst, die Haltung dahinter zu spüren.
Und jetzt richte Deine Aufmerksamkeit auf Dich selbst. Stelle Dir vor, dass auch in Deiner Brust ein Licht leuchtet. Dasselbe warme, friedvolle Licht, das Du gerade im anderen Menschen wahrgenommen hast. Auch dieses Licht beginnt sich auszudehnen. Es erfüllt Deinen Körper und strahlt schließlich über ihn hinaus.
Stelle Dir zwei Kerzen vor, die nebeneinander brennen. Jede Kerze hat ihre eigene Flamme, aber ihr Licht lässt sich nicht voneinander trennen. Es vermischt sich ganz selbstverständlich zu einem gemeinsamen Licht.
Genauso kannst Du Dir jetzt vorstellen, wie Dein Licht und das Licht des anderen Menschen miteinander verschmelzen. Auf der Ebene der Persönlichkeit habt Ihr vielleicht große Schwierigkeiten miteinander. Vielleicht gibt es Streit, Ablehnung, Verletzungen oder sogar eine vollständige Trennung. Aber auf der Ebene des höheren Bewusstseins erkennst Du eine Verbindung, die von diesen äußeren Umständen nicht berührt wird.
Das ist die Ebene, auf der wir sagen können, dass vor Gott alle Menschen gleich sind. Nicht, weil alle Menschen sich gleich verhalten, sondern weil ihr wahrer geistiger Ursprung derselbe ist.
Bleibe einen Augenblick in dieser Vorstellung. Spüre, wenn es Dir möglich ist, den Frieden, der daraus entsteht. Du musst nichts verändern. Du musst den anderen nicht überzeugen, nicht retten und nicht kontrollieren. Für diesen Moment darfst Du einfach nur das Licht in ihm und in Dir selbst anerkennen.
Wenn Du so weit bist, öffne langsam wieder die Augen.
Vielleicht hast Du bereits etwas gespürt. Vielleicht war die Übung ungewohnt oder es gab innere Widerstände. Das ist vollkommen in Ordnung. Besonders wenn wir von einem Menschen tief verletzt wurden, fällt es uns zunächst schwer, etwas Gutes in ihm zu erkennen. Entscheidend ist nicht, dass Du sofort eine intensive Erfahrung machst, sondern dass Du bereit bist, Deine bisherige Wahrnehmung für einen Moment infrage zu stellen.
Was kann sich durch diese Übung verändern?
Ich möchte Dir dazu eine Erfahrung aus meiner eigenen Praxis erzählen. Vor einigen Jahren kam eine Mutter mit ihrer Tochter zu mir. Die Tochter hatte erhebliche Schwierigkeiten mit einer Lehrerin, die sich offenbar wiederholt unfair verhalten hatte. Die Mutter war verständlicherweise aufgebracht und fragte mich, was sie tun könne.
Ich empfahl ihr genau diese Lichtübung. Sie sollte sich jeden Tag für wenige Minuten hinsetzen, sich die Lehrerin vorstellen und ihre Aufmerksamkeit bewusst auf deren inneres Licht richten, anstatt sich ständig mit dem problematischen Verhalten zu beschäftigen.
Einige Wochen später kam die Mutter wieder zu mir und berichtete von einer bemerkenswerten Entwicklung. Bereits nach ungefähr einer Woche hatte sich die Lehrerin von sich aus bei ihrer Tochter und sogar bei der gesamten Klasse entschuldigt. Es hatte nach dem Bericht der Mutter keine entsprechende äußere Aufforderung gegeben. Kurze Zeit später verließ die Lehrerin die Schule.
Natürlich lässt sich aus einer solchen Erfahrung nicht beweisen, dass die Übung allein diese Veränderungen verursacht hat. Aber für mich war es eine jener bemerkenswerten Erfahrungen, die mich darin bestärkt haben, mit dieser Form der inneren Arbeit weiterzumachen.
Ich habe auch erlebt, dass sich Beziehungen durch eine veränderte innere Haltung wieder entspannen konnten. Dass Menschen, die zuvor ständig miteinander gestritten hatten, plötzlich anders aufeinander reagierten. Manchmal veränderte sich eine Situation innerhalb kurzer Zeit, manchmal brauchte es mehrere Wochen.
Es gibt dafür auch eine ganz praktische Erklärung: Wenn Du aufhörst, einen Menschen innerlich ständig zu verurteilen, verändert sich häufig Deine gesamte Haltung ihm gegenüber. Vielleicht sprichst Du anders mit ihm. Vielleicht reagierst Du weniger gereizt. Vielleicht hörst Du wieder genauer zu, ohne sofort das Schlimmste zu erwarten. Und möglicherweise fühlt sich auch der andere dadurch weniger angegriffen und muss sich nicht mehr ständig verteidigen.
