Ein Kurs in Wundern Lektion 216: Angst muss nicht sein. Wachse über Sie hinaus
Ein Kurs in Wundern Lektion 216: Lass uns heute über ein Thema sprechen, das wahrscheinlich jeden Menschen betrifft: Angst.
Ich glaube, es gibt kaum einen Menschen, der nicht in irgendeiner Form Angst kennt. Manche wirken nach außen völlig furchtlos. Vielleicht kennst Du Menschen, die Bungee springen, aus Flugzeugen springen oder scheinbar jedes Risiko eingehen. Doch das bedeutet nicht, dass sie keine Angst haben. Vielleicht haben sie Angst vor Einsamkeit, vor dem Leben selbst oder vor dem Verlust von etwas Wichtigem.
Ein Kurs in Wundern sagt: Es gibt nur Liebe oder Angst.
Darum soll es heute ganz praktisch gehen: Wie kannst Du mit Deinen Ängsten umgehen?
Wenn die Angst plötzlich auftaucht
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als das Thema AIDS überall in den Medien war. Die Berichte waren voller Bedrohung und ich bekam große Angst, selbst betroffen zu sein – obwohl es dafür eigentlich keinen konkreten Grund gab.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie stark Angst durch äußere Einflüsse entstehen kann. Unser ganzes Vorsorgesystem basiert oft auf der Idee, dass ständig irgendetwas Schlimmes passieren könnte. Und genau dadurch fragen wir uns irgendwann:
Gibt es überhaupt einen Weg aus dieser Angst heraus?
Ja, den gibt es.
„Ich bin kein Körper, ich bin frei“
Ein Kurs in Wundern Lektion 216 wiederholt die Lektion 196:
„Ich bin kein Körper. Ich bin frei. Denn ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf.“
Und dann folgt ein entscheidender Satz:
„Nur ich selbst kann mich kreuzigen.“
Das bedeutet: Nicht die Welt verursacht mein Leiden, sondern meine Gedanken darüber.
Wenn ich angreife – und sei es nur mit meinen Gedanken –, entferne ich mich von meinem inneren Frieden. Jeder Gedanke, der mich aus der Liebe herausführt, ist ein Angriffsgedanke.
Die Angst vor dem Verlust
Als ich die Bundeswehr verließ, gab ich eine sichere Existenz auf. Plötzlich war ich selbstständig – und damit kamen massive Existenzängste.
Ich konnte nachts kaum schlafen, hatte Panikattacken und suchte verzweifelt nach Lösungen. Ein sehr erfolgreicher Mentaltrainer sagte damals zu mir:
„Die Angst wirst Du nie verlieren.“
Doch ich wollte das nicht glauben.
Später begegnete ich einer Frau, die unglaubliche Angst hatte, ihre Beziehung zu verlieren. Eines Tages zog sie sich drei Tage lang zurück und stellte sich ihrer Angst vollständig. Als sie zurückkam, war ihre Ausstrahlung kaum wiederzuerkennen. Sie wirkte frei, leicht und voller innerem Frieden.
Das hat mich tief beeindruckt.
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Der Wendepunkt
Ich begann, etwas Ähnliches zu tun.
Immer wenn die Angst hochkam, setzte ich mich hin und sagte:
„Ich bleibe jetzt hier und schaue sie an.“
Nicht weglaufen. Nicht ablenken. Nicht bekämpfen.
Einmal saß ich im Urlaub auf Mallorca zwei Stunden lang mit meiner Angst auf einer Couch, bis ich völlig erschöpft war. Und obwohl nicht sofort alles verschwunden war, wurde die Angst jedes Mal ein Stück schwächer.
Irgendwann hatte ich keine Angst mehr vor der Angst.
Der Unterschied zwischen Durchfühlen und Anschauen
Viele psychologische Ansätze sagen: „Du musst die Gefühle vollständig durchfühlen.“
Meine Erfahrung ist jedoch: Man kann dabei auch im Gefühl stecken bleiben.
Der entscheidende Unterschied ist:
- Durchfühlen = vollständige Identifikation mit dem Zustand.
- Anschauen = Wahrnehmen aus einem größeren Bewusstsein heraus.
Wenn Du sagst „Ich habe Angst“, identifizierst Du Dich mit der Angst.
Wenn Du jedoch erkennst:
„Da ist Angst, und ich schaue sie an“, entsteht ein innerer Abstand.
Genau das meint die Lektion:
„Ich bin kein Körper.“
Das reine Selbst kennt keine Angst.
Die Verbindung mit dem höheren Bewusstsein
In tiefer Meditation kannst Du einen Zustand erleben, in dem völlige Weite und Freiheit spürbar werden. Dort gibt es keine Angst.
Wenn Du aus diesem Zustand heraus auf Deine Angst schaust, beginnt sie sich oft erstaunlich schnell aufzulösen.
Die Vergebung ist still und sie tut gar nichts.
Vergebung bedeutet hier nicht, Dir etwas zu verzeihen. Sie geschieht automatisch, sobald Du Dich wieder mit Deinem wahren Selbst verbindest.
Wovor haben wir wirklich Angst?
Nehmen wir das Beispiel einer möglichen Trennung.
Das eigentliche Problem ist meist nicht die Trennung selbst, sondern die Geschichten, die wir uns darüber erzählen:
- „Ich werde alleine bleiben.“
- „Ich werde finanziell nicht zurechtkommen.“
- „Ich werde nie wieder glücklich werden.“
Diese Gedanken erzeugen die Angst.
Darum heißt es:
„Nur ich selbst kann mich kreuzigen.“
Nicht die Situation verursacht das Leiden, sondern meine Interpretation der Situation.
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Die Macht der Bereitschaft
Ein ganz wichtiger Punkt:
Du musst Dich nicht selbst heilen. Alles, was es braucht, ist Deine Bereitschaft. Du kannst innerlich sagen:
„Ich bin bereit, es anzuschauen. Ich bin bereit, die Liebe wieder hereinzulassen.“
Mehr braucht es nicht. Heilung geschieht von selbst, wenn wir aufhören, an unseren Ängsten festzuhalten.
Ein praktische Übung:
Wenn Angst auftaucht:
- Setze Dich ruhig hin.
- Atme bewusst.
- Verbinde Dich mit dem Gefühl von Weite und Bewusstsein.
- Schaue die Angst an, ohne sie zu bekämpfen.
- Sage innerlich: „Ich bin bereit.“
Beobachte einfach, was geschieht.
Du wirst oft erleben, dass sich die Angst verändert, schwächer wird oder sich sogar vollständig auflöst.
Die frohe Botschaft
Das Einzige, womit wir uns wirklich selbst quälen können, sind unsere eigenen Gedanken.
Es gibt keinen strafenden Gott. Das höchste Bewusstsein verurteilt nicht. Es nimmt nur wahr – und in diesem Wahrnehmen liegt bereits Heilung.
Darum:
- Höre auf, Dich mit der Angst zu identifizieren.
- Schau Deine Gedanken bewusst an.
- Sei bereit, sie loszulassen.
- Öffne Dich wieder für die Liebe.
Dann geschieht etwas Wunderbares:
Wo die Angst verschwindet, wird die Liebe wieder spürbar.
Und genau dort beginnt wahre Freiheit.
Danke für Deine Aufmerksamkeit.
Dein
Andreas Frenzel
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