Ein Kurs in Wundern – Lektion 217

Ein Kurs in Wundern Lektion 217: Nur meine eigene Dankbarkeit kann ich verdienen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wieder und wieder und wieder begegnen wir in „Ein Kurs in Wundern“ demselben grundlegenden Thema. Und vielleicht ist genau das notwendig, weil wir so leicht vergessen, was die eigentliche Wahrheit über uns selbst ist.

Ich bin kein Körper. Ich bin reiner Geist.

Das ist die absolute Essenz, um die es geht. Letztlich lässt sich alles, was uns der Kurs lehrt, immer wieder auf diese eine Tatsache zurückführen. Wir dürfen uns daran erinnern, wer wir wirklich sind – jenseits unseres Körpers, jenseits unserer Rollen, unserer Beziehungen, unserer Geschichten und all dessen, was wir über uns selbst zu wissen glauben.

Die heutige Lektion 217 ist dabei eine Wiederholung der Lektion 197:

Wir geben – aber erwarten gleichzeitig etwas zurück

Was wir normalerweise gerne machen, ist: Wir geben. Wir segnen. Wir lieben. Wir schenken. Doch wenn wir ganz ehrlich hinschauen, ist dieses Geben sehr häufig mit einer Erwartung verbunden.

Gerade in unseren Beziehungen können wir das besonders gut beobachten.

Ich liebe dich.
Ich gebe dir meine Liebe.
Ich bin für dich da.
Ich vergebe dir.
Ich schenke dir meine Aufmerksamkeit.

Und gleichzeitig läuft im Hintergrund häufig eine ganz andere Botschaft:

„Und jetzt erwarte ich von dir, dass du dich entsprechend verhältst.“

Vielleicht nicht sofort. Vielleicht haben wir am Anfang noch sehr viel Geduld. Nach drei Monaten, drei Jahren oder manchmal auch nach Jahrzehnten kann sich die Erwartung jedoch immer deutlicher zeigen.

„Ich habe so viel für dich getan.“, „Nach allem, was ich dir gegeben habe, kannst du dich doch wenigstens so verhalten, wie ich es mir wünsche.“

Und wenn der andere Mensch diese Erwartungen nicht erfüllt, ziehen wir unsere vermeintliche Liebe möglicherweise wieder zurück.

„Dann bekommst du meine Liebe eben nicht mehr.“

„Dann kann ich dir auch nicht mehr vergeben.“

„Dann bin ich nicht mehr für dich da.“

Wenn wir das einmal ganz nüchtern betrachten, erkennen wir, dass das mit Liebe, Dankbarkeit oder Vergebung eigentlich überhaupt nichts zu tun hat. Es ist ein Kuhhandel, ein Tauschgeschäft.

HOL DIR JETZT DIE KOSTENLOSEN LEHRBRIEFE:

Ich gebe dir etwas, damit du mir etwas zurückgibst.

Ich gebe dir meine Liebe, wenn du dich so verhältst, wie ich es möchte. Ich vergebe dir, solange du meine Erwartungen erfüllst. Ich bin dankbar, solange ich dafür etwas zurückbekomme.

Das ist keine bedingungslose Liebe. Das ist ein Handel, den unser Ego mit der Welt abschließen möchte.

Wir geben immer nur uns selbst

Was wir dabei so gerne vergessen, ist eine der zentralen Aussagen des Kurses

Es gibt nur ein Selbst.

Wenn es nur ein Selbst gibt, dann bedeutet das auch, dass wir niemals wirklich jemand anderem etwas geben können.

Wenn ich Liebe gebe, gebe ich sie mir selbst.

Wenn ich Dankbarkeit gebe, gebe ich sie mir selbst.

Wenn ich Vergebung gebe, gebe ich mir selbst.

Wenn ich Güte gebe, gebe ich sie mir selbst.

Das bedeutet nicht, dass der andere Mensch unwichtig wäre. Im Gegenteil. Der andere wird zum Empfänger meiner Entscheidung, mich selbst an meine Wahrheit zu erinnern.

Und genau deshalb heißt es

Geben ist gleich Empfangen.

Ich empfange das, was ich gebe.

Wenn ich Dankbarkeit empfinde und sie einem anderen Menschen schenke, dann erfahre ich gleichzeitig selbst Dankbarkeit.

Wenn ich Liebe gebe, muss diese Liebe zunächst in mir lebendig sein. Ich kann nichts geben, was ich nicht selbst in irgendeiner Form erfahre.

Und genau deshalb kann ich am Ende sagen:

Nur meine eigene Dankbarkeit kann ich verdienen.