Aus meiner spirituellen Sicht ist darüber hinaus eine tiefere Verbindung möglich, die nicht allein auf sichtbare Kommunikation beschränkt ist. Aber unabhängig davon, wie Du diese Erfahrungen erklärst, ist die entscheidende Frage, was sich in Deinem eigenen Bewusstsein verändert.
Vielleicht führt Dich der Frieden zu einer ganz anderen Entscheidung
Ein wichtiger Punkt wird bei solchen Übungen häufig missverstanden. Es geht nicht darum, eine Beziehung unter allen Umständen zu retten. Es geht auch nicht darum, den anderen Menschen so lange mit liebevollen Gedanken zu überschütten, bis er endlich Deinen Vorstellungen entspricht.
Vielleicht geschieht tatsächlich das, was Du Dir erhoffst. Vielleicht verändert sich das Verhalten des anderen und Eure Beziehung bekommt eine neue Grundlage. Vielleicht erkennt Ihr beide, dass Ihr Euch über lange Zeit gegenseitig in Euren Ängsten und Verletzungen bestätigt habt.
Aber möglicherweise geschieht etwas vollkommen anderes. Vielleicht erkennst Du durch die innere Ruhe plötzlich, dass Du diese Beziehung gar nicht mehr fortsetzen möchtest. Vielleicht wird Dir bewusst, dass Du den anderen Menschen nicht länger verändern musst und dass Du gleichzeitig nicht mehr bereit bist, unter seinem Verhalten zu leiden.
Du kannst dann sagen: Ich sehe Dein Licht. Ich erkenne an, dass Du mehr bist als Deine Fehler und Verletzungen. Aber ich sehe auch, dass Dein Verhalten mir nicht guttut und dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte.
Eine solche Entscheidung wäre keine Niederlage. Im Gegenteil. Vielleicht ist sie genau der Ausdruck von Klarheit, den Du bisher nicht finden konntest, weil Du innerlich viel zu sehr mit dem anderen beschäftigt warst.
Manchmal bedeutet Frieden nicht, dass zwei Menschen wieder zusammenfinden. Manchmal bedeutet Frieden einfach, dass der Kampf aufhört. Dass Du aufhörst, aus dem anderen Menschen unbedingt jemanden machen zu wollen, der er momentan nicht ist. Dass Du ihn bei sich lassen kannst, ohne Dich selbst aufzugeben.
Wenn Du gerade über eine Trennung nachdenkst und noch unsicher bist, kann es hilfreich sein, Dir für diese Übung einige Wochen Zeit zu nehmen, sofern Deine Sicherheit und Deine Situation das zulassen. Nicht um eine notwendige Entscheidung hinauszuzögern, sondern um zu prüfen, wie sich Deine Wahrnehmung verändert, wenn Du nicht mehr ausschließlich aus Verletzung, Angst oder Wut heraus auf die Beziehung blickst.
Denn manchmal erkennen wir erst aus einem inneren Zustand des Friedens heraus, was tatsächlich zu tun ist.
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Vier Wochen, die Deine Wahrnehmung verändern können
Ich empfehle Dir, die Lichtübung mindestens eine Woche lang täglich durchzuführen und nach Möglichkeit drei bis vier Wochen dranzubleiben. Drei bis fünf Minuten am Tag reichen dafür zunächst vollkommen aus. Es kommt nicht darauf an, besonders intensive Bilder zu erzeugen oder außergewöhnliche spirituelle Erfahrungen zu machen. Entscheidend ist die regelmäßige innere Ausrichtung.
Dabei solltest Du allerdings einen Fehler vermeiden: Beobachte nicht ständig den anderen Menschen, um festzustellen, ob er sich endlich verändert hat. Wenn Du nach jeder Übung prüfst, ob er schon freundlicher, verständnisvoller oder liebevoller geworden ist, befindest Du Dich möglicherweise wieder in demselben Muster, aus dem Du eigentlich aussteigen wolltest.
Dann versuchst Du erneut, den anderen zu kontrollieren. Nur diesmal mit spirituellen Mitteln.
Die Übung soll aber keine neue Form der Kontrolle sein. Sie soll Dich aus dem inneren Kampf herausführen. Deshalb richte Deine Aufmerksamkeit zunächst einmal auf Dich selbst. Wirst Du ruhiger? Beschäftigst Du Dich weniger mit vergangenen Verletzungen? Kannst Du dem anderen begegnen, ohne sofort innerlich in Verteidigung zu gehen? Fällt es Dir leichter, klare Grenzen zu setzen, ohne dabei von Wut oder Schuldgefühlen beherrscht zu werden?
Vielleicht bemerkst Du, dass bestimmte Gedanken, die Dich bisher täglich beschäftigt haben, allmählich an Bedeutung verlieren. Vielleicht kannst Du Dich wieder auf Dein eigenes Leben konzentrieren, anstatt ständig um das Verhalten eines anderen Menschen zu kreisen.
Und vielleicht verändert sich dadurch auch etwas in Eurer Beziehung. Nicht, weil Du den anderen gezwungen hast, anders zu werden, sondern weil Du selbst aus einem alten Muster ausgestiegen bist.
