Beziehung
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Beziehungskiller Spiritualität

 Wenn einer von Zweien sich auf einmal für das Thema Spiritualität zu interessieren beginnt, kommt es nicht selten zu massivem Beziehungsstress zwischen den Partnern.   Mit schöner Regelmässigkeit bekomme ich in meinen Telefonberatungen Aussagen zu hören, wie: „Ich habe mich in der letzten Zeit  deutlich weiter entwickelt. Mein Partner kommt da einfach nicht hinterher“, oder: „Wenn mein Mann nicht bald mehr an sich arbeitet, dann sehe ich keine gemeinsame Zukunft für uns“, oder: „Seitdem ich mich für Spiritualität interessiere, entfernen wir uns immer mehr voneinander. Sie hält das alles für Unsinn.“   Nicht selten steuert eine Beziehung mit dieser Problematik rasant auf ihr Ende zu. Aber muss das wirklich sein?


Spiritualität – auf der Suche nach einer DefinitionKreuz, christlich

  Um zu einer Lösung zu finden, sollten wir uns zunächst vielleicht einmal damit beschäftigen, was Spiritualität überhaupt bedeutet.

Was verstehen Sie unter Spiritualität? Würden Sie sich als spirituellen Menschen bezeichnen? Haben Sie sich schon einmal ernsthaft Gedanken darüber gemacht, was das überhaupt bedeutet? Vielleicht nehmen Sie sich – bevor Sie weiter lesen – einfach einmal eine Minute Zeit und reflektieren die Bedeutung von Spiritualität.

Und wenn Sie schon einmal dabei sind, dann bewerten Sie doch gleich einmal, wer von Ihnen beiden auf der spirituellen Leiter schon weiter geklettert ist. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Versuchen Sie nicht, sich etwas schön zu reden, sondern lassen Sie Ihre Meinung ungeprüft so aus sich selbst heraus fließen, wie es Ihnen in den Sinn kommt.

Angenommen die höchste Stufe der Spiritualität wird durch die Zahl 10 markiert, wo auf der Leiter befinden Sie sich? Und wo befindet sich Ihr Partner? Denken Sie nicht darüber nach. Antworten Sie möglichst spontan.  

Doch wie schon vorher gefragt: Was bedeutet Spiritualität überhaupt? Schauen wir doch einmal, was das allseits bekannte (deshalb aber noch lange nicht Recht habende 😉  Wikipedia uns dazu sagt.

Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit.  

Na? Sind sie auch begeistert? Viele Worte, die nicht unbedingt viel Sinn ergeben. Ein paar Erfahrungen aus der Praxis mögen vielleicht ein wenig mehr Klarheit bringen. Menschen, die sich als auf dem spirituellen Weg bezeichnen, verbinden das häufig mit ihrem neu erwachten oder auch seit längerem bestehenden Interesse an Engeln, feinstofflichen Energien, der Beschäftigung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, Fragen über das Leben nach dem Tod, dem Verlangen nach persönlicher Weiterentwicklung, dem Wunsch oder dem Ziel der Erleuchtung, dem Wunsch nach einem erfolgreichen, freudvollen Leben, Dingen wie QuantumTao, Energieheilungstechniken und so fort.

Wenn man beginnt, sich mit diesen, auch „esoterisch“ genannten Dingen, zu beschäftigen, so tut sich nicht selten eine völlig neue Welt auf, die häufig äußerst phantastische Dimensionen annimmt. Auf einmal beginnen wir, die Welt da draußen mit völlig anderen Augen zu sehen.

Nicht selten geraten wir in einen regelrechten Rausch. Vor der Entscheidung, was wir essen oder trinken, lässt so mancher erst einmal das Pendel hin und her schwingen. Wir erkennen  auf einmal, dass die Welt von feinstofflichen Energie durchsetzt ist, die aber auch von bösen Mächten und weltweiten Verschwörern bedroht wird. Wir werden uns des Gesetzes der Anziehung bewusst, erkennen, dass es unheilbare Krankheiten eigentlich gar nicht gibt und das jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist.

Wir tauchen ein in eine Welt voller Magie.   Vielleicht besuchen wir eine Menge Seminare, die uns wiederum eine Flut an spirituellem Input geben. Wir erleben Wochenenden voller Harmonie und (scheinbar) bedingungsloser Liebe…, nur um, wenn wir dann wieder nach Hause kommen, gnadenlos von unserem Partner oder unserer Partnerin auf den eiskalten Boden der „Realität“ zurück geholt zu werden.

Gerade Seminarteilnehmer berichten häufig von diesem Phänomen. Fast scheint es so, als ob der erlebte Beziehungsstress sich verdoppelt, wenn man von einem Seminar auf höchster spiritueller Ebene zurück- kehrt. Es ist, als ob man einen eiskalten Waschlappen ist Gesicht geknallt bekommt.   Der daheim Gebliebene hat anscheinend überhaupt nichts begriffen.