Ich brauche nicht darauf zu warten, dass ein anderer Mensch mir dankbar ist.

Ich muss nicht darauf hoffen, dass jemand meine Gabe anerkennt.

Ich muss nicht darauf bestehen, dass meine Liebe erwidert wird.

Denn in dem Augenblick, in dem ich wirklich liebe, wirklich vergebe oder wirklich Dankbarkeit empfinde, habe ich bereits empfangen.

 

Was geschieht, wenn meine Gabe scheinbar nicht ankommt?

HOL DIR JETZT DIE KOSTENLOSEN LEHRBRIEFE:

Äußerlich sieht es manchmal ganz anders aus.

Wir schenken jemandem etwas – vielleicht unsere Liebe, unsere Vergebung, unsere Aufmerksamkeit oder unsere Unterstützung – und stellen fest: Der andere reagiert überhaupt nicht darauf.

Vielleicht weist er unsere Liebe sogar zurück.

Vielleicht wird er wütend.

Vielleicht verändert sich sein Verhalten überhaupt nicht.

Und unser kleines Ich sagt sofort:

„Dann hat das Ganze ja überhaupt nichts gebracht.“

„Ich habe ihm Liebe gegeben, aber er hat sie nicht angenommen.“

„Ich habe vergeben, aber er macht einfach weiter.“

„Ich habe geholfen, aber es hat nichts verändert.“

Und dann entsteht der Wunsch, die Gabe wieder zurückzunehmen.

Doch genau hier dürfen wir uns erneut daran erinnern, dass wir nicht auf der Ebene des Ego stehen bleiben müssen.

Eine liebevolle Gabe ist nicht deshalb wertlos, weil das Ego des anderen sie nicht sofort erkennt.

Wenn ich wirklich aus Liebe gebe, dann ist diese Gabe gegeben.

Sie muss nicht durch eine bestimmte Reaktion des anderen bestätigt werden.

 

Keine Gabe ist umsonst

Das gilt auch für Heilung.

Wenn du einem anderen Menschen Heilung schenkst, kann es sein, dass sich auf der körperlichen Ebene unmittelbar etwas verändert. Vielleicht geschieht eine scheinbar schlagartige Heilung.

Es kann aber ebenso sein, dass zunächst überhaupt keine sichtbare Veränderung eintritt.

Das bedeutet nicht, dass die Gabe umsonst gewesen wäre.

Das kleine Ich des anderen kann die Heilung vielleicht noch ablehnen. Es kann an seiner Geschichte, an seinen Überzeugungen oder an seinem bisherigen Selbstbild festhalten.

Doch auf einer tieferen Ebene ist die Gabe nicht verloren.

Der Heilige Geist in uns kann das Geschenk empfangen, auch wenn unser Ego es noch nicht akzeptieren möchte.

So können wir uns vorstellen, dass jede Gabe, die wir aus wahrer Liebe geben, ihren Platz findet. Sie geht nicht verloren. Sie muss nicht sofort sichtbar werden. Sie wartet nicht auf eine äußere Bestätigung.

Keine wirkliche Gabe ist umsonst.

Sie bereichert den anderen – und gleichzeitig bereichert sie uns selbst.

Je mehr Liebe wir geben, desto mehr erfahren wir Liebe.

Je mehr Vergebung wir geben, desto mehr erfahren wir Vergebung.

Je mehr Dankbarkeit wir geben, desto mehr erfahren wir Dankbarkeit.

Es ist, als würden wir unsere eigene Schatzkammer füllen.

Und gleichzeitig füllen wir die Schatzkammer des anderen, auch wenn dieser vielleicht noch nicht bereit ist, sie zu öffnen.

Ich muss nichts von außen bekommen

Wenn ich mich wirklich daran erinnere, wer ich bin, dann erkenne ich auch, dass ich nichts Wesentliches von außen bekommen kann. Genau darum geht es in Lektion 217: „Nur meine eigene Dankbarkeit kann ich verdienen.“ Es geht nicht darum, Dankbarkeit von einem anderen Menschen zu erhalten. Es geht nicht darum, dass jemand meine Liebe anerkennt, meine Vergebung würdigt oder mir für das dankbar ist, was ich ihm gegeben habe. All das wäre wieder der Versuch, etwas von außen zu bekommen. Doch wenn ich mich daran erinnere, wer ich wirklich bin, dann erkenne ich, dass die eigentliche Quelle bereits in mir liegt.