Das ist für mich ein ganz wesentlicher Aspekt spiritueller Heilung. Wir müssen nicht immer zuerst die äußeren Umstände verändern, um inneren Frieden zu finden. Manchmal beginnt die Veränderung genau umgekehrt. Wir verändern unsere Wahrnehmung, und dadurch entsteht eine neue Grundlage für unser Erleben und unser Handeln.
Wahre Heilung beginnt dort, wo die Verurteilung endet
Vielleicht liegt die größte Herausforderung dieser Übung darin, dass wir bereit sein müssen, unser bisheriges Bild eines Menschen loszulassen. Denn manchmal hängen wir erstaunlich stark an unseren Urteilen. Wir haben so viele Beweise gesammelt, so viele Gespräche geführt und so viel Zeit damit verbracht, uns über das Verhalten des anderen zu ärgern, dass wir fast das Gefühl bekommen, etwas Wichtiges aufzugeben, wenn wir ihn nicht länger verurteilen.
Aber was geben wir eigentlich auf? Nicht unsere Würde. Nicht unsere Grenzen. Nicht unsere Fähigkeit, zwischen liebevollem und verletzendem Verhalten zu unterscheiden. Wir geben lediglich den inneren Kampf auf, der uns selbst immer wieder in denselben Zustand von Angst, Wut oder Hilflosigkeit versetzt.
Aus der Perspektive von Ein Kurs in Wundern könnte man sagen, dass wir beginnen, den anderen Menschen nicht länger ausschließlich durch die Augen des Egos zu betrachten. Das Ego sieht Trennung, Schuld, Angriff und Verteidigung. Es versucht, den anderen festzulegen und aus seinem Verhalten eine endgültige Aussage über sein Wesen zu machen. Die liebevolle Wahrnehmung dagegen erkennt, dass hinter dem äußeren Verhalten eine tiefere Wirklichkeit existiert.
Das bedeutet nicht, dass wir auf der menschlichen Ebene keine Entscheidungen mehr treffen oder dass wir schädliches Verhalten ignorieren. Es bedeutet, dass wir den anderen nicht mehr auf seine Fehler reduzieren müssen, um uns selbst schützen zu können.
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Formen von Vergebung: nicht länger zu verlangen, dass ein anderer Mensch zuerst anders werden muss, bevor wir selbst Frieden finden dürfen.
Stell Dir vor, Du könntest eines Tages auf einen Menschen zurückblicken, der Dich tief verletzt hat, und feststellen, dass Du ihn nicht mehr innerlich bekämpfst. Dass Du seine Handlungen vielleicht noch immer nicht gutheißt, aber dass sie nicht mehr täglich Deine Gedanken beherrschen. Dass Du ihn nicht mehr als Monster sehen musst, sondern als einen Menschen, der sich möglicherweise in seinen eigenen Ängsten, Verletzungen und falschen Vorstellungen verloren hat.
Und stell Dir vor, dass Du gleichzeitig ganz klar weißt, was Du möchtest und was nicht. Dass Du Grenzen setzen kannst, ohne Hass zu empfinden. Dass Du Dich trennen kannst, ohne den anderen vernichten zu wollen. Oder dass Du Dich für eine Beziehung entscheiden kannst, ohne Dich dabei selbst zu verlieren.
Dann hat bereits eine tiefgreifende Veränderung stattgefunden.
Vielleicht wird sich auch der andere Mensch verändern. Vielleicht wird Eure Beziehung heilen. Vielleicht werden sich Wege trennen. Aber in jedem Fall hast Du die Möglichkeit, etwas Entscheidendes zu verändern: Du musst nicht länger zusätzliche Dunkelheit in eine ohnehin schwierige Situation tragen.
Du kannst beginnen, das Licht zu sehen, selbst dort, wo es lange verborgen schien.
Und vielleicht entdeckst Du dabei etwas, das weit über diese eine Beziehung hinausgeht: Dass der Frieden, den Du im anderen suchst, in Wahrheit zuerst in Dir selbst erkannt werden möchte.
Du musst einen Menschen nicht länger verurteilen, um sein Verhalten klar zu erkennen. Und Du musst nicht bei ihm bleiben, um das Licht in ihm zu sehen.
Wenn Du diese Übung ausprobierst, freue ich mich, wenn Du Deine Erfahrungen in den Kommentaren teilst. Vielleicht bemerkst Du schon nach wenigen Tagen eine Veränderung, vielleicht braucht es etwas länger. Entscheidend ist, dass Du bereit bist, einen neuen Blickwinkel einzunehmen.
Wenn Du Dich noch intensiver mit Liebe, Vergebung und der Veränderung Deiner Wahrnehmung beschäftigen möchtest, findest Du unter meinem Video außerdem meinen kostenlosen Videokurs „21 Lektionen der Liebe“.
Dein Andreas Frenzel
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