  • Ist ihm denn nicht klar, dass man die Dinge lieben sollte?
  • Warum weiß er nicht, dass er nur Frieden finden kann, wenn er (oder sie) uns so annimmt, wie wir nun einmal sind?
  • Frau zieht an KrawatteWarum ist ihm Geld immer noch so wichtig? Es ist doch nur Materie.
  • Warum hat er/ sie seine/ ihre Lebensaufgabe immer noch nicht gefunden?
  • Warum beherrscht er (ich bleibe jetzt einfach bei der männlichen Form) eigentlich die Regeln der gewaltlosen Kommunikation nicht?
  • Weiß er denn nicht, dass er total im Ego ist?
  • Er erkennt gar nicht, wie unglaublich bedürftig und süchtig er nach Anerkennung ist.
  • Wenn er doch nur einmal meine Hilfe, die ich ihm gerne und voller Mitleid/ ähm Mitgefühl (sorry) anbiete, annehmen würde. Dann würde es uns beiden doch gleich besser gehen.

  Sie wissen sicher, worauf ich hinaus möchte. Wir könnten diese Liste sicher noch endlos fortführen.  

Haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, dass ein spirituelles Leben nicht selten die Konflikte noch steigert, als dass es uns den ersehnten Frieden bringt?

Das muss natürlich nicht immer so sein. Und sicher gilt das in diesem Artikel Gesagte nicht für jedermann.  Doch wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann gehe ich davon aus, dass Sie sich irgendwo hier wieder finden.   Bleiben Sie dran. Lassen Sie uns sehen, wohin das alles noch führt.


Keine Zeit, weiter zu lesen? Dann tragen Sie sich kurz für die kostenlosen Lehrbriefe ein, die ca. einmal monatlich erscheinen. Sie können sich dann alles in Ruhe ausdrucken. Zum Dank gibt es hier noch ein ganz besonderes Gesundheits-Special:

Eintrag gilt erst nach Bestätigung der Antwortmail in Ihrem Postfach

 

Aus meiner täglichen Praxis weiß ich, dass viele Menschen, die sich spirituell ausrichten, auf einmal eine Menge Probleme bekommen, die vorher nicht da waren. Und es fragt sich: Was läuft hier eigentlich falsch?

  • Handelt es sich tatsächlich um die viel beschworenen Prüfungen? 

  • Aus wem besteht eigentlich das Prüfungskommitee?

  • Warum bringen uns die Engel so oft nicht die gewünschte Lösung?

  • Warum finden wir häufig nicht den erhofften Wohlstand?

  • Warum folgt unser Partner eigentlich nicht unseren phantastischen neuen Erkenntnissen?  

Schon klar, dass die Liebe dabei nicht selten auf der Strecke bleibt, wenn der Partner sich weiterhin mit so profanen Dingen wie: Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Geld beschäftigt. Dann bleibt scheinbar irgendwann einfach nur noch der Weg der Trennung. Und der Seminarleiter hat ja auch gesagt, dass man sich von alten Beziehungen trennen wird, und neue auf einen zukommen werden. Wenn man vorübergehend ein wenig einsam ist, dann ist das eine gute Prüfung (oh Gott, schon wieder) und die Möglichkeit, endlich einmal zu sich zu finden.

Jesus und die unspirituellen Spirituellen

  JesusIch persönlich habe da natürlich so meine ganz eigene Meinung von Spiritualität – und vielleicht liege ich damit ja völlig falsch. Wer weiß das schon? Also ich persönlich denke mir immer:

Wenn ein Mensch den so genannten spirituellen Pfad beschreitet, dann müsste man das irgendwie merken. Zum Beispiel durch seine friedvolle Ausstrahlung, durch ein gewisses ruhen in sich selbst und nicht zuletzt auch durch die Fähigkeit, mit schwierigen Situationen gelassen umzugehen, oder gar – die ganz hohe Stufe – andere Menschen einfach so anzunehmen, wie sie nun mal sind.

Aber auch unter uns „Spirituellen“ sind solche Eigenschaften gar nicht so häufig vertreten, wie man eigentlich glauben sollte. Wie kommt das? Immer wieder merke ich, dass in mir ein Fragezeichen entsteht, wenn mir jemand erzählt, dass der Partner einfach nicht so spirituell ist, wie man selbst, und man sich deshalb zunehmend auseinander entwickelt.

  Oft frage ich mich, was wohl ein gewisser Herr Jesus in einer solchen Situation sagen oder wie er handeln würde!?  Ist nur ein Beispiel und wird jetzt kein religiöser Vortrag. Keine Angst. Aber ich denke mir einfach, dass wir den Meister ganz gut als spirituelles Vorbild nehmen können.

Was zeichnet ihn eigentlich so besonders aus? Das erste, was mir bei Jesus einfällt, ist der Begriff: Liebe. Und zwar Liebe in Bezug auf ALLES, was ist. Jesus liebte den Steuereintreiber genau so, wie die Ehebrecherin oder seine Apostel. Da gab es gar keinen Unterschied. Er war durchdrungen von dieser bedingungslosen Liebe und wir können sicher auch sagen: von vollständigem Frieden. Er fühlte sich ständig mit Gott verbunden. durch ihn geleitet und geführt. Mir ist keine Stelle in der Bibel bekannt, in der Jesus etwas ähnliches sagt, wie:

„Ich kann mich nicht mehr mit Euch abgeben, ihr seid mir nicht spirituell genug.“

Er wollte kein Gott sein. Er wollte niemals angebetet werden. Seine Worte waren sinngemäss: „Ich bin wie ihr.“   Also, was ich da herauslese oder höre ist, dass dieser spirituelle Mensch einfach keinen Unterschied gemacht hat, zwischen groß und klein, zwischen spirituell und nicht spirituell. Er hat sich einfach immer für die Liebe entschieden.   Und wenn wir uns auf unserem spirituellen Weg befinden, dann haben wir uns sicherlich schon genau mit diesem Thema beschäftig.