Geben ist gleich Empfangen

Wenn ich Liebe gebe, erfahre ich Liebe. Wenn ich Dankbarkeit gebe, erfahre ich Dankbarkeit. Wenn ich vergebe, erfahre ich Vergebung. Das ist der eigentliche Sinn von „Geben ist gleich Empfangen“. Ich gebe niemals etwas weg, das mir anschließend fehlt. Im Gegenteil: In dem Moment, in dem ich etwas wirklich gebe, mache ich es in mir selbst erfahrbar.

Natürlich wird unser Ego immer wieder versuchen, daraus einen Handel zu machen. Es wird sagen: „Ich habe so viel gegeben, jetzt möchte ich aber auch etwas zurück.“ Gerade in Beziehungen kennen wir dieses Muster sehr gut. Ich habe dich geliebt, also erwarte ich, dass du mich liebst. Ich habe dir vergeben, also erwarte ich, dass du dich jetzt anders verhältst. Ich war für dich da, also musst du auch für mich da sein. Und wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, fühlen wir uns enttäuscht und glauben, dass wir zu viel gegeben haben.

Aber genau hier dürfen wir erkennen, dass wir uns mit dieser Sichtweise wieder in die Welt des Körpers und des Ego hineinbegeben haben. Wir betrachten uns als getrennte Personen, die einander etwas geben und dafür etwas zurückfordern. Der Kurs führt uns jedoch immer wieder aus dieser Vorstellung der Trennung heraus.

Es gibt nur ein Selbst

Es gibt nur ein Selbst. Deshalb kann eine wirkliche Gabe niemals verloren gehen. Wenn ich einem anderen Menschen Liebe schenke und dieser Mensch sie äußerlich nicht annimmt, bedeutet das nicht, dass meine Liebe umsonst war. Vielleicht kann sein Ego diese Liebe im Moment nicht erkennen oder nicht annehmen. Vielleicht reagiert er sogar mit Ablehnung. Doch das verändert nichts an der Tatsache, dass ich Liebe gegeben habe.

Und indem ich Liebe gegeben habe, habe ich gleichzeitig selbst Liebe erfahren. Ich muss deshalb nicht darauf warten, dass der andere Mensch mir bestätigt, dass meine Gabe angekommen ist.

Das Gleiche gilt für Vergebung. Wenn ich einem Menschen vergebe, dann muss dieser Mensch nicht zuerst sein Verhalten verändern, damit meine Vergebung gültig wird. Ich vergebe nicht, damit der andere anschließend das tut, was ich gerne hätte. Vergebung ist kein Druckmittel und keine Belohnung. Sie ist eine Entscheidung in mir. Und gerade deshalb kommt sie mir selbst zugute. Ich löse mich von der Vorstellung, dass der andere etwas Bestimmtes tun muss, damit ich innerlich frei sein darf.

Keine Gabe ist umsonst

Auch bei Heilung können wir diesen Gedanken anwenden. Wenn du einem anderen Menschen Heilung schenkst, kann es sein, dass sich unmittelbar etwas auf der körperlichen Ebene verändert. Es kann aber ebenso sein, dass zunächst überhaupt keine sichtbare Veränderung eintritt. Das bedeutet nicht, dass die Gabe verloren ist.

Das kleine Ich des anderen kann die Heilung vielleicht noch nicht annehmen. Doch auf einer tieferen Ebene ist die Gabe gegeben. Sie muss nicht sofort sichtbar werden, um wirklich zu sein.

Deshalb ist keine Gabe, die aus Liebe gegeben wird, umsonst. Sie bereichert den anderen, auch wenn wir nicht sehen können, auf welche Weise. Und gleichzeitig bereichert sie uns selbst. Jede liebevolle Gabe füllt sozusagen unsere eigene Schatzkammer. Je mehr Liebe wir geben, desto mehr Liebe erfahren wir. Je mehr Dankbarkeit wir geben, desto mehr Dankbarkeit erleben wir. Je mehr Vergebung wir geben, desto mehr erfahren wir unsere eigene Freiheit.

Dankbarkeit kommt nicht von außen

Damit verändert sich auch unser Verständnis von Dankbarkeit. Ich brauche nicht darauf zu warten, dass ein anderer Mensch mir dankbar ist. Ich brauche nicht die Anerkennung der Welt, um zu wissen, dass meine Gabe wertvoll war. Ich brauche keine äußere Bestätigung dafür, dass ich geliebt, vergeben oder gesegnet habe.

Denn die eigentliche Dankbarkeit entsteht aus der Erinnerung an mein eigenes Selbst.

Wenn ich mich erinnere, wer ich wirklich bin, dann habe ich bereits alle Geschenke dieser Welt empfangen.

Ich bin kein Körper. Ich bin reiner Geist. Ich bin frei.

