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Ein Kurs in Wundern – Lektion 10

„Meine Gedanken bedeuten nichts“

Was wäre, wenn wir in der Lage wären, mit einem Schlag alle unsere Gedanken abzustellen? Welchen Nutzen sollte das haben? Was möchte uns „Ein Kurs in Wundern“ – Lektion 10 hier mitteilen?

Ist Ihnen eigentlich klar, dass es im Leben überhaupt keine Probleme gibt? Wenn wir morgens die Zeitung aufschlagen, so stellen wir fest, das eigentlich nichts wirklich zu funktionieren scheint. Nationen führen Kriege. Menschen streiten und bekämpfen sich und Politiker vergessen bei Ihren Diskussionen gerne mal ihre gute Kinderstube. Probleme über Probleme.

Aber sicher müssen Sie dafür nicht einmal die Zeitung aufschlagen. Es reicht schon, die Augen am Morgen zu öffnen und schon geht das Gedankenkarussell los.

Dies muss erledigt werden und jenes. Das Auto muss dringend repariert werden und die Tochter spielt einfach nicht mit, wenn man sie um ein wenig Hilfe bittet. Der Mann hat eine völlig andere Meinung – man könnte glauben, er macht das schon aus Prinzip. Die Gesundheit lässt zu wünschen übrig und der Chef hat mal wieder offen gelassen, wie man die gewünschte Aufgabe bitte sehr in der vorgegebenen Zeit erledigen soll.

Schnell baut sich so eine innere Stressspirale auf. Und wer hat nicht schon gehört, dass man sich seinen Stress immer selbst macht. Tolle Sprüche – Dankeschön! Das hilft alles wenig, wenn man aus seiner Gedankenspirale nicht mehr heraus kommt.

Und jetzt kommt auch noch Frenzel um die Ecke und haut mir „Ein Kurs in Wundern“ um die Ohren. Als ob ich nicht schon genügend Probleme hätte…

„Ein Kurs in Wundern – Lektion 10“ kann tatsächlich eine ganz hervorragende Problemlösungsstrategie darstellen.

Doch stellen wir das ganz an einem praktischen Beispiel dar:

Jasmin ist völlig verzweifelt. Vor einiger Zeit hat ihr Mann eine Affäre mit einer jüngeren Frau angefangen. Sie ist am Boden zerstört. Warum liebt er sich nicht mehr? Ist sie zu alt? Was soll jetzt aus ihr werden? Ihr gemeinsames Geschäft droht den Bach herunter zu gehen. Und nun verlangt er auch noch von ihr, dass sie mit ins Geschäft kommt, während „die Neue“ ebenfalls abwesend ist. 

Das ist unerträglich!

Während ich mich mit Jasmin unterhalte, stellt sie mir eine Frage nach der anderen. Was soll ich denn jetzt beruflich machen? Wie soll ich wieder in meine Kraft kommen? Wie soll ich mich in der Situation verhalten? Soll ich dies oder jenes unternehmen?

Kommen wir zurück zu Lektion 10 aus „Ein Kurs in Wundern“, die da lautet:

„Meine Gedanken bedeuten nichts“

Wenn wir den Text zu dieser Lektion lesen, finden wir außerdem die Aussage: „Dieser Leitgedanke wird mir helfen, mich von allem zu befreien, was ich jetzt glaube.“ Und genau das ist der Punkt, um den sich alles dreht.

Während ich mich mit Jasmin unterhalte, mache ich ihr klar, dass in diesem Moment – während Sie sich mit mir unterhält (und sie kaum einen klaren Gedanken fassen kann) – überhaupt kein Problem besteht. Die Situation ist einfach diese: Sie hat ein Telefon in der Hand und spricht mit einem sehr netten Menschen. Das ist zunächst einmal alles!

Alle ihre unangenehmen und kaum zu ertragenden Gefühle entstammen ihren verzweifelten Gedanken und ängstlichen Fragen, die sich sich stellt. Doch es sind Gedanken. Einfach nur Gedanken.
 
Schauen Sie jetzt aus dem Fenster und sehen Sie sich den Himmel an. Dann denken Sie: „Das Wetter ist schön.“ Sie können aber auch denken: „Das Wetter ist schlecht“. Welche Bedeutung hat das? 

Fakt ist lediglich, dass entweder die Sonne scheint, oder Wasser vom Himmel fällt. 

Ihre Gedanken dazu sind nichts anderes, als eine subjektive Bewertung, die Sie am Ende immer schlecht fühlen lässt. Wenn Sie das Wetter jetzt gerade als schön empfinden, dann können Sie sich mit Sicherheit darauf verlassen, dass es sich bald ändern wird und Sie dann denken werden: „Das Wetter ist schlecht“. Und wenn Sie das Wetter jetzt schon als schlecht empfinden, na dann…

Es ist völlig egal, was Sie denken. Das Wetter ist.