Beziehungsstress versus Liebe

  Dann wissen wir auch, dass die Liebe keine Bedingungen kennt. Die Liebe ist. Sie bewertet nicht. Sie ist immer und überall.  Sicher ahnen Sie schon, worauf ich hinaus möchte. Wie verträgt es sich, einerseits auf einem spirituellen Pfad zu sein, andererseits aber zu behaupten, dass es nicht in Ordnung ist, wenn uns der Partner nicht folgt? Wenn man so etwas jemandem sagt, so wird vermutlich folgende Antwort kommen:

Es ist ja auch völlig in Ordnung, wenn mein Partner diesen Weg nicht mit geht. Jeder muss ja seinen eigenen Weg finden. Nur, es ist eben nicht mein Weg und deshalb kann ich nicht mehr mit ihm zusammen sein. Ich merke, dass meine Liebe nicht mehr wirklich da ist.“  

  • Machen wir uns da nicht vielleicht etwas vor?

  • Wie kann es sein, dass wir auf einmal weniger Liebe empfinden?

  • Wie kann es sein, dass wir (als Beispiel) den Weg des Materialismus ablehnen?

  • Wie kann es sein, dass wir uns von etwas trennen, mit dem wir doch eigentlich eins sind?

  • Wie kann es sein, dass wir von unserem Partner erwarten, dass er den gleichen Weg geht wie wir?

  • Wie kommen wir eigentlich zu der doch irgendwie überheblichen Behauptung, dass unser Weg der bessere sei?
  •  Was hat das alles eigentlich mit Liebe zu tun?  

Ich persönlich kann keine Liebe darin entdecken, wenn ein Partner versucht, den anderen auf einen Weg zu bringen, den dieser nicht möchte. Wäre das nicht vielleicht sogar damit vergleichbar, einem Ahornbaum zu sagen, er möchte doch jetzt bitte zur Kastanie mutieren, da diese in der spirituellen Entwicklung irgendwie höher steht?

Wo ist die Liebe in uns geblieben, wenn wir auf einmal keine Liebe mehr für unseren Partner empfinden? Von welcher Liebe sprechen wir hier eigentlich?

Immer wieder hören wir Aussagen, wie: „Naja, er hat ja dies und jenes angestellt. Und jetzt merke ich, dass die Liebe einfach auf dem Weg geblieben ist“.

Kann Liebe überhaupt auf dem Weg bleiben? Geht so etwas überhaupt?Gänseblümchen in Herzform Kann Liebe nicht nur dann auf dem Weg bleiben, wenn es sich dabei um bedingte Liebe gehandelt hat!?

Soll heißen: Ich liebe dich, solange Du

 

Wenn Sie auf dem „spirituellen Pfad“ gelandet sind, so ist dies ein erster großer Prüfstein.

Ist die Liebe wirklich nicht mehr da?

Haben Sie sich wirklich schon in Vergebung geübt?

Wissen Sie eigentlich, wie Vergebung funktioniert und was sie wirklich bedeutet?

Wenn es eine bedingungslose Form der Liebe gewesen wäre – hätte sie niemals vorbei gehen können. Denn bedingungslose Liebe – die höchste Form von Spiritualität –  kann gar nicht vergehen. Das geht nicht! Denn sie ist ein Bestandteil von uns.  

Der Weg der Erleuchtung: Engel oder Autorennen

Während wir uns die neuesten Engelsbücher und Engelseminare zu Gemüte führen, schaut unser Partner sich ein profanes Autorennen an.  Wie ordinär. Da fahren die Leute immer nur im Kreis herum. Es geht um Geschwindigkeit, Ruhm, schöne Frauen, Heldentum und vor allem um viel Geld. WIE UNSPIRITUELL!!!!! Stimmen Sie mir zu?

Ja? – Haben Sie das gerade eine Bewertung abgegeben? So etwas tut ein echter „Spiri“ aber nicht.

 Wie war das noch mit der bedingungslosen Liebe? Wer ist hier eigentlich mehr in der Liebe? Die Couch-Potatoe, die voller Hingabe und Begeisterung verfolgt, wie schnelle Autos im Kreis fahren oder 22 Männer einem Ball hinterher laufen, oder die Ohm chantende Meisterschülerin, die mit einem Kopfschütteln dieses Szenario verfolgt und einfach nicht verstehen kann…, oder will!? Wer von beiden ist in diesem Moment seinem Herzen eigentlich näher?

Wenn Spiritualität zum Beziehungskiller wird…

  Eierköpfe… dann könnte es daran liegen, dass der neue Weg einfach völlig falsch verstanden wurde.  Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie nicht mehr in Ihrer Beziehung verweilen können, weil Ihr Partner einfach nicht dem spirituellen Pfad folgt, dann wird es an der Zeit, sich selbst einmal zu fragen, wie spirituell Sie eigentlich wirklich sind.