Was könnte ich darüber hinaus noch benötigen?

Das Ego wird natürlich sofort eine lange Liste von Dingen aufstellen, die es angeblich noch braucht: Liebe, Sicherheit, Anerkennung, Bestätigung, Erfolg, Nähe, Respekt und vieles mehr. Doch all diese Dinge gehören zur Welt der Formen. Sie können kommen und gehen. Sie können sich verändern. Sie können uns gegeben und wieder genommen werden.

Die Wahrheit über mich selbst ist davon nicht abhängig.

Ich muss nicht warten

Deshalb wird Dankbarkeit zu etwas ganz anderem. Sie ist nicht mehr etwas, das ich von außen erhalte. Sie ist etwas, das ich selbst gebe. Und indem ich sie gebe, empfange ich sie.

Ich muss nicht warten, bis mein Partner sich verändert. Ich muss nicht warten, bis meine Familie mich versteht. Ich muss nicht warten, bis ein anderer Mensch meine Liebe erwidert. Ich muss nicht warten, bis die äußeren Umstände meinen Vorstellungen entsprechen.

Ich kann mich jetzt erinnern.

Ich kann jetzt dankbar sein.

Ich kann jetzt lieben.

Ich kann jetzt vergeben.

Und genau dadurch mache ich mir selbst ein Geschenk.

HOL DIR JETZT DIE KOSTENLOSEN LEHRBRIEFE:

Liebe ist kein Tauschgeschäft

Vielleicht ist das die eigentliche Einladung dieser Lektion: aufzuhören, unsere Liebe, unsere Vergebung und unsere Dankbarkeit als eine Art Währung zu benutzen.

Wir müssen nichts mehr eintauschen. Wir müssen nichts verdienen. Wir müssen niemanden dazu bringen, uns etwas zurückzugeben. Wir dürfen geben, weil Geben unsere wahre Natur ist.

Denn letztlich geben wir immer uns selbst.

Wenn ich einen anderen Menschen liebe, erinnere ich mich an meine eigene Liebe. Wenn ich einen anderen Menschen segne, segne ich mich selbst. Wenn ich einem anderen Menschen vergebe, erfahre ich meine eigene Vergebung. Und wenn ich dankbar bin, entdecke ich, dass die Dankbarkeit, nach der ich vielleicht im Außen gesucht habe, längst in mir vorhanden ist.

Die Erinnerung an mein wahres Selbst

So wird aus dem alten Tauschgeschäft etwas vollkommen anderes.

Nicht mehr:

„Ich gebe dir, damit du mir etwas gibst.“

Sondern:

„Ich gebe, weil ich geben möchte, und indem ich gebe, empfange ich mich selbst.“

Und damit kehren wir wieder zu der ganz einfachen Wahrheit zurück, die sich durch den gesamten Kurs zieht:

Ich bin kein Körper. Ich bin frei.

Diese Freiheit muss mir niemand geben. Sie hängt nicht davon ab, ob eine Beziehung funktioniert, ob jemand meine Liebe erwidert oder ob eine Gabe äußerlich angenommen wird. Meine Freiheit liegt in der Erinnerung daran, wer ich wirklich bin.

Das Geschenk, das ich mir selbst mache

Vielleicht ist genau das die größte Gabe, die ich mir selbst machen kann: mich daran zu erinnern, dass ich bereits alles habe. Dass ich nichts von außen bekommen muss. Dass ich nichts von einem anderen Menschen fordern muss. Dass ich nichts zurückhalten muss, um mich zu schützen.

Nur meine eigene Dankbarkeit kann ich verdienen.

Ich darf dankbar dafür sein, wer ich wirklich bin. Ich darf dankbar dafür sein, dass ich mich erinnern kann. Ich darf dankbar dafür sein, dass ich Liebe geben kann. Und ich darf erkennen, dass diese Liebe niemals von mir getrennt ist.

Ich bin kein Körper. Ich bin frei. Ich erkenne das an – und das ist meine Erlösung.

Ein Geschenk, das ich mir selbst mache.

HOL DIR JETZT DIE KOSTENLOSEN LEHRBRIEFE:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meinen Namen, E-mail und Webseite in diesem Browser speichern, bis ich wieder kommentiere.

Bild von Andreas Frenzel

Andreas Frenzel

Andreas Frenzel – Spirituelle Begleitung aus Hamburg. Online & persönlich. Dein Weg zu innerem Frieden beginnt hier.

Verpasse keinen Artikel und erhalte bevorzugten Zugang zu Insiderinformationen, zum Thema
„Ein befreites Leben führen“