Der Mann von Jasmin hat sich für eine andere Frau entschieden. So etwas kommt vor – jeden Tag. Und es ist völlig normal. Es beginnt doch schon im Sandkasten: „Heute bist Du meine Freundin und morgen suche ich mir eine andere.“ An dieser Situation ist überhaupt nicht schlimmes. Ein ganz normaler Vorgang. 
Und bevor Sie mich jetzt gleich beschimpfen und den Finger erheben: „Na klar ist das schlimm! Wie kann er einfach seine Frau sitzen lassen und dann noch für eine Jüngere!? Hat er überhaupt an die Kinder gedacht? Das ist ja ein absoluter Egoist…“

Lassen Sie uns doch einmal die Fakten zusammen fassen.

Alles, was passiert ist: Der Mann hat gesagt: Ich gehe jetzt von hier weg und zu einer anderen Frau.
Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass das vielleicht das Beste ist, was Jasmin überhaupt passieren kann!? Woher ich das weiß? Ich weiß es nicht. Aber gerne wird diese Möglichkeit außer Betracht gelassen. 

Während ich mich mit Jasmine unterhalte, erzählt sie mir von all den Dingen, die nicht gut in ihrer Beziehung gelaufen sind und dass Sie das Gefühl hatte, nicht wirklich weiter zu kommen, im Leben.

Was wäre, wenn Jasmin einfach diesen Umstand akzeptiert und ihr Leben weiter lebt? Sie würde sofort die Tür für Ihr Wohlbefinden und eine zukünftige noch viel förderlichere Beziehung öffnen.

Alles, was ihr die Trennung so unendlich schwer macht, sind ihre Gedanken. Jasmin ist 47 und die Neue 28. Das sind Zahlen – nicht mehr.
Doch in Jasmins Kopf sieht das natürlich anders aus: „Jetzt wirft er mich zum alten Eisen“, „Bei der hat er wohl mehr Spaß“, „Ich bin wohl nicht mehr gut genug“.

Vielleicht stimmen diese Gedanken. Vielleicht aber auch nicht. Fakt ist auf jeden Fall, dass sich Jasmin mit diesen Gedanken das Leben unglaublich schwer macht. Sie zweifelt an sich selbst und sie reduziert sich auf ihren Körper, der ein gewisses Alter und eine gewisse Straffheit der Haut hat. 

Damit macht Sie sich klein und vergisst, wer sie wirklich ist. 

Wir sind reiner Geist – in direkter göttlicher Verbindung. Ob Sie daran glauben oder nicht, ist zweitrangig. 
Entscheidend ist, dass der Geist niemals altert. Auf der geistigen Ebene gibt es nicht einmal einen Unterschied zwischen Jasmin und der Neuen. Auf der geistigen Ebene sind wir alle miteinander verbunden. Jasmin, ihr Ex, die Neue, Sie und ich. 

Und wenn Sie sich das jetzt einen Moment lang vorstellen, dann können Sie vielleicht sogar so etwas, wie Frieden empfinden. Und das ist es, worum es in „Ein Kurs in Wundern“ geht. Frieden, Frieden, und noch einmal Frieden. Wer im Frieden bleibt, ist unbesiegbar (Frenzel, frei nach Laotse).

Wer im Frieden bleibt, hat immer Erfolg. 

Doch im Frieden können wir nur bleiben, wenn wir erkennen, dass unsere Gedanken keinerlei Bedeutung haben. Der Geist lässt sich mit Gedanken nicht definieren. Der Geist ist – Punkt. 

Da gibt es keine Deutung und auch keine Fragen. Meine Gedanken haben keine Bedeutung. Sie sind nicht mehr, als ein Kräuseln auf der unendlichen Oberfläche des Meeres. Und „dieser Leitgedanke wir mir helfen, mich von allem zu befreien, was ich jetzt glaube.

Praktische Anleitung:

Nehmen Sie sich eine Minute lang Zeit und beobachten Sie alle Gedanken, die in Ihnen auftauchen. Sagen Sie sich anschließend: „Meine Gedanken über …. bedeuten nichts“.

Frieden

P.S.: Schon nach wenigen Sitzungen hatte Jasmin ihren Frieden wieder gefunden. Ihre SMS: „Hallo Andreas, bin jetzt voll im Geschäft bei der Arbeit. Habe ihn jetzt losgelassen. Bin jetzt voll in meiner Kraft! Danke!“

Und da sage noch jemand, Ein „Kurs in Wundern“ ist keine praktische Lebenshilfe.


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Andreas Frenzel

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3 Kommentare

  1. Karl-Heinz Mies sagt

    Hi, war hoch spannend. So weit so gut.
    Aber Sie sagen ja selbst, wenn man einen Gedanken oft genug denkt, ob positiv oder
    negativ, er verwirklicht sich. Und wir denken den ganzen Tag, ob bewusst oder unbewusst. Da hakt es noch bei mir, also im praktischen Leben, könnten sie noch
    Bedeutung haben?

    • Andreas Frenzel sagt

      Gedanken haben insofern eine Bedeutung, als sie eine Wirkung haben. Doch welche Bedeutung hat wiederum diese Wirkung? Gemessen an der Unendlichkeit hat dieses Leben und all das, was wir hier erleben nicht wirklich eine Bedeutung. Es ist immer eine Frage, von welcher Ebene wir die Dinge betrachten.

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