Wissen hat noch lange und überhaupt gar nichts mit Weisheit zu tun. Ja manchmal könnte man sogar zu dem Schluss kommen, dass zuviel Wissen uns vom spirituellen Pfad eher abbringt.  Ich nenne es auch gerne Pseudowissen. Denn, wie schon weiter oben gefragt:   Was wissen wir eigentlich wirklich?    Zum Spaß sage ich meinen QuantumTao Seminarteilnehmern immer, dass wir jetzt einige Tage lang damit verbringen werden, zu verstehen, dass wir gar nichts wissen und ich ihnen in der Zeit erklären muss, dass auch ich überhaupt nichts weiß.

Eine der bekanntesten spirituellen, immer wieder neu zitierten Aussagen lautet:   Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)     Ganz ehrlich:   Was wissen wir wirklich…   …über das Universum? … über den Ursprung unserer Probleme? …über den Sinn des Lebens? …über unseren Partner?   Die Wahrheit lautet kurz und bündig: GAR NICHTS.  

Sind Sie bereit, anzuerkennen, dass alles, was Sie über Ihren Partner denken mit größter Wahrscheinlichkeit völlig falsch ist!?

Wenn Ihnen demnächst wieder einmal jemand über den Weg läuft und mit den Worten beginnt: … du musst… oder … der wahre Sinn des Lebens ist… dann rate ich Ihnen dringend: Jagen Sie ihn zum Teufel!

    Wenn wir uns für den Weg der Liebe, für den Weg der Spiritualität entscheiden, dann gibt es eine Menge zu lernen.   Zum Beispiel:  

… dass Kopfwissen allein noch keinerlei Veränderung bewirkt,

… das nur praktisch gelebte Spiritualität zur Weiterentwicklung führt,

… was überhaupt Spiritualität ist,

… was bedingungslose Liebe ist,

…wer der größere Lehrmeister ist: der tolle Autor mitCouchpotatoeMillionenauflage, der Seminarleiter, der anscheinend immer
gut drauf ist, oder 
unser Partner, der am liebsten auf der Couch sitzt und den ganzen Spirikram schlichtweg als Unsinn ansieht.

Die spirituelle Gottes – App

  Kennen Sie diesen Wunsch nach einem spirituellen Lehrer? Am besten so etwas, wie einen Privat-Guru, den man zu jedem Problem befragen kann. So ein Zen-Typ, der einem immer zur Seite steht und liebevoll, wenn auch zunächst völlig unverständliche, Ratschläge gibt, die einen dann in Quantensprüngen voran bringen.

Haben Sie sich nicht auch schon einmal nach einem solchen Universalgenie gesehnt, den Sie nur anzusehen oder anzurufen brauchen und der garantiert den richtigen Tipp für Sie parat hat?

In der Literatur heißt es immer so schlau: Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer. Mit diesem Satz im Hintergrund wartete ich zwanzig wertvolle Jahre meines Lebens, immer in der Hoffnung, dass mir Sai Baba irgendwann persönlich erscheint. Oder sich an der Telekom Hotline auf einmal Buddha oder Jesus persönlich meldet:

„Bei Fragen zu Deiner Beziehung drücken Sie bitte die 1, bei Fragen zu Ihren Finanzen bitte die 2 drücken, in Fragen von Erfolg und Wohlstand drücken Sie die 3…, möchten Sie wissen, wann sie erleuchtet werden, bitte die 4 drücken….
Er sind derzeit noch 6,354 Milliarden Anrufer in der Leitung. Ihre Wartezeit ist nichts im Vergleich zur Unendlichkeit.“

Ich habe die Engel herbei gerufen und Gott angefleht, dass er mir in einem brennenden Dornbusch – oder zeitgemässer – in einer stets aktualisierten Iphone-App erscheinen möge. Doch nichts dergleichen geschah. Viele Jahre sind ins Land gegangen, auf der Suche nach meinem persönlichen Lehrer. 

Eines Tages wurde mir  klar, dass diese Lehrer schon immer da waren. Sie sahen nur nicht ganz so aus, wie es es mir gedacht hatte. Kein goldener Engel, der Nachts aus dem Dunkel des Schlafzimmers auf mich herab schwebte.  Meine persönlichen Engel trugen kein goldenes Kleid, sondern mehr Jeans und Alltagskleidung und machten mir klar, dass ich noch einige Vergebungs- und Liebeslektionen vor mir habe.

Wir gehen 10 Jahre zur Schule, absolvieren ein 4-5 jähriges Studium und dann noch eine 3 jährige Berufsausbildung. 
Unsere spirituelle Ausbildung dauert bis zum Ende unseres Lebens. Wie können wir glauben, nach einem oder zwei Seminaren und 5 gelesenen Büchern, begriffen zu haben, was Liebe, was Spiritualität und was Beziehung eigentlich bedeutet?

Haben wir nicht alle ständig unsere Lehrer um uns herum?

An wie viele spirituelle Lehrer erinnern Sie sich in Ihrem Leben?

Welche Lektionen wurden Ihnen bisher erteilt?

Welche Lektionen haben Sie gelernt, an welchen arbeiten Sie noch?

Schauen Sie sich Ihre aktuelle Beziehung an. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass es sinnvoll ist, sich zu trennen. Doch bevor Sie das tun, achten Sie noch einmal darauf, welche Lektionen hier noch womöglich noch für Sie bereit liegen.   Es könnte sein, dass der größte Engel genau neben Ihnen, im eigenen Bett schläft…


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Andreas Frenzel

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28 Kommentare

  1. Daniel sagt

    An diesem Artikel ist wohl Vieles sehr wahr. Da kann ich nur zustimmen. Dennoch glaube ich, ist es in vielen Fällen auch sinnvoll, sich zu trennen.
    In meiner Partnerschaft muss ich immer wieder darum kämpfen, dass meine Spiritualität zumindest nicht diskriminiert wird. Ich erwarte nicht von meinem Mann, dass er das gleiche glaubt wie ich. Aber auf lange Sicht soll zumindest Respekt einkehren.
    Und hatte Jesus eigentlich eine Beziehung? Hätte er sich auf eine Beziehung eingelassen, hätte er nicht von Haus aus eine Partnerin gehabt auf „seinem Level“?

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo Daniel, oder fun.games,

      sicher gibt es Gründe, sich zu trennen. Aber die erste Empfehlung, die ich geben würde, wäre einmal durch die Gefühle zu gehen, die bei Ihnen aufgrund der Diskriminierung entstehen. Möglicherweise liegt da der eigentliche Pudels Kern.
      Wenn wir davon ausgehen, dass alle Menschen göttliche Wesen sind, gibt es nicht einmal „unterschiedliche Level“. Jesus hat „den Sündern“ die Füße gewaschen. Hier zeigt sich erst, wie spirituell wir wirklich sind.

      Herzliche Grüße
      Andreas Frenzel

      • Daniel sagt

        Aber eine Beziehung ist etwas anderes.
        Heute beispielsweise wurde bekannt, dass der Grazer Amokläufer von 2015, der drei Menschen tötete und andere schwer verletzte, lebenslänglich bekam. Ich kann für solche Menschen keinen Hass spüren, keine Verachtung. Ich verurteile schon längst niemanden mehr. Nicht einmal Hitler. Ich hasse nicht einmal jemanden, der mich auf einen meiner Youtube-Kommentare wüst als Spinner oder Geistesgestörter beschimpft, sondern verstehe, warum er das tut und nicht anders kann. Ich habe tiefes Mitgefühl für meinen Vater, obwohl er mich als Kind schlug und mir ewige Schuld einredetet usw.
        Mein Mann hält mich teilweise für dumm, weil ich an Jesus glaube. Ich weiß, dass er unrecht hat. Aber …. ich glaub nicht, dass ich dies das ganze Leben so haben will.

        • Andreas Frenzel sagt

          Hallo Unbekannt,
          vielen Dank für den Kommentar. Wie ich schon einmal sagte, ich denke, mit Ihrem Mann gibt es noch etwas zu tun. Warum müssen Sie darum kämpfen, respektiert zu werden? Respektieren Sie, dass Sie nicht respektiert werden.
          Worum es hier genau geht, und wo das eigentliche Thema liegt, kann man gut während einer QuantumTAO-Sitzung untersuchen.
          Herzliche Grüße
          Andreas Frenzel

          • Daniel sagt

            ja danke … aber das finde ich auch ohne einer dieser Wundermethoden aus diesem schnellen Heilermarkt heraus ….

          • Andreas Frenzel sagt

            Hallo Daniel,
            ich freue mich für sie. Es geht doch nichts darüber, wenn man sein Leben selbst im Griff hat. Und keine fremde Hilfe benötigt. Die besten Wünsche für Sie.
            P.S.: Den Begriff „Wundermethoden aus diesem schnellen Heilermarkt“ halte ich für eine nicht wirklich sinnvolle Verallgemeinerung.

  2. Hallo Andreas, ich fand den Artikel am Anfang wirklich toll und frisch und es hat mir (die auf dem Weg ist) ein paar vermeindliche Anstöße gegeben.

    Natürlich kann ich von der Welt um mich herum nicht verlangen, das sie sich mit mir dreht. Und dass mein Partner genauso tickt wie ich. Was ich jedoch sagen kann ist, dass mein Mann durch meine Veränderung neugierig auf verschiedene Methoden der Änderung in der Kommunikation, meines inneren Friedens und der Selbstheilungskräfte geworden ist. Meine Veränderung zieht nicht unbemerkt an ihm vorbei. Ich erlebe das unausgewogene Verhältnis bei meinen Eltern. Und es ist für meine Mutter wirklich nicht einfach. (Für meinen Vater natürlich auch nicht)

    Wenn sich mir eine neue Welt öffnet, mit allen Sinnen und Gefühlen finde ich es sehr schade, dass ich es einem „normalen“ Menschen, der mir sehr nahe steht, in keinster Weise vermitteln kann. Das können wirklich nur mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen erleben.

    Bei Menschen, die mir nicht so nahe sind ist es weniger ein „Problem“ wenn sie mich nicht verstehen. Zu Hause halte ich den Zustand auf die Dauer für nicht haltbar. Wie soll die Beziehung wirklich weiterwachsen, wenn man quasi in zwei Welten lebt? Lassen und lieben in allen Ehren. Am Ende hat man sich doch nichts mehr zu sagen.

    Ausserdem kann man doch Autorennen schauen (auch zusammen) und hinterher trotzdem ein gutes Gespräch über Glaubensfragen oder Mediation etc… führen. Das eine schliesst das andere doch nicht aus.

    Ich denke, man sollte seinen Weg einfach nicht zu verbissen gehen.

    Eine meiner Lieblingstexte dazu ist die Sonate von Hermann Hesse. Sie hat ja nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber passt genau zum Thema und ist absolut akutell.

    Mein Mann geht seinen eigenen Weg und ich muss mich natürlich in Gelassenheit und Geduld üben, das ist auch schliesslich auch der Sinn der Sache 🙂

    Aber er ist bei mir, soweit wie es eben geht. Wenn ich ihn nicht versuche zu ziehen und zu schubsen, dann hat er auch Zeit und Raum sich selbst zu entwickeln.

    Und wenn das Licht einmal leuchtet, dann gibt es eh kein Halten mehr! Hinein ins Abenteuer!

    Ich denke was ich lerne kann ich nur vorleben, das ist wahr. Solange ich mich in meiner Beziehung wohl fühle und ich mit der Situation (wie auch immer sie aussieht) gut leben kann, dann ist es ja vollkommen in Ordnung.

    Ansonsten sollte ich natürlich Konsequenzen ziehen. Wahrscheinlich haben einige Menschen sich auf den Weg zu sich selbst gemacht, eben WEIL sie keine glückliche Beziehung mehr hatten, oder nicht?

    „Normale“ Beziehungen gehen ja auch auseinander. Ich sehe den anderen Weg dann eher als Chance. Und wenn das auch nicht klappt, dann ist er / sie vielleicht einfch nicht der richtige Partner. Spiritualität hin oder her.

    Liebe Grüße

    Ute

  3. Hallo zusammen!
    Alles was ich gelesen habe ist für mich anwendbar !!
    Doch wie sage ich meinem Mann , dass ich auf einem spirituellen Weg bin !!!
    Bitte helft mir !
    LG A.F.

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo Anke,

      teile ihm mit, womit Du Dich beschäftigst. Aber versuche nicht, ihn auf den gleichen Weg zu bringen. Lebe vor, was Du den spirituellen Weg nennst. Und dann folgt er Dir – oder nicht. (in letzterem Fall bedeutet das für Dich eine weitere, intensive Transformationsmöglichkeit)

      Segen
      Andreas

  4. Radulf Freund sagt

    Hallo,
    ich bin ein wenig hin- und hergerissen bei all den „Schicksalen“ die ich lesen durfte. Meine Frau ist auch in den letzten Jahren sehr in die Spiritualität gegangen und gab anderen gute Ratschläge und Hinweise, die auch sehr dankbar angenommen wurden. Sie machte ihr Hobby zum Beruf und gab das gesamte ersparte Geld von nahezu 100.000 Euro in viele Seminare um sich fortzubilden und um dann irgendwann soviel Anerkennung zurück zu bekommen, dass sie davon leben kann. Leider habe ich ihre Spiritualität am eigenen Leib erfahren, dass die Antworten für die ratsuchenden Menschen immer andere waren, als die Antworten die sie sich selbst gegeben hat. Ich habe oft erfahren dass die Eigenverantwortung meiner Frau gerne mit anderen schönen Worten neu gekleidet wurden und auf einmal ich oder andere immer der Auslöser war wenn Dinge nicht so funktionierten wie sie sich das gewünscht hat. Ich hätte da viele Beispiele der letzten 6 Jahre, möchte damit aber keinen langweilen.
    Für mich ist Sinn der Spiritualität auch gerade ein Hingucken zu mir selbst, sich auf seine eigenen Stärken besinnen und zu erkennnen was mir selbst gut tut und wer mir nicht gut tut. Da werde ich sicher auch bald eine förmliche Scheidung von meiner Partnerin anstreben um mich auch wieder auf meine Stärken zu besinnen und nicht mein Leben und meine Arbeit nur meiner Frau widmen, die ihre Verantwortung für sich selbst und ihrer Kinder längst verloren hat. Ich kann nur jedem raten, ob spirituell oder nicht: Tief durchatmen…wer tut mir gut….wer nicht…Man weiß es…immer!

  5. Vanessa Stowasser sagt

    Wunderbar geschrieben, lieber Andreas! Ich kann einige Gedankenanstösse aus Deinem Artikel mitnehmen. Gerade das Thema „bedingungslose Liebe“ , die ach so spirituelle Menschen oft nicht leben oder zeigen berührt mich.
    Ich habe schon bedingungslose Liebe in meinem Leben kennengelernt. Dann fiel sie einige Jahre aus meinem menschlichen Erleben. In diesem Jahr ist sie wieder in mein Leben getreten, schenkt Sinn und Frieden. Das ist wahre Schöpferkraft!

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo Vanessa,

      schön von Dir zu hören. Wir wissen ja, wovon wir sprechen. Danke für Deine Rückmeldung.
      Liebe Grüße
      Andreas

  6. hallo
    erlebe gerade diesen fall, freundin schrieb eines tages etwas stimme mit ihr nicht, sie wolle reden, erzählte dass sie keine gefühle mehr hat nicht für familie nicht für freunde nicht für ihren hund nicht für mich. folge: trennung. nach 4 wochen hat sie ihre sachen geholt, gab mir einen zweiseitigen brief. in dem stand, dass sie dankbar für alles ist und ich viel mehr verdiene als ein einfaches „tut mir leid“. ihr „akku“ ist einfach leer gewesen und sie will ab sofort sich an erste stelle stellen, hatte einfach nichts mehr zu geben. 3 jahre waren wir zusammen sprachen von gemeinsamer zukunft und heirat, jetzt hält sie nichts mehr von heiraten man wird ja doch geschieden und die einzige liebe die man braucht ist die zu sich selbst. sie besucht seit einiger zeit auch meditationskurse in der man sein bewusstsein erweitert/ sich selbst findet/spirituelles erlebt, hat einen neuen philosophen für sich entdeckt, der genau von solchen „sich lösen“ methoden spricht. habt ihr erfahrung mit sowas? würde mich gerne austauschen hier scheine ich richtig zu sein.

    • C. L. sagt

      Ich erlebe gerade was sehr ähnliches wie J.B.. Mein Lebenspartner, mit dem ich seit 14 Jahren zusammen bin und seit 8 Jahren zusammen lebe hat mir die Trennung angekündigt weil er sich jetzt um das Sinn des Lebens und die Entwicklung seiner Seele, vor allem um sich selbst kümmern will. Wir müssen uns trennen weil „unsere Seelen nicht gleich bzw. synchron ticken“. Es fällt mir unheimlich schwer, mich damit zurecht zu finden, ich komme mir ständig vor wie im falschen Film. Alle Versuche, ihn irgendwie zu erreichen, und an unseren vielen schönen gemeinsamen Jahren zu erinnern, daran, dass er noch Ende letzten Jahres davon sprach, dass wir für immer zusammen bleiben warden, schlagen fehl. Er ist seit einigen Monaten wie ausgetauscht und er ist so entschlossen, dass wir nicht zusammen bleiben können, dass es jetzt tatsächlich auf Trennung hinausläuft. Es kommt mir vor als hätte er eine unbekannte Krankheit bekommen und ich bin machtlos, dagegen was zu tun. Tragisch ist gar kein Ausdruck!

      • Andreas Frenzel sagt

        Liebe C.L.,
        es ist nicht leicht, etwas dazu zu sagen, weil sich ja auch die Frage stellt, wie die Beziehung vorher gelaufen ist. Oft war auch schon lange vorher der Wurm drin. Und dieser Weg ist dann der Versuch, zu einer Lösung zu kommen.
        Schauen Sie bei sich, was jetzt gerade ausgelöst wird. Bleiben Sie bei sich und Ihren Gefühlen. Dann kann gerade eine Trennung ein wunderbares Sprungbrett zu wahrer Heilung sein. Nehmen Sie bitte Hilfe dafür in Anspruch. Wenn ich Menschen auf diesem Weg begleitet habe, konnte ich in allen Fällen feststellen, dass es ihnen anschließend sogar besser ging, als demjenigen, der sich in verzweifelter Suche gelöst hat.
        Herzliche Grüße
        Andreas Frenzel

      • Das erlebe ich auch gerade. Mein Partner ist nach 21 Jahren Partnerschaft gegangen. Mein Leben wollte er so nicht mehr mit 40 Std Woche und so. Er wollte Leben, und hat den ganzen Tag vor dem Computer gesessen und sich in Gruppen ausgetauscht.
        Als ich sagte: Werde bitte wieder normal, sagte er das möchte er nicht mehr werden.
        Der Auszug war dann ganz schnell von seiner Seite. So schnell konnte ich gar nicht gucken. Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Damit hab ich nie gerechnet. Ich warte jeden Tag darauf, dass er sich meldet und sagt er war irgendwie falsch drauf.
        Wie lange haben Sie gebraucht um es zu verstehen ?

        • Was ich noch anmerken wollte: Es kam jetzt nicht von einer Woche in die nächste, dass mein Partner spirituriel wurde. Erst ging er zur Meditiation und dann zu Wochenendseminaren. Er nahm ein Auszeitjahr und ging dann hat er nur noch halbe Tage arbeiten um zu leben und dann fuhr er auch mal eine oder zwei Woche zum schweigen. Ich hab mir da nie was bei gedacht, da unsere Partnerschaft ja trotzdem immer in Ordnung war. Ich dachte er braucht das. Und dann plötzlich dieses:
          Ich kann nicht mehr so leben wie du…..

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo J.B.

      tut mir leid für das, was Sie da gerade erleben. Wie ich in dem Artikel bereits beschrieben habe, wird Spiritualität häufig völlig missverstanden.
      Andererseits ist dies auch eine wichtige Lektion für Sie. Es geht nicht darum, jetzt die Schuld auf den anderen zu schieben, der/ die ja auch nur seinen Weg sucht.

      Wichtig ist die Frage: Was macht es mit mir? Welche tiefen Gefühle und Ängste werden da jetzt ausgelöst?
      Denn alles, was geschieht, kann auch uns weiter bringen – wenn wir denn richtig damit umgehen können.

      Dabei kann es durchaus hilfreich sein, sich Hilfe zu holen.

      Herzliche Grüße
      Andreas Frenzel

      • hallo Andreas danke für die antwort,

        nein das tue ich auch auf keinen fall ich versuche viel mehr zu verstehen was da eigentlich vor sich geht, es ist mir einfach unbegreiflich. vor wenigen tagen zuvor sprach sie noch von heiraten und wie glücklich sie mit mir sei seitdem sie diesen wochenendtrip hatte ist sie wie ausgewechselt und sie scheint zu denken es würde ihr helfen. ich hatte ein Gespräch mit ihr bzg dieses briefes und sie erzählte mir dass sie die ersten tage nach der Trennung beinah schwach geworden wäre und anfing zu googlen wie man mit so einer Trennung fertig wird. irgendwie stieß sie auf Meditation, alleine ging es wohl nicht so gut, dann suchte sie sich eine gruppe hier im umkreis wo sie regelmäßig hingeht, sprach auch von „osho“ dem indischen Philosophen ehemals bekannt als Bhagwan dem rolls royce und sex Guru, dem sie nur zum teil zustimmt aber einige seiner ansichten doch sehr teil, bsp das Beziehungen fesseln sind und abhängig machen, dass einer immer dominiert, liebe kalt sein müsse und solche einen Blödsinn. sie war sehr distanziert allerdings erzählte sie offen wie immer, ein sehr merkwürdiges gefühl. als wäre eine unsichtbare scheibe um sie herum. sie tut einfachauf gleiche Vertrautheit wie vorher verlangt diese auch von mir nach einem Monat Trennung kann ich ihr aber nicht mehr so vertrauensvoll gegenüber treten. daraufhin bloß ein „das is schade“ mit einer Gleichgültigkeit in der stimme.
        mir sind die Hände gebunden, das einzige was ich tun kann ist zeit verstreichen lassen und hoffen sie kommt wieder zu sich oder verliert das Interesse an diesem hokus pokus, was schwer sein wird weil sie seitdem sie sich damit beschäfigt ja total super fühlt und alles Problemlos läuft.

        viele grüße

        • Andreas Frenzel sagt

          Hallo J.B.,

          so hart es auch klingen mag. Wenn Sie sie lieben, dann können Sie ihr nur das beste wünschen. Und wenn es sich für sie wiederum gut anfühlt, müssen Sie sie gehen lassen. Es steht niemandem zu, zu urteilen, ob ihr Weg der richtige ist oder nicht.
          Herzliche Grüße Andreas Frenzel

  7. Margit sagt

    Launig geschrieben und so wahr! Das Lesen hat Spaß gemacht und mir das ein oder andere Schmunzeln auf die Lippen gezauber. Danke dafür!

  8. Birgit Meyer sagt

    Meine Erfahrung zu diesem Thema ist wir selbst haben uns verloren und nie eine wirkliche Liebe zu uns selbst gehabt. Dafür machen wir deann einen anderen verantwortlich. Außderdem ist diese Spirualität das nächste was einen erstmal noch in ein viel größeres Diilema führt, weil wir ja dann so gut sind und uns letztendlich total verlieren. Da dann oft auch niemand mehr da ist, der dann mal Stopp sagt. Eine ganz gefährliche Sache und Hauptsächlich für Frauen. Ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung, einfach schlimm.
    Gruß Birgit

  9. Stefanie Wilmar sagt

    Tja, nach 6 Wochen Sommerferien mit mind. 2 Kindern 24h um mich herum, wünschte ich mir manchmal „neue Kinder“, „neue Familie“ (zwinker), doch im nächsten Augenblick wurde mir schon klar, daß diese zwei meiner „Lehrmeister“ sind…

  10. Lieber Andreas,
    zu dem Thema “ Beziehungen und Spiritualität“, würde ich dir gerne bei einem Seminar assistieren,bzw. wir gestalten es gemeinsam.Da hätte ich so richtig „Bock“ drauf, weil ich es für mich, sowas von verstanden
    habe und momentan auch lebe! Es ist so göttlich, jemanden an der Seite zu haben, den ich so liebe wie er
    ist, ohne ihn verändern zu wollen. Es sei denn, er erfragt etwas wie: “ Sage mir, wie du es machst, so gut
    für dich zu sorgen?“
    Wir könnten es einmal von der Seite der Frau und dann vom männlichen Standpunkt aufbröseln,bzw.
    ich älter (Weisheit) und du jünger – betrachten! ?
    Bin am 7.-9.März auf der Lebensfreude Messe in Lübeck, sonst hätt ich dein angebotenes Seminar
    in Stockelsdorf angenommen.
    Mit herzlichen Grüßen
    Jutta
    PS. würde gerne ein Probe-Coaching von dir annehmen…

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo Jutta,
      vielen Dank für Deine netten Worte. Du erreichst mich unter: 0451 – 611 22 179

  11. Andrea sagt

    Danke!

    PS: ich habe nur einmal im Leben bedingungslose Liebe erfahren dürfen, er hieß Ivanhoe, war groß mit schwarzem Fell und hat mich 10 Jahre meines Lebens begleitet. Tja, ich kann mir kaum vorstellen, dass ich es soweit bringen werden in der Liebe wie er. Dafür bin ich irgendwie zu sehr Mensch.
    Und was für ein Geschenk ist diese Erfahrung bis heute!

    • Andreas Frenzel sagt

      Hallo Andrea,
      aber es wäre schon eine schöne Richtung, in die wir streben könnten – nicht wahr? Und jeder noch so kleine Erfolg wird uns der Liebe zu uns selbst wieder einen Schritt näher bringen.
      LG
      Andreas

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